Das Richtfest für die Erweiterung der Moosinninger Grundschule feierten (v. l.) Anneliese Ways (Gemeinderätin), Markus Pfanzelt (Schulleiter), Marieluise Eder (Gemeinderätin), Bürgermeister Georg Nagler, Otto Kellermann (Gemeinderat), Michaela Teufel (Planungsgruppe Heilmaier), Christian Nagler (Gemeinderat), 2. Bürgermeister Werner Fleischer, Markus Heilmaier (Architekt), Josef Perzl (Firma Hübl), Gabriele Müller (Bauamt der Gemeinde), Richard Döllel, Manfred Lex (beide Gemeinderäte), Ludwig Höfelschweiger (Firma Hübl) und Josef Romir (Gemeinderat).
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Das Richtfest für die Erweiterung der Moosinninger Grundschule feierten (v. l.) Anneliese Ways (Gemeinderätin), Markus Pfanzelt (Schulleiter), Marieluise Eder (Gemeinderätin), Bürgermeister Georg Nagler, Otto Kellermann (Gemeinderat), Michaela Teufel (Planungsgruppe Heilmaier), Christian Nagler (Gemeinderat), 2. Bürgermeister Werner Fleischer, Markus Heilmaier (Architekt), Josef Perzl (Firma Hübl), Gabriele Müller (Bauamt der Gemeinde), Richard Döllel, Manfred Lex (beide Gemeinderäte), Ludwig Höfelschweiger (Firma Hübl) und Josef Romir (Gemeinderat).

Richtfest für den Erweiterungsbau der Grundschule Moosinning

„Eine Heimstätte für die ganze Schulfamilie“

  • Veronika Macht
    VonVeronika Macht
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Trotz einiger Verzögerungen liegen die Arbeiten für den Erweiterungsbau der Grundschule Moosinning noch gut im Zeitplan. Jetzt wurde Richtfest gefeiert – coronabedingt in sehr kleinem Kreise.

Moosinning – „Wir haben was Solides geschaffen“, sagte Bürgermeister Georg Nagler beim Richtfest mit Blick auf den Anbau. „Solide nicht nur im Sinne von Eisen und Beton, sondern auch im Sinne von zukunftsfähigen, modernen Lernkonzepten.“ Doch um stabil und zukunftsfähig bauen zu können, seien viele wichtige Entscheidungen nötig gewesen.

Nagler erinnerte an die zahlreichen Sitzungen des Gemeinderats, in denen „gestritten und lange um den richtigen Weg gerungen wurde“: Soll das Schulhaus in Eichenried ertüchtigt oder die Schule in Moosinning erweitert und die Schullandschaft dort zentriert werden? „Es waren harte Diskussionen, und die Entscheidung war nicht einfach. Aber es war eine gute Entscheidung“, bilanzierte Nagler.

Diese fiel im Jahr 2017, woraufhin Architekt Markus Heilmaier die ersten Entwürfe vorbereitet hat. Auch die Schulleitung hat man früh ins Boot geholt, denn es gehe schließlich um die Bedürfnisse der Schüler und Lehrer.

Erweiterung der Grundschule Moosinning: Im Oktober 2020 rückten die ersten Arbeiter an

Im November 2018 hat sich der Gemeinderat für eine Variante als offene Lernlandschaft entschieden, im Frühjahr 2019 wurden die Fachplaner beauftragt und der Bauantrag vorbereitet. Im Mai 2020 kam die Baugenehmigung, im Oktober rückten schließlich die ersten Arbeiter an – zu Baumfäll-, Erd- und Kanalarbeiten.

Noch vor Wintereinbruch hat die Firma Hübl Hoch- und Tiefbau aus Velden, die mit den Baumeisterarbeiten beauftragt ist, einen großen Teil der Rohbauarbeiten fertigstellen können. Witterungsbedingt gab es im Frühjahr einige Verzögerungen, „aber wir sind dennoch gut im Zeitplan und sehr zufrieden mit den Ausführungen“, so Nagler.

Er bedauerte, dass ein früheres Richtfest mit allen Handwerksbetrieben wegen Corona „nicht so möglich war, wie wir es uns gedacht haben“. Deshalb dankte er stellvertretend für alle Handwerker Josef Perzl und Ludwig Höfelschweiger von der Firma Hübl. „Nur mit eurer Unterstützung konnten wir dieses Gebäude realisieren. Ohne euch würden wir heute nur einen zweidimensionalen Plan betrachten und nicht ein fast vollendetes Bauwerk“, sagte Nagler.

Anbau soll „stets seine Besucher beschützen und lange eine Heimstätte für die ganze Schulfamilie sein“

Perzl berichtete, dass man eine „schöne und unfallfreie Baustelle“ habe. Über den Winter habe man „schwer gekämpft“, einige Monate habe man gar nicht weiterarbeiten habe können. „An und für sich haben wir den Bau aber ziemlich rasch in die Höhe gezogen“, so Perzl, der auch gute Nachrichten für die Gemeindekasse hatte: „Wir werden die Auftragssumme bei weitem nicht erreichen. Wir werden also günstiger abrechnen, wie der Auftrag ist.“ Sollte auch der Innenausbau günstiger werden als gedacht, bleibe am Schluss vielleicht sogar noch was übrig. Jedoch seien die Baupreise etwa für Eisen und Dämmstoffe heuer gewaltig gestiegen, hinzu kämen teils extreme Lieferzeiten – „wir hatten hier also noch ein bisserl Glück“, meinte Perzl. Wie viel der Anbau am Ende gekostet hat, wird sich also noch zeigen. Die Gesamtberechnung jedenfalls beläuft sich auf knapp drei Millionen Euro brutto.

Den Richtspruch übernahm der Bürgermeister selbst. Er sagte, Beton, Steine, Holz und Glas würden das Gebäude bilden, aber erst Schüler und Lehrer würden die Schule erschaffen. Er wünschte, dass der Anbau „stets seine Besucher beschützen und lange eine Heimstätte für die ganze Schulfamilie sein“ möge. Das Glas Wein durfte dabei nicht fehlen, doch anstatt es vom Dach zu werfen, zerbrach Nagler es in der Schule.

Wann genau die Erweiterung fertig ist, steht noch nicht fest. Geplant ist der Bezug im Herbst. Dann stehen insgesamt elf Klassenzimmer zur Verfügung. Zudem ist der Betrieb einer Offenen Ganztagsschule möglich.

vam

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