1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Moosinning

Zwei Ehrenmänner sind jetzt Ehrenbürger von Moosinning

Erstellt:

Von: Wolfgang Krzizok

Kommentare

Feierlicher Moment (v. l.): Leni und Rudi Ways, Bürgermeister Georg Nagler sowie Anton und Helga Hofer mit den gemalten Poträts der Ehrenbürger, die im Rathaus aufgehängt werden. Eintrag ins Goldene Buch
Feierlicher Moment (v. l.): Leni und Rudi Ways, Bürgermeister Georg Nagler sowie Anton und Helga Hofer mit den gemalten Poträts der Ehrenbürger, die im Rathaus aufgehängt werden. Eintrag ins Goldene Buch © Wolfgang Krzizok

Anton Hofer und Rudi Ways wurden zu Ehrenbürgern der Gemeinde Moosinning ernannt. Maximal fünf lebende Personen dürfen diese Würde tragen.

Moosinning – Sie waren stolz und sichtlich ergriffen: Anton Hofer und Rudi Ways wurden bei einer Feierstunde im Bürgersaal Eichenried zu Ehrenbürgern der Gemeinde Moosinning ernannt. „Dies ist die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde ihren Bürgern gewähren kann“, sagte Georg Nagler bei der Verleihung des Ehrenbürgerbriefs.

Der Bürgermeister erklärte, dass maximal fünf lebende Personen die Ehrenbürgerwürde tragen dürften, und er betonte: „Diese Ehrung ist bislang überhaupt nur fünf Bürgern der Gemeinde Moosinning zuteil geworden“: Hauptlehrer Max Vogl (1932), Pfarrer Karl Herdegen (1950), Bürgermeister Andreas Kaiser (1964), Pfarrer Josef Forster (1978) und Bürgermeister Rudi Bayerl (1990).

„Zwei Persönlichkeiten wird diese Ehrung nun zuteil, die deren herausragenden Leistungen um die Gemeinde Moosinning die gebührende Anerkennung ausdrücken soll“, meinte Nagler. Er bezeichnete Hofer und Ways als „Ehrenmänner“ und zitierte in diesem Zusammenhang den italienischen Schriftsteller Luigi Pirandello, der einst schrieb: „Es ist leichter, ein Held zu sein als ein Ehrenmann. Ein Held muss man nur einmal sein, ein Ehrenmann immer.“

Anton Hofer: Politisch aktiv, Gemeindegeschichte als Leidenschaft

Einen Ehrenmann zeichne aus, „dass er sich immer respektvoll seinen Mitmenschen gegenüber verhält, dass er höflich und sachlich seine Standpunkte vertritt und dass er auch bei Widrigkeiten immer aufrichtig ist“, stellte der Bürgermeister fest. „Diese Eigenschaften habt Ihr beide nach den Aussagen von Wegbegleitern immer gelebt, und ich kann diese selber bestätigen.“

Der 81-jährige ehemalige Finanzbeamte Hofer sei lange kommunalpolitisch aktiv gewesen, unter anderem als 2. und 3. Bürgermeister, erzählte Nagler in der Laudatio. Er war 1967 Gründungsmitglied des SV Eichenried und mehr als 20 Jahre lang im Vorstand tätig. Er war unter anderem Gründungsmitglied der Bürgerschaft Eichenried und knapp 20 Jahre lang Pfarrgemeinderatsvorsitzender dort. Neben diesen Aktivitäten „ist seine große Leidenschaft die Ahnenforschung und die Geschichte der Gemeinde – speziell des Ortsteils Eichenried“. Aus diesem Interesse sei 2020 die „Chronik von Eichenried“ entstanden, in die Hofer „viel Arbeit und Herzblut investiert hat“.

Altbürgermeister Rudi Ways: „Politischer Mensch mit Leib und Seele“

Den Altbürgermeister Ways, der die Ehrung einen Tag vor seinem 79. Geburtstag erhielt, bezeichnete Nagler als „politischen Menschen mit Leib und Seele – und das ist geradezu eine Untertreibung“. Ways saß unter anderem 40 Jahre lang im Kreistag, war über ein Vierteljahrhundert lang SPD-Ortsvorsitzender und von 1996 bis 2008 1. Bürgermeister. Nagler listete viele Bauvorhaben auf, die in Ways’ Amtszeit durchgeführt wurden.

13 Jahre lang war er zudem im Vorstand des FC Moosinning, seit 2002 führt er als Vorsitzender den VdK-Ortsverband Moosinning-Neuching. In seiner Amtszeit habe sich dessen Mitgliederzahl auf über 400 fast verdoppelt. „Deinem unglaublichen Einsatz für unsere Gemeinde in einer solchen Laudatio gerecht zu werden – dafür hast du einfach zu viel geleistet“, lobte Nagler. „Ohne dich wäre Moosinning, nicht die Gemeinde, die sie heute ist. Und ohne dich und deinen Einsatz im sozialen Bereich für ältere und sozial schwächere Bürgerinnen und Bürger wäre das soziale Miteinander um einiges kälter.“

Nach dem Dank an die Ehefrauen der beiden Geehrten wurde Hofer und Ways der Ehrenbürgerbrief überreicht sowie ein gemaltes Porträt, das im Sitzungssaal aufgehängt werden soll. Hofer nannte die Ernennung „eine große Ehre für mich“ und sagte stolz: „Mi gfreit’s!“ Ways meinte, dass er so viel Lob gar nicht gewohnt sei. „Es war ein lange, herausragende Zeit, da gäbe es viel zu erzählen“, stellte er fest und fügte grinsend an: „Normalerweise gibt’s so was beim Nachruf am Grab – so ist es halt vorweg genommen.“

Zu den Klängen der Blaskapelle Moosinning trugen sich die neue Ehrenbürger abschließend ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Erding-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare