Ein kleiner Engel und ein brennendes Grablicht auf einem Grab
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Die Gemeinde Moosinning hat ihre Friedhofsgebühren neu kalkulieren lassen. Das lässt die Gebühren teils deutlich steigen (Symbolbild).

Gräber nach neuer Kalkulation teils deutlich teurer

Moosinning: Friedhofsgebühren steigen

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Die Gemeinde Moosinning hat ihre Friedhofsgebühren neu kalkulieren lassen. Das lässt die Gebühren teils deutlich steigen.

Moosinning – Vor rund viereinhalb Jahren hat die Gemeinde Moosinning zuletzt ihre Friedhofsgebühren neu kalkulieren lassen, damals von einem externen Büro. Jetzt war eine neue Berechnung fällig – und die lässt die Gebühren deutlich steigen. Einstimmig haben die Gemeinderäte die neue Satzung dennoch abgesegnet.

Wie einer Gegenüberstellung der Verwaltung zu entnehmen ist, steigen sämtliche Gebühren für die Nutzung von Grabstätten und Urnenkammern. Waren bisher für ein Einzelgrab pro Jahr 18,50 Euro fällig, sind es künftig 30,30 Euro – die größte Steigerung um fast 64 Prozent. Das Familiengrab kostet künftig 58,71 Euro (+ 22,86 Euro), das Doppelgrab 126,90 Euro (bisher nicht in der Satzung) und das Urnenerdgrab 34,10 Euro (+ 13,29 Euro). Für die Urnenkammer in Urnenstele einschließlich Verschlussplatte werden 53,10 Euro fällig (+ 12,26 Euro), für die Urnenkammer in Urnenstele ohne Verschlussplatte 31,50 Euro (+ 12,28 Euro) und für die zusätzliche Urne im Erdgrab 15,15 Euro (+ 5,90 Euro). Für die Benutzung des Leichenhauses werden künftig je angefangenem Benutzungstag 45,10 Euro fällig – bisher waren das 32,40 Euro.

Gestiegen sind nach der Kalkulation auch die sonstigen Gebühren für Amtshandlungen, meist nur um Cent- oder geringe Eurobeträge. Dazu gehören zum Beispiel die Ausstellung von Graburkunden oder der Erwerb eines Grabnutzungsrechts. Lediglich für die Erlaubnis zur Errichtung eines Grabmals oder sonstige bauliche Anlagen müssen die Bürger 11,25 Euro mehr zahlen – künftig 21,75 Euro.

Mehrere Gemeinderäte wunderten sich über die teils enorme Preissteigerung. Beim Einzelgrab etwa betrage sie fast 64 Prozent, rechnete Andreas Eschbaumer (CSU) vor und wollte wissen, woher diese Mehrung komme: „Das ist für mich nicht nachvollziehbar.“ Laut Bürgermeister Georg Nagler (SPD) müssen die Gebühren kostendeckend sein, was jedoch jüngst nicht der Fall gewesen sei. „Zum Beispiel wurde ein Fundament nachgezogen. Diese Kosten, oder auch für Pflasterarbeiten, müssen auf alle Gräber umgelegt werden. Das hat sich hier niedergelegt“, erklärte Nagler.

Die Gebühren sollen erst für neue Gräber beziehungsweise Amtshandlungen ab dem 1. Januar 2021 gelten.

vam

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