Geballte Kommunalkompetenz (v. l.): Manfred Lex, Manfred Wenninger, Sebastian Wutz, Peter Stangl, Werner Fleischer, Georg Humplmair, Hubert Scherzl, Helmut Scherzl, Altbürgermeister Georg Ways und Bürgermeister Georg Nagler. 
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Geballte Kommunalkompetenz (v. l.): Manfred Lex, Manfred Wenninger, Sebastian Wutz, Peter Stangl, Werner Fleischer, Georg Humplmair, Hubert Scherzl, Helmut Scherzl, Altbürgermeister Georg Ways und Bürgermeister Georg Nagler. 

Verabschiedung der Ex-Gemeinderäte

Viele Jahrzehnte im Dienst der Bürger

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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In gemütlicher Runde wurden ehemalige Moosinninger Gemeinderäte verabschiedet.

Moosinning – Zur Verabschiedung der ausgeschiedenen Gemeinderäte und Bürgermeisterin Pamela Kruppa hatte die Gemeinde Moosinningzum Stangl-Wirt nach Eichenried eingeladen. Corona hatte verhindert, dass die Ehrungen zum Ende der abgelaufenen Amtsperiode hatte durchgeführt werden können, jetzt wurden sie im Kreis des aktuellen Gemeinderats nachgeholt. Ex-Bürgermeisterin Kruppa (CSU) und der langjährige Gemeinderat Georg Brummer (CSU) waren entschuldigt, „sie mussten aus terminlichen Gründen absagen“, teilte Bürgermeister Georg Nagler (SPD) den Gästen, darunter Altbürgermeister Georg Ways, mit.

Mit einer sehr launigen Rede eröffnete Gemeindechef Nagler den Abend. „Der Begriff Gemeinderat stimmt eigentlich gar nicht“, erklärte er. „Laut Gesetzestext heißt es Gemeinderatsmitglieder – im Gegensatz zu Mitgliedern des Kreistags, die Kreisräte heißen.“ Dann ging er dem Wort Rat auf den Grund, das in so vielen Worten stecke wie Beratung oder Ratschlag. „Ursprünglich gehörte auch alles dazu, was Ernährung und Haushalt betraf“, erläuterte Nagler und führte Wörter wie Hausrat, Vorrat und schließlich Heirat an – „das war die Hausbesorgung“. Mit dem Hinweis, „auch in ratlos steckt das Wort Rat“ beendete er seine Ausführungen.

Es sei ihm jetzt eine große Ehre, Menschen zu danken, „die seit vielen Jahrzehnten Dienst am Bürger geleistet und die immer ein offenes Ohr für die Belange der Bürger hatten“.

24 Jahre war Georg Humplmair (BB) im Gemeinderat. „Was du geleistet hast, auch noch als Feuerwehr-Kommandant, kann man kaum in Worte fassen“, lobte Nagler. „Der zweite alte Halunke ist Helmut Scherzl“, flachste der Bürgermeister. Er saß 36 Jahre lang für die Bürgerschaft Eichenried im Gremium und war unter anderem 3. Bürgermeister. Auf acht Jahre brachte es Hubert Scherzl (BE), der einmal nachgerückt war.

„Mit dir war’s immer ein Spaß“, sagte Nagler zu Peter Stangl (CSU), der von 2002 bis 2020 im Gemeinderat saß: „Wir hatten nie ein Problem.“ Ein Lob gab es auch für Manfred Wenninger, der sechs Jahre dabei und als CSU-Faktionssprecher tätig war: „Bei dir gab es keine Grabenkämpfe, dir ging es immer um die Sache.“ Auf zwölf Jahr Gemeinderatstätigkeit hat es Sebastian Wutz gebracht. Bürgermeister Nagler, der quasi direkt von der Bürgermeister-Dienstbesprechung kam, sagte zum ehemaligen Bürgerblock-Vertreter: „Ich soll dir viele Grüße vom Steinkirchener Bürgermeister Hans Schweiger ausrichten, er hat mir gesagt, ihr kennt euch.“ Wutz entgegnete schmunzelnd: „Das stimmt, wir waren früher immer miteinander auf der Stanz, in Hofstarring und so.“

Für die ehemaligen 2. und 3. Bürgermeister gab es dann noch eine besondere Ehrung. An Werner Fleischer (BE), „der seine Leidenschaft fürs Motorradfahren entdeckt hat“, überreichte Nagler einen Picknick-Rucksack und einen Motorrad-Reiseführer, „für Touren mit deiner Frau“. Fleischer, der bisher 3. war und jetzt 2. Bürgermeister ist, bedankte sich: „Ich habe es gern gemacht, es war ein Vergnügen“. Der ehemalige Vize-Bürgermeister Manfred Lex (CSU) durfte sich über einen Picknick-Korb und einen Bildband mit alten und neuen Traktoren freuen. „Ich weiß um deine Leidenschaft für alte landwirtschaftliche Motor-Gerätschaften“, meinte Nagler. „Anfangs war ich noch berufstätig, das war dann schon sehr anstrengend“, erzählte Lex und fasste zusammen: „Das Gremium war sehr gut, es hat Spaß gemacht, und ich habe es genossen.“

In Abwesenheit bedankte sich der Bürgermeister noch bei Georg Brummer, der 30 Jahre lang Gemeinderat war. Er werde ihm sein Abschiedsgeschenk persönlich vorbeibringen, kündigte Nagler an und ergänzte schmunzelnd: „Da brauch ich aber jemand, der mich abholt, denn um einen Schnaps werde ich da nicht drumrum kommen.“

Und auch bei seiner Amtsvorgängerin Pamela Kruppa werde er noch persönlich vorbeischauen und ihr für ihre zwölfjährige Amtszeit danken. Auch ein Geschenk werde es geben. Was es ist, das wollte Georg Nagler nicht verraten: „Es soll eine Überraschung sein.“

wk

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