Pfarrgemeinderat Moosinning

Bayer: „Vieles ist noch nicht ganz“

Moosinning - Es ist nicht so einfach, dass zwei Pfarrverbände zusammenwachsen. Das räumte Pfarrer Michael Bayer beim Neujahrsempfang ein.

„Neujahr ist das Tor, durch das sich feine Probleme vom einen Jahr ins andere schmuggeln.“ Mit diesem Zitat von Autor Willy Meurer begann Pfarrer Michael Bayer seine Rede beim Neujahrsempfang des Pfarrgemeinderats Moosinning am Samstagabend. „Wir nehmen Gutes und Schlechtes, Erinnerungen, Planungen, Gedanken und Ziele mit“, ergänzte er.

Eine Erinnerung aus dem vergangenen Jahr stellte Bayer bewusst in den Vordergrund. Seit Oktober ist sein Seelsorgeteam mit Diakon Thomas Zaminer, Pastoralreferent Thomas Ullmann und Gemeindereferentin Rosemarie Huber für den Pfarrverband Moosinning sowie Neuching-Ottenhofen zuständig. Doch der neue Seelsorgebezirk hat das Team vor einige Hürden gestellt. „Am Anfang stellte sich natürlich die Frage, wo man die Gottesdienste macht“, erzählte Bayer. „Es hat sich dann rausgestellt, dass natürlich jeder sagt: Des is mei Kirch, da bin i dahoam.“ Man achte deshalb besonders darauf, in jeder Kirche immer wieder einen Gottesdienst stattfinden zu lassen. „Egal, ob das ein Wortgottesdienst oder eine Eucharistiefeier ist, alles hat seinen Wert“, betonte der Pfarrer.

Verständlich sei auch, dass man im Pfarrverband Neuching-Ottenhofen mit der neuen Situation noch nicht ganz im Reinen sei. „Sie haben zum Beispiel unsere Gottesdienstzeiten übernommen“, sagte Bayer. Ihm sei große Unsicherheit entgegen geschlagen. Der Geistliche begründete das mit den Pfarrerwechseln, die die Gläubigen dort in den vergangenen Jahren erlebt hatten. „Sie haben ja alle drei Jahre einen neuen bekommen, und sie kannten bisher keine Diakone oder Pastoralreferenten.“

Es sei verständlich, dass man sich erst daran gewöhnen müsse, dass der Pfarrer nicht bei jedem Gottesdienst selbst anwesend ist. Doch das neue Seelsorgeteam blickt nach vorne: „Vieles ist noch nicht ganz, aber vieles kann noch werden“, erklärte Bayer. Für heuer sei die Einführung eines gemeinsamen Pfarrbriefes in der Fasten- und Osterzeit geplant.

Nach Ostern soll die gemeinsame Fahrt nach Israel ein Höhepunkt werden. „Israel ist es wirklich wert, mal hinzufahren. Im Fernsehen schaut es anders aus, aber in Wirklichkeit ist es viel schöner und sehr beeindruckend“, sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Georg Nagler. Er vermittelte mit einer Fotostrecke von seinen eigenen Reisen einen Eindruck des Landes. Über die einwöchige Reise, die am Ostermontag beginnt, können sich Interessierte am heutigen Montag ab 20 Uhr im Pfarrheim Oberneuching informieren.

von Julia Adam

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