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Prominenter Redner in Eichenried: Markus Blume (r.), stellvertretender CSU-Generalsekretär, sprach beim Neujahrsempfang vor rund 60 Gästen.

Neujahrsempfang der CSU Moosinning 

Ein Hoch auf Mittelstand und Ehrenamt

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Eichenried – Ein CSU-weit seltenes Phänomen hat Markus Blume, stellvertretender Generalsekretär der Partei, in Moosinning ausgemacht: „einen noch sehr jungen Ortsvorsitzenden“, wie er mit Blick auf den erst 22-jährigen Maximilian Bartl sagte.

Bartl steht seit Mitte 2017 an der Spitze des Ortsverbandes Moosinning-Eichenried und hatte damals Bürgermeisterin Pamela Kruppa abgelöst. In seiner Funktion als CSU-Ortschef bat Bartl auch zum Neujahrsempfang im Landgasthof Stangl in Eichenried. Für seine „lobenswerte Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen“, überreichte Blume Bartl eine ledergebundene Ausgabe des CSU-Grundsatzprogramms.

Blume betonte vor rund 60 Gästen, dass es den Deutschen so gut wie nie zuvor gehe. Bayern habe ein Rekordtief bei der Arbeitslosenquote, „erstmals mit einer Zwei vor dem Komma“, und die Kassen seien voll. „Trotzdem gibt es Unzufriedenheit und Unsicherheit“, sagte er. Unter anderem werde die schleppende Regierungsbildung in Berlin mit Sorge betrachtet.

Blume erinnerte an einen Wahlspruch von Franz Josef Strauß: „Dankbar rückwärts, mutig vorwärts, gläubig aufwärts.“ Der sei immer noch gültig. Vor genau 100 Jahren sei Bayern zum Freistaat geworden, seither werde eine „einzigartige Erfolgsgeschichte“ geschrieben. Das mutige Vorwärtsgehen besteht für Blume auch darin, die Städte und den ländlichen Raum gleichermaßen voranzubringen und somit Tradition und Fortschritt zu vereinen.

Zu den vordergründigen Aufgaben gehöre es auch, sich weltoffen zu zeigen, ohne die Heimat aus dem Blick zu verlieren. „Wir sind ein christlich geprägtes Land, und das soll auch so bleiben“, betonte er.

Landrat Martin Bayerstorfer ging in seiner Rede auch auf viel diskutierte kommunale Themen des vergangenen Jahres ein, darunter die Geburtenstation im Erdinger Klinikum. „Wir konnten die Station im November mit zusätzlichen Beleghebammen nach nur fünf Monaten wieder öffnen“, sagte Bayerstorfer. „Darauf bin ich stolz.“ Dankbar sei er auch für die „Unterstützung aus den Bürgermeisterreihen“.

Bayerstorfer hob den Mittelstand im Landkreis hervor, der für eine starke Wirtschaftskraft sorge. Dankesworte richtete er aber vor allem an die vielen Ehrenamtlichen, die sich in ihrer Freizeit für andere engagieren. 40 000 bis 50 000 seien es im Landkreis, darunter über 1000 in den Helferkreisen für Flüchtlinge.

Auch CSU-Ortschef Bartl ging darauf ein, dass Deutschland zu den sichersten und stabilsten Ländern weltweit gehöre. „Das soll auch in Zukunft so bleiben.“ Wie Bayerstorfer dankte er den Ehrenamtlichen und merkte an: „Das ist ein Unterschied zur Stadt.“ Auf dem Land setze man sich noch verstärkt füreinander ein. Für den CSU-Ortsverband kündigte Bartl an, dass man in Zukunft „wieder aktiver“ sein wolle. henry dinger

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