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Mit 3000-Liter-Tank und 360-Grad-Kamera

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Von: Bernd Heinzinger

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Präsentierten stolz das neue Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Moosinning (v. l.): Bürgermeister Georg Nagler, 2. Kommandant Sebastian Weinzierl, 1. Kommandant Stefan Nagler, Landrat Martin Bayerstorfer und Kreisdekan Michael Bayer, der das Fahrzeug segnete.
Präsentierten stolz das neue Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Moosinning (v. l.): Bürgermeister Georg Nagler, 2. Kommandant Sebastian Weinzierl, 1. Kommandant Stefan Nagler, Landrat Martin Bayerstorfer und Kreisdekan Michael Bayer, der das Fahrzeug segnete. © Bernd Heinzinger

Die Feuerwehr Moosinning hat ein neues Tanklöschfahrzeug bekommen. Kostenpunkt: rund 480 000 Euro.

Moosinning – „Durch dieses Fahrzeug und vor allem durch die Menschen, die es bedienen, ist die Feuerwehr Moosinning bestens für den Katastrophenfall gerüstet“: Diese Worte schickte der Kreisdekan Michael Bayer seiner Segnung des neuen Tanklöschfahrzeugs (TLF) voraus: „Wir dürfen Gott danken, dass die Entwicklung der Feuerwehr so positiv verläuft.“ Die Fahrzeugsegnung fand im voll besetzten Gerätehaus in Moosinning statt, und das neue TLF 3000 steht damit ab sofort im Dienst der Aktiven. Es ersetzt das alte Modell aus dem Jahr 1991.

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Als dieses einst seine Segnung bekommen hatte, sei er als junger Ministrant schon dabei gewesen, sagte Moosinnings Bürgermeister Georg Nagler vor vielen Feuerwehrkameraden und Ehrengästen. „Es begleitete uns treu viele Jahre lang, und vor allem die alten Aktiven könnten sicherlich viele Geschichten erzählen“, meinte Nagler.

Nur durch den Einsatz der Feuerwehrler werde ein Stahlgehäuse zu einem lebensrettenden Gerät: „Was ihr tagtäglich leistet, ist gelebte Nächstenliebe“, lobte das Gemeindeoberhaupt. Die Segnung selbst verlaufe annähernd gleich, wie vor 30 Jahren: „Auch damals kamen Pfarrer und kommunalpolitische Vertreter. Nur das Wetter war besser.“

Die Gemeinde ließ sich das neue TLF durchaus einiges kosten. Nagler sprach von Gesamtkosten in Höhe von circa 480 000 Euro: „Das ist natürlich ein stolzer Preis. Die Anschaffung ist aber sinnvoll und notwendig, weil sich die Rahmenbedingungen verändern. Vor 30 Jahren gab es beispielsweise noch keine Vegetationsbrände.“ Mit dem neuen Fahrzeug sei die Moosinninger Feuerwehr für die derzeitigen Gegebenheiten bestens gerüstet.

Nagler lobte die Kreisbrandinspektion, die auf dem Weg zu einem TLF mit sinnvollen, aber nicht allen gewünschten Ausstattungen, stets beratend zur Seite gestanden sei. Ein Riesenlob für alle Aktiven hatte Landrat Martin Bayerstorfer im Gepäck: „Ohne euch ist keine Feuerwehr möglich, ihr stellt euch in den Dienst der Menschen und helft unmittelbar.“ Dass der Landkreis in Bezug auf die Sicherheit bundesweit ganz oben stehe, sei auch ein Verdienst der rund 3500 Feuerwehrler im Erdinger Land.

Seitens der Kreisbrandinspektion richtete Andreas Pröschkowitz Worte an die Anwesenden: „Wir brauchen eine gut ausgestattete Feuerwehr. Diese ist ein Leuchtturm für die Bürger im Katastrophenfall.“

Das TLF 3000 verfügt, wie die Bezeichnung es bereits verrät, über einen 3000-Liter-Wassertank und enthält zusätzlich einen 120-Litertank für Schaum. Acht LED-Scheinwerfer und ein 360-Grad-Birdview-Kamerasystem sorgen für den Überblick, im Inneren gibt es unter anderem Stromerzeuger, Tragkraftspritze, Tauchpumpe, Schlauchmaterial und Kleinlöschgeräte.

Auf seinen ersten Einsatz im Dienste der Freiwilligen Feuerwehr Moosinning wird das neue Tanklöschfahrzeug wohl nicht lange warten müssen.

hz

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