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Zehn rumänische Bettler setzte die Polizei fest. Die Haupttäterin ist noch auf der Flucht.

87-jährige Frau bestohlen – Strafanzeigen gegen zehn Rumänen – Polizei warnt

Bettel-Mafia zieht durch den Landkreis

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Eine größere Gruppe Bettler ist am Freitag durch den westlichen und südlichen Landkreis gezogen und hat vor allem in Moosinning, Eichenried und Oberding an zahlreichen Türen geklingelt. Dabei kam es zu einem Trickdiebstahl.

Moosinning/Oberding – . Die Erdinger Polizei geht von einem gewerbsmäßigen Vorgehen aus. In einem Fall wurde eine 87-Jährige von einer unbekannten Bettlerin bestohlen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie Mitglied der Gruppe ist. Sie ist flüchtig.

Hauptkommissar Markus Kübler berichtet, dass die unbekannte Frau gegen 14.15 Uhr an der Tür der Rentnerin in Moosinning geklingelt und um ein Glas Wasser gebeten habe – ein typischer Trick von Haustürtätern. Die betagte Dame wollte hilfsbereit sein und ließ die Frau in ihre Wohnung. Dabei gelang es der Bettlerin, ihr fünf Euro abzuluchsen. Als ihr das nicht genug war, griff sie in den offenen Geldbeutel der Frau und entnahm 50 Euro. Danach verließ sie die Wohnung und flüchtete in unbekannte Richtung. Die Trickdiebin ist etwa 20 Jahre alt und 1,65 Meter groß. Sie ist schlank und trägt schulterlanges schwarzes Haar. Das Opfer beschrieb die junge Frau als osteuropäisch.

Die Polizei leitete eine Fahndung ein, die zu einem unerwarteten Ergebnis kam: Laut Kübler konnten zehn Personen festgestellt werden, die in Eichenried, Moosinning und Oberding um die Häuser zogen, um zu betteln. „Dabei täuschten sie falsche Voraussetzungen vor“, berichtet der Kommissar. Die Vermutung liegt nahe, dass es eine Bettel-Mafia ist, die konzertiert zu Werke geht. Es handelt sich um rumänische Staatsangehörige im Alter zwischen 22 und 64 Jahren. Gegen alle wurden Ermittlungsverfahren wegen Bettelei eingeleitet.

Per se ist Betteln nicht verboten, nicht einmal an Haustüren. Ist es aber ein organisiertes Vorgehen, schreitet die Polizei ein. Das gilt auch, wenn Kinder oder Tiere eingesetzt werden, um Mitleid zu erregen. Bettler, die einen Fuß in die Tür stellen, machen sich der Nötigung schuldig. Grundsätzlich muss niemand hinnehmen, dass ein Bettler das eigene Grundstück betritt.

Das Auftreten der Gruppe und vor allem den Diebstahl nimmt die Polizei zum Anlass, um zur Vorsicht zu mahnen. „Niemals sollte man fremden Personen Zugang zu den eigenen vier Wänden gewähren.“ Insbesondere ältere Bürger sollten bei Unsicherheit Verwandte, Bekannte oder Nachbarn um Unterstützung bitten oder die Polizei rufen. Auf keinen Fall sollte man Fremde unbeobachtet vor offenen Haus- oder Wohnungstüren stehen lassen. Mitarbeiter etwa von Energieversorgern oder Spendenwerber weisen sich aus.

Wer Hinweise zur Bettel-Mafia geben kann sowie mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter Tel. (0 81 22) 96 80 an die PI Erding zu wenden. ham

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