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Bei Starkregen bleibt auf der B 388 am Ortseingang von Moosinning das Wasser stehen: rechts die Einfangstraße, links geht’s zum Fasanenweg und hinten links (hinter der Verkehrsinsel) mündet die Fehlbachstraße ein.

Neuer Entwässerungskanal kommt

B 388 in Moosinning regelmäßig überflutet: Lösung in Sicht

  • Wolfgang Krzizok
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Es ist ein Ärgernis in Moosinning: Bei Regen steht die B 388 auf Höhe Fasanenweg, Einfang- und Fehlbachstraße unter Wasser. Jetzt ist eine Lösung in Sicht.

MoosinningEs ist regelmäßig ein Ärgernis in der Ortsdurchfahrt Moosinning: Bei größeren Niederschlägen steht die Bundesstraße B 388 auf Höhe Fasanenweg, Einfang- und Fehlbachstraße unter Wasser. Jetzt soll’s ein neuer Entwässerungskanal richten.

Das Staatliche Bauamt Freising plane, die Entwässerungseinrichtung an der Ortsdurchfahrt im Bereich Einfangstraße zu erneuern, berichtete Bürgermeister Georg Nagler (SPD) im Gemeinderat. Gleichzeitig würden die Büros Pieper und WipflerPlan für das ganze Gemeindegebietein ein Konzept zur Niederschlagswasserentsorgung erarbeiten.

„Am westlichen Ortsrand von Moosinning fallen auf öffentlichen und privaten Flächen Niederschlagsmengen an, die zum Teil ebenfalls über einen Kanal entsorgt werden müssen“, berichtete Nagler. Um den Bau von zwei parallelen Kanälen zu vermeiden, bestehe die Möglichkeit, das auf angrenzenden öffentlichen und privaten Flächen anfallende Niederschlagswasser ebenfalls in den Straßenentwässerungskanal einzuleiten.

Das Straßenbauamt Freising habe bei einer Ortseinsicht im Februar betont, dass eine Übernahme der Entwässerungsanlage in das Eigentum des Straßenbauamts grundsätzlich ausgeschlossen sei, falls der Kanal zusätzlich Oberflächenwasser aus privaten Flächen aufnehmen soll. „Die Einleitung von privatem Niederschlagswasser ist also nur dann möglich, wenn der künftige Entwässerungskanal ins Eigentum der Gemeinde übernommen wird“, erklärte der Bürgermeister. Sobald die Entscheidung der Gemeinde vorliege, die Entwässerungslage an der B 388 zu übernehmen, werde das Straßenbauamt die Planung fortführen und die wasserrechtliche Genehmigung für die Entwässerungsanlage mit einer Einleitung in den Fehlbach vorbereiten.

„Das Straßenbauamt duldet normalerweise keine privaten Einleiter“, betonte Geschäftsleiter Bernd Göhler. „Eine Möglichkeit wäre: Das Straßenbauamt baut, und die Gemeinde übernimmt irgendwann den Unterhalt.“ Die Frage sei, ob die Gemeinde den Kanal übernehmen wolle. Und wenn Private einleiten wollen, sei das halt mit Kosten beziehungsweise Gebühren verbunden.

„Wo ist das bisher hingelaufen“, fragte Georg Nagler. Bislang sei das unterirdisch über Sickergruben geschehen, erklärte Göhler. „Aber die sind voll.“ Wenn er es richtig verstanden habe, solle man sich mit dem Straßenbauamt den Herstellungsaufwand teilen. „Der Zustand, wie er momentan ist, ist nicht mehr haltbar“, befand Vize-Bürgermeister Werner Fleischer (BE). Bürgermeister Nagler gab ihm Recht: „Wir müssen was tun.“

Der Gemeinderat beschloss schließlich einstimmig, dem Staatlichen Bauamt Freising die Übernahme des Eigentums an einem neu zu errichtenden Straßenentwässerungskanal an der B 388 zuzusagen.

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