Pfarrvikar Thomas Belitzer ist neuer Landjugendpfarrer der Erzdiözese.
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Pfarrvikar Thomas Belitzer ist neuer Landjugendpfarrer der Erzdiözese.

Neue Aufgabe für den Pfarrvikar aus dem Pfarrverband St. Anna im Moosrain

Thomas Belitzer ist neuer Landjugendpfarrer

  • Veronika Macht
    VonVeronika Macht
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Fast auf den Tag genau vor drei Jahren hat Thomas Belitzer als Kaplan seinen Dienst im Pfarrverband St. Anna im Moosrain angetreten. Zum 1. September hat er nun die Aufgabe als Landjugendpfarrer der Erzdiözese übernommen.

Moosinning – Thomas Belitzer gehört seit September 2018 zum Seelsorgeteam im Pfarrverband St. Anna im Moosrain. Der 35-Jährige stammt aus Tacherting im Kreis Traunstein. Beruflich absolvierte er zunächst eine Ausbildung im Lebensmitteleinzelhandel, doch Priester zu werden, das sei schon immer sein Wunsch gewesen. „Schon als Kind bin ich betend durch die Straßen gezogen. Die Berufung ist seit Kindheitstagen da“, erzählt er. So holte Belitzer sein Abitur an der Beruflichen Oberschule nach und studierte Theologie. Am 30. Juni 2018 wurde er im Hohen Dom zu Freising von Kardinal Reinhard Marx zum Priester geweiht. Der Pfarrverband mit Sitz in Moosinning ist seine erste Dienststelle.

Nun, nach erfolgreichem Abschluss der zweiten Dienstprüfung, wurde Belitzer wiederum vom Erzbischof zum Pfarrvikar ernannt. Gleichzeitig hat er am 1. September eine neue Aufgabe in der Erzdiözese übernommen: Er wurde zum Landjugendpfarrer gewählt. Für dieses Amt vorgeschlagen hatte ihn Diözesanjugendpfarrer Richard Greul. Der Langengeislinger war selbst bis 2013 Landjugendpfarrer bei der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) München und Freising.

„Arbeit mit Jugendlichen – das will ich machen, denn hier geht es um unsere Zukunft als Kirche“

„Eines Tages klingelte das Telefon, und er fragte mich, ob ich mir diese Aufgabe vorstellen könne“, erzählt Belitzer und gibt zu: „Da war ich einen Moment sprachlos.“ Obwohl er gar nicht genau gewusst habe, was er als Landjugendpfarrer eigentlich zu tun habe, sei ihm sofort klar gewesen: „Arbeit mit Jugendlichen – das will ich machen, denn hier geht es um unsere Zukunft als Kirche.“ Also hat der Erzbischof ihn vorgeschlagen, und die Diözesanversammlung hat ihn gewählt.

Er sehe seine Berufung und sein Leben als Priester als „Abenteuer und Expedition“, sagt Belitzer, „weil immer wieder was Neues kommt. Das ist überhaupt das Tolle an diesem Beruf. Natürlich macht man oft die gleichen Dinge, aber man macht sie immer anders, es ist immer aufregend und spannend.“

Belitzer ist nun Geistlicher Verbandsleiter der Landjugend im Gebiet der Erzdiözese München und Freising. Dazu gehören auch Verwaltungstätigkeiten, doch seine Hauptaufgabe sieht er in der Seelsorge und darin, „den Glauben mitzuleben“. Sein Dienstsitz als Landjugendpfarrer ist in München, aber er werde auch viel unterwegs sein, auf Diözesanebene sowie bei Kreis- und Ortsgruppen, zu Gesprächen, Aktionen und Gottesdiensten.

Durch neue Aufgabe im Pfarrverband nur noch mit halber Stelle eingesetzt

Auf die Arbeit mit den Jugendlichen freut sich Belitzer sehr. „Das gibt mir noch mal ganz neue Perspektiven. Ich sehe in der Landjugend gelebtes Christentum. Da geht’s nicht um strenge moralische Regeln. Sondern es ist so, wie ich es mir vorstelle auch als Zukunft für die Kirche“, sagt der Pfarrvikar. Gemeinsam leben, gemeinsam unterwegs sein, das Gesellige, eine „unglaubliche Gleichberechtigung“, Nachhaltigkeit und ökologisches Handeln sowie natürlich Gottesdienste und das Spirituelle – „das ist es, was Christentum ausmacht und was vielleicht auch ein guter Weg wäre für die Kirche als Ganzes. Ich sehe viele Chancen, Neues zu lernen, was ich dann auch in die Pfarreien tragen kann.“

Durch seine neue Aufgabe ist Belitzer im Pfarrverband nur noch mit einer halben Stelle eingesetzt. „Das war der ausdrückliche Wunsch des Erzbischofs, dass ich mit dieser zweiten halben Stelle in der Pfarrei bleibe, denn das ist der Ort, wo der Priester hingehört“, sagt Belitzer.

Mittwochs, freitags und am Wochenende ist er dort eingesetzt, wobei er manchmal auch wochenweise und an ganzen Wochenenden für die Landjugend unterwegs sein wird. „Das wird sicher eine Umstellung für die Menschen im Pfarrverband. Aber ich bin sehr dankbar, am Sonntag eine feste Gemeinde zu haben, wo ich hinkommen kann und wo man zusammen Gottesdienst feiert.“ Im Umkehrschluss heiße das für den Pfarrverband, dass wieder vermehrt Wortgottesdienste angeboten werden.

vam

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