Bebauungsplan „Am Kindergarten“ 

Blendeffekte durch Flutlicht?

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Der Moosinninger Gemeinderat hat bereits im Mai 2017 den Bebauungsplan „Am Kindergarten“ als Satzung beschlossen. Öffentlich bekannt gemacht wurde er aber noch nicht. Bevor das passiert, wollte die Kommune noch mit dem Sportverein Eichenried eine Vereinbarung über Maßnahmen zur Reduzierung der Blendwirkung der Flutlichter treffen.

Moosinning – Wie Geschäftsleiter Bernd Göhler in der Gemeinderatssitzung erklärte, sei in der Begründung zum Bebauungsplan zum Thema Lichtimmissionen ausgeführt, dass „die Flutlichtanlagen des Sportplatzes keine unzulässigen Raumaufhellungen ergeben“. Sie könnten aber vereinzelt zu Blendeffekten führen.

Zur Abhilfe habe ein Lichtgutachter vorgeschlagen, die Anlage auf asymmetrische Scheinwerfer umzurüsten oder Blenden zu installieren und das Licht gezielt in den zu beleuchtenden Bereich zu lenken.

Eine Vor-Ort-Messung habe ergeben, dass die Richtwerte zur Raumaufhellung im Wohngebiet eingehalten, die zur Blendung dagegen an einigen Stellen überschritten würden. Dabei handele es sich nicht um gesetzliche Richtwerte wie beim Lärmschutz, sondern um Empfehlungen des Länderbauausschusses. Die Überschreitungen seien somit abwägungsfähig.

Ein Gespräch mit dem SVE habe ergeben, dass er sich „weder vertraglich noch finanziell in der Verantwortung sieht, Maßnahmen zur Reduzierung der Blendwirkung zu ergreifen“. Es werde auf den Bestandsschutz des Sportplatzes verwiesen. Sollte tatsächlich etwas unternommen werden müssen, sei die Gemeinde als Veranlasser des neuen Baugebiets dafür zuständig.

Da es sich bei den Werten zur Blendwirkung nicht um verbindliche Werte handele, auf die sich betroffene Bürger beziehen könnten, schlug die Verwaltung vor, auf eine Vereinbarung mit dem Sportverein zu verzichten. Man erwarte zwar keine Beschwerden, aber im Falle des Falles könne man die genannten Maßnahmen ergreifen – und zwar auf Kosten der Gemeinde. Sie müsse diese auch tragen, wenn der SVE in einigen Jahren beispielsweise seine Flutlichtanlage erweitern will.

Darauf pochte auch Georg Humplmair (BB). Dem Sportverein dürften durch einen Bebauungsplan der Gemeinde keine – auch finanziellen – Nachteile entstehen, sagte er. „Ich finde es ebenfalls richtig, dass wir den Verein nicht belangen, wenn wir Baugebiete ausweisen“, meinte Manfred Lex (CSU). Der Satzungsbeschluss wird nun öffentlich bekannt gemacht, sodass das Ausschreibungsverfahren starten kann.

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