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Schutz vor Krankheit, Gefahr und Unheil: Kreisdekan Michael Bayer (2. v. l.) segnete die Tiere.

Tiersegnung

„Alle Geschöpfe sind wie wir“

Eine Segnung der etwas anderen Art hat Kreisdekan Michael Bayer in Moosinning zelebriert. Gemeinsam mit dem Tierschutzverein Erding hat er die erste Tiersegnung in der Gemeinde organisiert.

MoosinningEin Zitat des heiligen Franz von Assisi machten sich Tierschutzverein und Kreisdekan Michael Bayer zum Motto: „Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers.“

Bei der ersten Tiersegnung in Moosinning spendete Bayer deshalb rund 30 Tieren unterschiedlichster Art den Segen. Dieser soll sie in Zukunft vor Krankheit, Gefahr und Unheil schützen. „Es ist etwas ganz Besonderes, mit Tieren zusammenzuleben. Ein Haustier ist ein Familienmitglied. Es geht an Herz und Nieren, wenn es ihm nicht gut geht“, betonte der Kreisdekan bei der Segnung. Er weiß, wovon er spricht, denn auch er hatte während der Veranstaltung einen Hund an seiner Seite. Labrador Beppo ist bereits seit zehn Jahren der treue Begleiter des Pfarrers. Umgeben von zahlreichen Artgenossen ließ sich auch der Rüde die Hand des Dekans auflegen.

Vor allem Hundebesitzer aus dem ganzen Landkreis waren mit ihren Vierbeinern nach Moosinning gekommen. Es war aber auch immer wieder ein zaghaftes Miauen aus Transportboxen zu hören. Zwei Pferden und einer Kornnatter spendete Bayer ebenfalls den Segen. Der Tierschutzverein Erding sorgte mit einer Schildkröte und einem Meerschweinchen für weitere Vielfalt unter den Tieren.

„Ich bin wirklich begeistert, dass das so gut angenommen wird. Das zeigt, dass sich die Menschen wirklich um das Wohl ihrer Schützlinge bemühen. Das ist ein gutes Zeichen, denn das Schlimmste ist es, wenn die Tiere einfach ausgesetzt werden“, betonte Bayer.

Einen positiven Nebeneffekt hatte die Aktion nicht nur für die Tiere, die durch den Segen vor Krankheit und Leid geschützt werden sollen. Es wurde auch fleißig für den Tierschutzverein gespendet. Verwendet werden soll das Geld für den Bau neuer Hundehütten. Derzeit werden rund 100 Tiere von den Ehrenamtlichen betreut. Den größten Anteil machen ausgesetzte Hunde aus.

„Eine solche Veranstaltung wie heute zeigt, dass die Tiere nicht jedem egal sind. Die Leute, die herkommen, zeigen, dass sie möchten, dass es den Tieren gut geht“, betonte die stellvertretende Vorsitzende Solveig Wanninger.

Positiv gestaltete sich auch die Rückmeldung der anwesenden Tierliebhaber. „Ich finde es einfach super, wenn für die Tiere auch mal etwas gemacht wird“, sagte Christine Thaler aus Kleinwimpasing. Sie ließ ihr Bayerisches Warmblut Quasi segnen. Hannah Lichtmannegger aus Neuching war mit ihrem Schweizer Schäferhund Rico nach Moosinning gekommen. „Wir waren in Rom und haben uns vom Papst segnen lassen. Natürlich hat Rico dann auch den Segen verdient“, begründete sie.

Der Hingucker schlechthin war Florian Rieger aus Maierklopfen mit seiner Kornnatter Würmchen. „Auch wenn das Einige nicht nachvollziehen können, gehört sie zur Familie. Da hoffe ich, dass sie gesund bleibt“, erklärte er.

Bereits im nächsten Jahr könnte es wieder die Gelegenheit geben, die tierischen Lieblinge segnen zu lassen. Aufgrund der positiven Resonanz kann sich Bayer vorstellen, erneut eine Tiersegnung zu organisieren.

Julia Adam

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