Moosgeister machen die Innenstadt unsicher

Erding - Die Brauchtumsgruppe Ardinger Moosgeister treibt am Dienstagnachmittag mit Mooshexen, Zwergerln, Elfen, Irrlichtern und Wolp-Erdingern ihr Unwesen an der Langen Zeile.

Der Fasching in der Innenstadt mit urigen Masken, Ratsch’n und Trommelwirbel wird mit diesem Auftritt beendet. Das bunte Treiben ist ein uralter Brauch, der auf der Moosgeistersage vom schwarzen Kalb beruht.

Der böse Geist in Form eines Kalbes wurde der Legende nach in einer versiegelten Flasche im Erdinger Moos vergraben. Dorthin hatte man schon viele Geister gebannt. So manchen Wanderer haben sie nachts in den Sumpf gelockt. Ein unbekanntes Wesen erweckte an einem 11. 11. die schlafenden Geister aus dem Moos. Mit mächtigem Getöse ergoss sich eine Flut von maskierten Gestalten auf d’Nacht um acht vor acht durch das Freisinger Tor. Johlend und mit dem Schlachtruf „Bes’n hui“ hüpften die Schemen in Richtung Innenstadt. Durch Trommler wurden die Bürger wachgerüttelt, um die Mooshexen abzuwehren.

Während der dunklen Zeit nehmen die Geister Besitz von der Langen Zeile - bis zum Faschingsdienstag. An diesem Tag wird das Böse in Form des schwarzen Kalbes wieder aus der Stadt ins Moos getrieben.

Die Lange Zeile ist am Dienstag ab Mittag für den Durchgangsverkehr gesperrt. (red)

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