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Trommelnd und mit viel grüner Farbe ziehen die Moosgeister auch heuer durch die Lange Zeile. foto/Archiv: moritz

Moosgeister: Weißbräu ist Veranstalter

Erding - Das Moosgeister-Treiben findet am Faschingsdienstag, 9. Februar, statt. Der Erdinger Weißbräu springt als Veranstalter ein.

Es ist einer der Höhepunkte des Erdinger Faschings: das Moosgeister-Treiben am Faschingsdienstag. Heuer findet es am 9. Februar statt. Nach dem Tod von Gründervater und Unterstem Moosgeist Walter Schweinberger hat nun der Erdinger Weißbräu die Rolle des Veranstalters übernommen. Das bestätigte Stadtsprecher Christian Wanninger auf Anfrage unserer Zeitung. Damit sind alle Versicherungsfragen geklärt.

Der ehemalige Stadtapotheker Schweinberger war Initiator der Moosgeister und ihrer schaurigen Masken, mit denen sie Jahr für Jahr lärmend und mit viel grüner Farbe durch die Lange Zeile ziehen. Nach Schweinbergers Tod im vergangenen August mussten sich die Ardinger Moosgeister neu aufstellen. Schließlich sind sie kein Verein, sondern eine lose Gruppe, die sich dem Brauchtum verschrieben hat. Die versicherungsrechtlichen und organisatorischen Aufgaben hatte stets Schweinberger übernommen - bis zuletzt.

Hier springt nun der Erdinger Weißbräu ein. Er ist damit heuer erstmals Veranstalter des Moosgeister-Treibens.

50 wilde Gesellen werden also auch diesen Faschingsdienstag durch die Lange Zeile ziehen und mit dem Schwarzen Kalb das Böse ins Moos zurücktreiben. Nicht dabei sein wird allerdings das lärmende und feuerspuckende Gefährt. Die Versicherungskosten für den Bulldog können die Moosgeister nicht aufbringen. Dafür haben sie ihre Trommeln dabei.

Seit einigen Jahren gilt am Faschingsdienstag Schnapsverbot in der Innenstadt. Es erstreckt sich von 12 bis 20 Uhr über den Schrannenplatz, den Kleinen Platz, die Lange Zeile und alle angrenzenden Nebenstraßen. Darauf weist Stadtsprecher Wanninger hin: „Weder dürfen damit starke alkoholische Getränke verkauft noch von den Besuchern der Veranstaltung mitgebracht werden. Untersagt ist zudem, den Bereich stark alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss zu betreten.“

Mit dieser Allgemeinverfügung zieht die Stadt die Konsequenzen aus den Ereignissen vergangener Jahre, als insbesondere Jugendliche aufgrund ihres Alkoholkonsums vom Sanitätsdienst versorgt werden mussten. „Darüber hinaus kam es immer wieder zu alkoholbedingten Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Für zusätzliche Gefahr sorgten die Splitter von Unmengen achtlos weggeworfener Schnapsflaschen“, so Wanninger.

Durch die Anordnung sei die Polizei berechtigt, Platzverweise auszusprechen, mitgebrachten Schnaps zu vernichten oder Personen in Gewahrsam zu nehmen.

Gabi Zierz

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