Stolz auf die Auszeichnung: Schulleiter Markus Pfanzelt (l.) sowie Musiker und Pate Andi Starek mit dem Banner der „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
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Stolz auf die Auszeichnung: Schulleiter Markus Pfanzelt (l.) sowie Musiker und Pate Andi Starek mit dem Banner der „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Musiker Andi Starek übernimmt die Patenschaft

Grundschule Moosinning ist „Schule ohne Rassismus“

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Die Grundschule Moosinning ist offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Patenschaft hat Musiker Andi Starek übernommen. Die Feier beim Schulfest ist coronabedingt ausgefallen und wird im nächsten Jahr nachgeholt.

Moosinning– Die Grundschule Moosinning ist offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Diesen Titel darf sie schon seit März tragen. Die Patenschaft hat Musiker Andi Starek übernommen. Gefeiert werden sollte das eigentlich mit einem Schulfest im Mai. Weil das coronabedingt ausfallen musste, wird die Feier im nächsten Jahr nachgeholt.

Die Idee, den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu beantragen, hatte Schulleiter Markus Pfanzelt. Sein Kollegium habe er davon schnell überzeugen können – „alle waren total begeistert“, berichtet Pfanzelt im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Wir sind unheimlich stolz“

Bedingung für die Auszeichnung sei, dass sich mindestens 70 Prozent der gesamten Schulfamilie, Kinder wie Erwachsene, verpflichten, aktiv gegen Diskriminierung und Rassismus vorzugehen und auch jährlich ein zum Thema passendes Projekt durchzuführen. „Über den Mindestsatz an nötigen Unterschriften sind wir leicht drüber gekommen. Darauf sind wir unheimlich stolz“, freut sich Pfanzelt und erklärt „Wir finden es wichtig, dass dieses Thema schon in der Grundschule angesprochen wird, denn Kinder sind in dem Alter einfach noch viel unbedarfter und gehen viel offener auf andere Menschen zu.“

„Egal, welche Menschen man trifft - alle sind gleich“

Mit den Schülern habe es immer wieder Versammlungen gegeben, bei denen Pfanzelt mit Hilfe einer Präsentaion erklärt habe, worum es bei Rassismus und Courage gehe, was diese für Kinder doch schwierigen Begriffe überhaupt bedeuten: „Mut zu haben, nicht wegzuschauen und zu lernen: Egal, welche Menschen man trifft – alle sind gleich.“ Oder dass Courage auch bedeute, „wenn einer alleine auf dem Pausenhof steht, dass man den nicht einfach stehen lässt, sondern ihn auch mal mitnimmt“.

Voraussichtlich im Mai 2021 soll gefeiert werden

Eigentlich hätte die offizielle Übergabe des Schilds im Mai im Rahmen eines Schulfestes stattfinden sollen. Ein Vertreter des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wäre dabei gewesen, die AG Schultheater hätte ein Stück aufgeführt, das eine Lehrerin extra geschrieben hat. Auch hätte man Lieder gesungen – gemeinsam mit dem Paten Andi Starek, der erst vorige Woche mit seiner Kinderrock-Band Schlawindl das Video zum Song „Wir stehen nicht auf Rassismus“ präsentiert hat.

„Das alles ist leider aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen“, bedauert Pfanzelt. „Aber es läuft uns ja nicht davon.“ Voraussichtlich im Mai 2021 soll diese Veranstaltung nachgeholt werden. Neben Gesang und Theater will man zudem mit Flaggen zeigen, aus wie vielen verschiedenen Nationen die Moosinninger Grundschüler kommen. Ebenso sei in Zusammenarbeit mit Elternbeirat und Eltern eine Art Buffet mit internationalen Köstlichkeiten denkbar.

Ein Pate aus der eigenen Gemeinde

Ideen für das Fest gibt es also schon viele. Doch bis es soweit ist, werde man die Themen Rassismus und Courage mit den Kindern immern wieder thematisieren, versichert Pfanzelt.

Über Starek als Paten freut sich die Schulfamilie ganz besonders, denn wer habe schon seinen Paten direkt im Ort? Für den Eichenrieder Musiker wiederum ist es nach der Grundschule Parksiedlung Oberschleißheim und den Schulen Neustift Freising bereits die dritte Patenschaft. Dieses neue Engagement liege ihm besonders am Herzen, „weil Moosinning meine Heimatgemeinde ist und ich mit der Schule sehr verbunden bin“. Für die Zukunft kann er sich dort auch gemeinsame Projekte vorstellen, zum Beispiel in Zusammenhang mit seiner Arbeit für den Verein Orienthelfer.

Das Thema ist derzeit aktueller denn je

„Man muss schon im Grundschulalter anfangen, die Kinder für das Thema zu sensibilisieren, aber auf ganz sanftem Weg, indem man ihnen zeigt, wie man richtig miteinander umgeht. Das will ich auch mit meiner Musik erreichen“, sagt Starek.

Pfanzelt sieht das genauso: „Ich denke, je jünger die Kinder sind, umso unvoreingenommener sind sie und umso besser erreicht man sie. Wenn man ihnen schon in jungen Jahren so etwas Wichtiges mitgeben kann, hat man im Leben viel erreicht.“ Zudem sei das Thema nicht nur, aber auch mit Blick auf die Ereignisse in den USA derzeit aktueller denn je.

Vroni Macht

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