Willkommen im Wilden Westen: Andy Streit und zwei „Bardamen“ beim großen Indianer- und Trapper-Festival des Vereins Southernstars.
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Willkommen im Wilden Westen: Andy Streit und zwei „Bardamen“ beim großen Indianer- und Trapper-Festival des Vereins Southernstars.

Country- und Western-Verbund Southernstars

Trapper, Tipis, Tänzer

Der Country- und Western-Verbund Southernstars hält die Western-Szene am Leben. Vorsitzender Andy Streit kommt aus Eichenried.

Eichenried/HallbergmoosZusammenhalt, Toleranz, Gemeinschaft, Respekt und Fairness: Das sind die Werte, die die fünf Sterne auf dem neuen Logo der Southernstars ab 1. Januar 2019 repräsentieren. Über 300 Mitglieder zählt der Country & Westernverbund mittlerweile. Dazu gehören Bands, Western Clubs, Reitstationen und Gaststätten.

Neben der Pflege der amerikanischen Kultur bemüht man sich vor allem um den Tanzsport: Line Dance und andere Old Style Tänze werden intensiv in Workshops praktiziert. „Die Szene ist riesig. Allein in Südbayern gibt es 90 Country- und Westernvereine. Dreh- und Angelpunkt der Szene ist die Country Musik, sie ist die treibende Kraft“, erzählt Andy Streit, Vorsitzender des Southernstars. Der Eichenrieder studierte Betriebswirtschaft. Heute ist der 56-Jährige Qualitätsmanager am Flughafen München. Seit 2003 widmet er sich seinem Hobby intensiv. Das Publikum sei dabei bunt gemischt, sagt Streit. Denn: „Die Leute haben einfach Spaß an der lockeren Atmosphäre, der Zusammenhalt ist enorm.“

Ursprünglich begann das Projekt in den 1980er Jahren mit einer kleinen Zeitschrift für Westernbegeisterte, verlief nach einer Weile allerdings wieder im Sande. Der Bedarf nach Informationen und Terminabsprache blieb allerdings bestehen. Nach der Wiederentdeckung der Southernstars holte man 2007 dann Streit ins Boot, um die Idee eines Verbundes zu verwirklichen. Seit 2011 unterstützt der Verbund die Betreiber des Hausler-Hofs in Hallbergmoos bei der Planung und Umsetzung von Projekten wie der Saloon Night oder der Country Weihnacht (15. Dezember).

Eine große Kooperation kam bald in Form des jährlich im August stattfindenden Indianer- und Trapper-Festivals auf dem 60 000-Quadratmeter großen Areal, zustande. In einem authentischen Wildwest-Lager leben für eine Woche rund 400 Western-Fans. Besucher erfahren Wissenswertes über die Besiedelung Amerikas und Kanadas. Bogenschießen, indianisches Dressur- und Westernreiten, Kanufahren und Line-Dance-Shows sind neben musikalischen Highlights aus der Country-Welt geboten. 90 Ehrenamtliche helfen mit, um das Großereignis zu meistern. „Wichtig war uns immer, kein kommerzieller Verbund zu werden und die Jugend zu fördern“, erklärt Streit stolz.

Sechs Jahre lang hat der Verein um den Status der Gemeinnützigkeit gekämpft, nach vier Anläufen ist der Antrag erfolgreich gewesen. Mit etwaigen Jahresüberschüssen werden unter anderem das Ambulante Kinderhospiz München, das Jugendzentrum Hallbergmoos und der Greifvogelpark Menter unterstützt. Allerdings wird das Projekt mehr und mehr zum Selbstläufer, eigentlich möchte Streit den Verbund gar nicht zu groß werden lassen: „Unsere Mitglieder sollen sich wohl fühlen, und wir geben unser Bestes, unsere Werte weiterhin zu vermitteln. Wenn wir zu groß werden, geht der direkte Umgang, der Aspekt des Sich-Umeinander-Kümmerns vielleicht verloren“, fürchtet er. „Country und Western sind eben nicht nur Gitarre, Lagerfeuer und Whiskey, sondern weit, weit mehr.“

Dominik Neumüller

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