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Mobilfunk: Standortsuche geht weiter

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Buch am Buchrain - Keinen Mobilfunkmast auf ihrem Grundstück wollen drei Mitterbucher. Jetzt muss Anbieter Vodafone einen neuen Standort suchen.

74,35 Prozent hatten sich vergangenes Jahr in einer Bürgerbefragung für eine optimierte Mobilfunkversorgung ausgesprochen. Vier mögliche Anbieter hatte die Gemeinde Buch damals vorzuweisen, jetzt ist nur noch Vodafone im Spiel. Der von den Bürgern ebenfalls mit großer Mehrheit gewünschte Standort, der Wasserturm in Oberbuch, wurde allerdings vom Mobilfunkbetreiber abgelehnt.

Wie Bürgermeister Ferdinand Geisberger in der Gemeinderatssitzung erklärte, war Vodafone letztendlich nur noch am Grund von drei Anwohnern aus Mitterbuch interessiert. „Das war für sie der einzige Standort, an dem sie einen Handymast aufstellen würden“, sagte Geisberger. In einem Gespräch mit einem Vertreter von Vodafone äußerten die Bewohner ihre Bedenken gegen einen 25 -Meter hohen Sendemast auf ihrem Grund.

Letztendlich entschieden sich aber alle drei Mitterbucher dagegen. „Sie hatten einfach ihre Sorgen“, erklärte Geisberger, „und das ist ja auch ihre Entscheidung und ihr gutes Recht. Wir können die Anwohner ja nicht gegen ihren Willen dazu überreden.“ Der Mobilfunkmast hätte dann den Ortskern sowie Mitter- und Oberbuch und die Außenbereiche wie Loiperding und Haidberg bedient.

„Wir haben auch gefragt, ob es nicht möglich wäre, mehrere kleine Masten aufzustellen“, merkte der Bürgermeister an. Daran sei Vodafone aber nicht interessiert, da es eine „zu große Investition sei und sie schließlich keine Kosmetik machen wollen, sondern wenn, dann was G’scheides“, wiederholte Geisberger die Antwort des Vertreters. Auch ein Handymast am neuen Abschnitt der A94 bei Pastetten, welcher im Herbst freigegeben werden soll, sei nicht sinnvoll, da dieser Bereich bereits gut abgedeckt sei.

Wenn sich nach 60 Tagen keine Änderung mehr ergeben wird, werde der Mobilfunkbetreiber möglicherweise auf Privatpersonen in Buch zukommen, um zu fragen, ob sie mit einem etwa zehn Meter hohen Sendemast auf ihrem Dach einverstanden wären. Geisberger: „Buch ist einfach ein weißer Fleck auf der Versorgungskarte, den die Mobilfunkbetreiber gerne füllen würden.“

In der Ratssitzung im April wird ein Vertreter von Vodafone zu Gast sein. Dann wird laut Geisberger noch einmal darüber gesprochen, ob der Wasserturm nicht doch als Platz geeignet ist. Wie Rat Wolfgang Hipper anmerkte, dürfe man nicht vergessen, dass es sich sozusagen „um einen Auftrag der Bevölkerung handelt“.

Der gleichen Meinung ist auch Geisberger. Dieser fügte dann noch hinzu: „Wenn wir aber keinen Standort finden, müssen wir wohl damit leben, dass wir so schlecht versorgt sind.“ mot

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