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Startet in eine neue Amtszeit: Der Vorstand der Gemeinschaft der Katholischen Frauen in Moosinning rund um Vorsitzende Heidemarie Görl (vorne, M.).

Gemeinschaft der Katholischen Frauen 

„Ein richtiges Miteinander von Jung und Alt“

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Moosinning – Heidemarie Görl bleibt an der Spitze der Gemeinschaft der Katholischen Frauen in Moosinning. Gut 70 Damen schickten sie beim Oberwirt einstimmig in ihre nächste Amtszeit. Die Generalversammlung fand traditionell am Weltgebetstag der Frauen nach einem Wortgottesdienst in der Kirche statt.

Einige Änderungen gab es hingegen bei Görls Vorstandskolleginnen. Vertreten wird sie von Maria Baumgärtel. Zur Entlastung wurden die Vorstandsämter aufgeteilt. So gibt es zwei Schatzmeisterinnen, Maria Kressirer und Karin Neumayr. Auch die Schriftführerin bekommt Unterstützung: Maria Gunderlach kümmert sich ums Protokoll, Petra Priebe um die Pressearbeit. Beide Damen sind neu in der Führungsriege, ebenso wie drei Beisitzerinnen.

Görl nutzte den Abend, um den Frauen zu danken. „Ich bin nie alleine da gestanden. Der Vorstand, aber auch alle anderen Mitglieder, haben mir immer geholfen, wenn sie gebraucht wurden“, sagte sie. „Ohne eure Hilfe, und das Verständnis eurer Ehemänner daheim, hätte vieles nicht gemacht werden können“ – das legendäre Faschingskränzchen zum Beispiel, das den Daimerwirt regelmäßig in einen Tanzpalast verwandelt.

Gerlinde Schmid wird die Faschingsgruppe weiterhin leiten und mit ihnen Tänze und Sketche einstudieren. Sie kümmert sich zudem darum, dass der Nachwuchs mitmacht: Drei Mädchen sind voriges Jahr neu zur Truppe gekommen. Insgesamt haben 140 Damen im Fasching 2015 gefeiert, berichtete Maria Kressirer in ihrem Tätigkeitsbericht. Sie hatte vor rund zwei Jahren zu ihrem eigentlichen Amt als Kassierin auch noch das der Schriftführerin übernommen, nachdem die bisherige Schriftführerin aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Und so konnte Kressirer auch von den weiteren Aktivitäten im vergangenen Jahr berichten: Das Kreuzweg beten in der Fastenzeit, die Maiandacht, ein Ausflug nach Passau samt Schifffahrt, das Kräuterbuschenbinden für Mariä Himmelfahrt, das Pfarrfest, ein Vortrag zum Kirchen- und Bauernjahr sowie die Adventsfeier standen auf dem Programm.

Während des ganzen Jahres haben die Damen bei ihren Veranstaltungen kräftig Geld gesammelt. So konnten Frauen auf den Bahamas unterstützt werden, der Erlös vom Kräuterbuschenbinden fließt in den Blumenschmuck der Kirche und bei der Adventsfeier sind 750 Euro fürs Palliativteam Erding zusammengekommen. Auch heuer findet eine Maiandacht statt (22. Mai, 19 Uhr), am 30. Juni geht es an den Schliersee und der Termin für die Adventsfeier steht auch schon (27. November). „Eine Frauengemeinschaft ist für ein Dorf, für die Solidarität und Gemeinschaft untereinander ganz wichtig“, sagte Gemeindereferentin Rosemarie Huber, die für die geistliche Betreuung der Damen zuständig ist. Die Gemeinschaft sei keineswegs ein „Überbleibsel von älteren Damen“, wie es vielerorts der Fall sei. „Hier gibt es ein richtiges Miteinander von Jung und Alt“, freute sich Huber.

Und auch Vizebürgermeister Manfred Lex – der als Hahn im Korb die Wahl leitete - hatte für die Damen nur Lob dabei. „Da tut sich viel bei euch. Und genau das brauchen wir in der Gemeinde“, sagte er. Was sich da genau alles getan hatte im Vorjahr, das zeigten zum Abschluss des Abends Sabine Penzenstadler und Anneliese Ways in einer Fotoschau.

Vroni Macht

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