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Die Freude ist ihnen anzusehen (v. l.): 2. Vorsitzender Florian Bies, Vorsitzender Robert Scharlach, 2. Kommandant Sebastian Weinzierl, Kommandant Georg Humplmair und die Fahnenabordnung um Markus Zehetmair, Erwin Hupfer und Christian Wutz vor dem neuen Löschgruppenfahrzeug.

Feuerwehr Moosinning 

„Florian 40/1“ feierlich in Dienst gestellt

Moosinning - Einen besonderen Grund, sich in Schale zu werfen, hatten die Moosinninger, insbesondere die 64 aktiven Feuerwehrler, am Sonntag. Pfarrer Michael Bayer weihte das neue Löschgruppenfahrzeug der Wehr. „Florian 40/1“ heißt das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20).

31 Jahre hatte das alte LF 8 der Feuerwehr Moosinning auf dem Buckel – und entsprach nicht mehr den technischen Standards, wie Kommandant Georg Humplmair betonte. „Die Ausrüstung ist einfach ganz anders. Uns steht beispielsweise viel mehr Ausrüstung für technische Hilfeleistungen zur Verfügung“, erklärt er zum neuen HFL 20.

Es ist neben dem Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) und dem Mannschaftswagen das dritte Einsatzfahrzeug der Moosinninger Wehr und sei perfekt auf die Ansprüche der Mannschaft zugeschnitten. Das habe die Mitglieder einige Zeit gekostet. Bereits 2015 hatten sie mit den Vorbereitungen für die Beschaffung begonnen. 2016 konnte die Ausschreibung gestartet werden. Das Ergebnis: Ein 290 PS starkes Fahrgestell des Herstellers MAN, das die österreichischen Firma Empl aufgebaut und eingerichtet hat. Im Mai konnten die Moosinninger ihr Fahrzeug schließlich in Empfang nehmen. Es folgten intensive Schulungen in Kleingruppen. „Eigentlich waren wir fast täglich unterwegs“, erzählt Humplmair. Ein Aufwand, der sich in seinen Augen mehr als gelohnt hat.

Dem stimmte Vize-Bürgermeister Manfred Lex, selbst aktives Mitglied der Feuerwehr, zu. Er lobte Humplmair und dessen Stellvertreter Sebastian Weinzierl. Ihnen sei es gelungen, das Team umfassend mit dem neuen Gefährt bekannt zu machen.

389 000 Euro hat die Gemeinde in das neue HLF 20 investiert. Gerechnet wird mit einer Zuwendung von 120 000 Euro. Trotz der hohen Kosten hofft Lex, dass das Fahrzeug nur selten gebraucht wird. „Ich wünsche der Feuerwehr, dass sie nur wenige, dafür aber erfolgreiche Einsätze damit bewältigen muss und, dass alle Aktiven immer gesund zurückkommen.“

Auch Vize-Landrat Jakob Schwimmer hatte am Gottesdienst vor der offiziellen Segnung teilgenommen. Er lobte insbesondere die 18-köpfige Jugendgruppe der Wehr: „Diese Anzahl ist nicht alltäglich.“

Einen kleinen Seitenhieb auf die bislang erfolglose Grundstücksuche für ein größeres Feuerwehrhaus konnte sich Schwimmer nicht verkneifen. Wenn er die Größe des neuen Fahrzeugs mit der Größe der Fahrzeughalle vergleiche, stelle er sich schon die Frage, wie das platztechnisch funktionieren solle.

Untergebracht werden könne das neue Fahrzeug schon, sagte Humplmair auf Nachfrage. Dennoch herrschen extrem beengte Verhältnisse im Moosinninger Feuerwehrhaus. Humplmair, der auch Gemeinderat ist, bestätigt, dass sich die Kommune mit der Grundstücksuche beschäftige und grundsätzlich bereit sei, ein neues Haus zu bauen, sobald ein geeignetes Grundstück verfügbar sei. Bislang sei das jedoch nicht der Fall.

Feierlich spendete Pfarrer Michael Bayer dem HLF 20 schließlich den Segen. Es solle die Menschen vor der Kraft des Feuers und vor Umweltkatastrophen bewahren. (Julia Adam)

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