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Urige Klänge ließen Musikgruppen beim Mittelaltermarkt am Wasserschloss in Taufkirchen erklingen. Foto: Birgit Lang
Mittelaltermarkt Taufkirchen
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Viel Mittelalterliches gab es beim Markt in Taufkirchen zu sehen.
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Viel Mittelalterliches gab es beim Markt in Taufkirchen zu sehen.

Mittelaltermarkt in Taufkirchen

Zünfte und Zaubertrank

Verdammt heiß war es auch beim Mittelaltermarkt am Taufkirchener Wasserschloss, sodass an den drei Tagen weniger Besucher als üblich zu dem Spektakel kamen. Am Abend trudelten aber nach und nach die Gäste ein. In aller Ruhe konnten sie bei den 18 Ausstellern einkaufen, neun Lager von Rittern und Wikingern bestaunen und sich an den Angeboten von sieben Gastroständen erfreuen.

Taufkirchen– Neben Anbietern von Schmuck, Holzberserkereien und Spielzeugschwertern war auch eine Hutmacherin nach Taufkirchen gekommen. Christine Busch aus Horb am Neckar nähte Jungfernkränze, wie sie vom 13. bis 15. Jahrhundert unverheiratete junge Frauen aus besseren Kreisen trugen. „Sie durften ihr Haar noch offen tragen. Sobald sie unter der Haube waren, mussten sie eine solche aufsetzen.“ Auch Hüte sowie Gewandungen für Frauen und Kinder näht die ehemalige Medizinisch-Technische Assistentin. An die sechs Mal nimmt sie pro Jahr an solchen Märkten teil. Auf ihr besonderes Hobby sei sie durch die historischen Ritterspiele in Horb gekommen. Sogar mittelalterliche Anoraks, wie sie früher das Gesindel trug, führt Bosch. Sie sind aus Wollstop. Die Kapuze hat einen langen Zipfel, den man sich wie einen Schal um den Hals wickelte.

Als Heilkundiger Bernardo trat Bernhard Kliemann auf. Er stammt aus der Oberlausitz, wohnt aber schon seit dem Jahr 2000 in Pfaffenhofen. Er erinnert in seiner Kutte an Pater Tuck von Robin Hood. Er sei begeisterter Mittelalter-Partygänger und betreibe als „ernsthaftes Hobby experimentelle Archäologie“, erzählt Kliemann. Der Krankenpfleger interessiert sich auch für Kräuter, deshalb bot er in Taufkirchen einen „Zaubertrunk“ für Kinder an. Zehn bis zwölf Zutaten köchelte er darin, „die alle Eigenschaften enthalten, die auf den Trinker übergeben“, erklärte er. Wenn er erzähle, die Kinder kosten, schmecken und riechen lasse, seien sie Feuer und Flamme.

In den neun Lagern des Mittelaltermarktes tummelten sich überwiegend Wikinger etwa Giovanni Parello aus München. Sein Künstlername Taitur Tossi bedeutet der unbelehrbare Narr. Als solcher bastelt er seit einiger Zeit an einer alten Drehleier. Im wahren Leben arbeitet er für eine Logistikfirma. Sein Wikinger-Freund Floki Ölmodur, also der, der gut mit dem Bier ist, verdingt sich als Kraftfahrer, seine Frau Ylva als Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte. Sie brachte den Besuchern das Weben am Gewichtswebstuhl bei.

Mit in ihrem Bunde ist der rothaarige Schmied Liam, auch als Mechaniker Wiggerl Wiederbauer in Bad Tölz bekannt. Gern erklärte er Interessierten die Vorteile der Bottkin-Spitze oder des Kettensprengers. Reenactment, also die Darstellung alter Epochen, betreibt er, weil „mia den ganzen Tag an Heidenspaß ham“. Auch Schumacher, Bogenbauer und andere Handwerker führten ihre Kunst vor.

Für Unterhaltung sorgten zudem die Gaukler Fagus und Fraxinus mit ihren Kunststücken, die Hexen Nahjima Venefica mit ihrem verführerischen Tanz, die Musikgruppen Fabula und Wolgemut mit ihren urigen Klängen sowie eine Feuerschau.

Seit 2003 veranstaltet das Ehepaar Kolbeckas aus Moosinning alias Hexelinde alle zwei Jahre dieses mittelalterliche Spektakel am Wasserschloss. Die Kulisse des Wasserschlosses sei einfach einmalig. 

BIRGIT LANG

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