Verein stellt Antrag auf Zuschuss zu spät – Räte bewilligen ihn trotzdem für 2022

Gemeinde ist nachsichtig mit den Country Gringos

  • Wolfgang Krzizok
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Zu spät dran waren die Country Gringos mit ihrem Zuschussantrag. Deshalb musste ihn der Moosinninger Gemeinderat ablehnen. Aber dennoch wurde eine Lösung gefunden.

Die Country Gringos haben wegen der Grundstücksteilung auf ihrem Gelände in Schnabelmoos den Strom- sowie den Wasser- und Abwasseranschluss verlegen müssen. Dabei sind dem Verein Kosten in Höhe von knapp 17 000 Euro entstanden.

Moosinning – Die Country Gringos hatten wegen der Grundstücksteilung auf ihrem Gelände in Schnabelmoos den Strom- sowie den Wasser- und Abwasseranschluss verlegen müssen. Dabei waren dem Verein Kosten in Höhe von knapp 17 000 Euro entstanden. Am 3. Januar 2021 bat der Verein um einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent.

„Die Maßnahme wurde vorher gemacht, danach wurde erst angefragt, also haben wir den Antrag erst einmal abgelehnt“, teilte Bürgermeister Georg Nagler (SPD) in der Gemeinderatssitzung mit. „Baumaßnahmen, die bereits vor der Bewilligung des Zuschusses begonnen wurden, sind nicht förderfähig.“ Der Auftrag war im April 2020 erteilt, die Arbeiten zwischen Mitte Juni und Anfang Juli durchgeführt worden. Die Rechnungen sind auf 23. und 29. Dezember 2020 datiert.

Der Bürgermeister führte weiter aus, dass Bewilligungen grundsätzlich nur auf Grundlage des aktuellen Haushaltsplans möglich seien und Anträge bis spätestens zum 1. November des Vorjahres eingegangen sein müssten. Bei einer besonderen Härte könne man allerdings von den Vereinsförderrichtlinien abweichen.

Die Country Gringos waren von der Gemeinde zu einer Stellungnahme aufgefordert worden, warum der Antrag verspätet eingegangen war. Vorsitzender Manfred Böhm wies in seinem Schreiben unter anderem darauf hin, dass einige Verzögerungen coronabedingt entstanden seien. Außerdem hätten sich die Verhandlungen mit dem Abwasserzweckverband und der Gemeinde immer wieder verzögert.

Weil die Rechnungen vom Sempt EW dann erst Ende des Jahres eingetroffen seien, habe man die Frist 1. November nicht einhalten können. Böhm wies außerdem darauf hin, dass die Kosten letztlich nur deshalb entstanden seien, weil die Country Gringos einer Teilung des Grundstücks für die Torpedos zugestimmt hätten und die bestehenden Anschlusspunkte deshalb für den Verein nicht mehr erreichbar waren. „Ich denke schon, dass hier eine besondere Härte vorliegt“, schloss Böhm sein Schreiben.

„Wir haben Förderrichtlinien, und wenn wir jetzt genehmigen, dann kommt jeder daher“, meinte Andreas Eschbaumer (CSU), der den Antrag ablehnen wollte. Einen Kompromiss brachte schließlich Leo Brenninger (BE), der dafür plädierte, den Zuschuss 2022 zu geben. Das fand Zustimmung. So erhalten die Country Gringos kommendes Jahr 15 Prozent Zuschuss.  

wk

Rubriklistenbild: © Vroni Macht

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