Beim Moosinninger Rathaus

Riesenwahlplakat darf stehen bleiben

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Das Megawahlplakat, das nahe des Moosinninger Rathauses auf Privatgrund steht, darf auch am Wahltag dort bleiben, sagt das Landratsamt.

Moosinning Die Moosinninger Gemeinderäte hatten jüngst einmal mehr über die wilde Wahlplakatiererei im Gemeindegebiet diskutiert. Wahlleiter Georg Humplmair (BB) hatte dabei sogar damit gedroht, das Wahllokal im Rathaus am morgigen Sonntag nicht aufzusperren, wenn die Plakate in unmittelbarer Umgebung nicht entfernt würden.

Auf Nachfrage erklärte das Landratsamt dazu, dass am Wahltag keine Plakate mehr in einem Radius von 10 bis 20 Metern um ein Wahllokal stehen dürfen. „Da wird der Bauhof aktiv, der tut die alle weg“, sagte Humplmair. Das sei mit dem Landratsamt abgeklärt.

Ein weiterer Stein des Anstoßes war für ihn ein großes Plakat unweit des Rathauses, das dort allerdings auf Privatgrund steht. Dazu teilte das Landratsamt mit, dass es „unseres Erachtens noch zulässig ist und für die Wahlzeit nicht entfernt werden muss“. Es handle sich zwar um ein sehr großes Plakat, „aber aufgrund der Entfernung von etwa 30 Metern zum Eingang des Rathauses und der Tatsache, dass es nicht in Richtung des Eingangs zeigt, ist eine Beeinflussung im unmittelbaren Zugangsbereich aus unserer Sicht nicht gegeben“.

Laut Humplmair versuche die Moosinninger Gemeindeverwaltung nun, mit dem Grundstückseigentümer zu sprechen, dass dieser das Plakat freiwillig entferne. Aber egal, ob es in diesem speziellen Fall zu einer Einigung kommt oder nicht: „Ich sperre am Sonntag auf“, kündigt Wahlleiter Humplmair lachend an.  

Rubriklistenbild: © Wolfgang Krzizok

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