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Der Umgang mit der Angel will gelernt sein. Erwin Drescher hilft einigen neugierigen Teilnehmern.  

Ferienprogramm Moosinning 

Beim Angeln braucht’s eine große Portion Geduld

Wie fängt man Fische? Das lernten die Kinder beim Moosinninger Ferienprogramm.

Moosinning – 100 Kilo Forellen hat die Moosinninger Anglergemeinschaft zusätzlich in den alten Teil des Gemeindeweihers eingesetzt. Extra für die Kinder, die das Fischen einmal ausprobieren wollten. Es waren zahlreiche Regenbogenforellen, die den Kindern im Rahmen des Ferienprogramms zur Verfügung standen, wie Erwin Drescher, einer der drei gleichberechtigten Vorsitzenden der Gemeinschaft, erklärt. „Natürlich sind in diesem Weiher immer Fische. Aber um die Chancen zu erhöhen, dass die Kinder einen Fang machen, haben wir die Menge ein bisschen vergrößert“, erklärt der 53-jährige Bauhofmitarbeiter.

Er sieht das Fischen vor allem als Entspannung. Abschalten vom stressigen Alltag, am Wasser sitzen und die Ruhe genießen – das ist es, was das Fischen für ihn ausmacht. Doch ganz so einfach ist es freilich nicht, wie 14 Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren festgestellt haben. Bei Temperaturen von 30 Grad war eine große Portion Geduld gefragt. Denn ohne diese geht gar nichts, weiß Drescher. Die Ruhe sei das A und O.

Rund 45 Minuten nach Beginn des Ferienprogramms hatte noch kein Kind etwas am Haken. Die Motivation haben die Nachwuchsfischer dennoch nicht verloren. Aufgeteilt in Kleingruppen haben sie sich rund drei Stunden alles Wissenswerte von den jeweiligen Betreuern beibringen lassen. „Natürlich machen die Kinder das nicht wegen der Entspannung. Ich denke, dass vor allem die Neugierde ein ausschlaggebender Grund ist“, vermutet Drescher. Mit dem Angebot engagiert sich die Anglergemeinschaft bereits seit vielen Jahren im Ferienprogramm der Gemeinde. Bislang immer mit positivem Feedback. „Viele Kinder sind jedes Jahr dabei“, erzählt der Vorsitzende.

Dabei lernen sie nicht nur, wie man fischt. Vor allem der Umgang mit dem gefangenen Fisch spielt eine Rolle. „Man sollte den Fisch immer schonend behandeln und ihm so wenig Schmerzen wie möglich bereiten“, erklärt Drescher. Dem Leben des Fisches selbst ein Ende setzen dürfen die Kinder aber nicht. Lediglich Zuschauen ist erlaubt.

Ab 14 Jahren können Interessierte dem 70 Mitglieder starken Verein beitreten und die staatliche Fischerprüfung ablegen. Bereits ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr kann der Jugendfischereischein gemacht werden. Dieser berechtigt allerdings zur Ausübung des Fischfangs nur in verantwortlicher Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers. In Moosinning werden die Kinder stets umfassend von ihren Paten betreut. 

  Julia Adam

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