Gemeinderat Moosinning 

Hoffen auf 90-Prozent-Zuschuss

Die Gemeinde Moosinning bewirbt sich um eine hohe Förderung für den Schulausbau.

Moosinning – Die Gemeinde Moosinning muss „Gas geben“ und „in die Puschen kommen“, wie sich Bürgermeisterin Pamela Kruppa im Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss äußerte. Es geht um die Grundschule, für deren Um- und Ausbau für das kommende Jahr 1,5 Millionen Euro vorgesehen sind. Heuer ist bereits eine Viertelmillion Euro eingeplant, ebenso viel soll 2020 ausgegeben. Zusammen mit einem schon gebildeten Ausgaberest von 200 000 Euro summiert sich die Gesamtinvestition auf deutlich über zwei Millionen Euro.

Das sind die Zahlen, die der Ausschuss nicht einmal mehr diskutierte. Wohl aber hat die Bürgermeisterin ein Zuschussprogramm aufgetan, für das sich die Gemeinde aber beeilen müsse, um da noch reinzukommen. Es sei, berichtete sie, eine Art Konjunkturprogramm, das vor allem für Kommunen gedacht sei, denen es finanziell nicht so rosig gehe.

„Kann gut sein, dass wir da gerade noch drunter fallen“, sagte sie. Dann gebe es vom Freistaat Bayern eine Finanzspritze von satten 90 Prozent zu den förderfähigen Kosten. Der Ausschuss zeigte sich angetan von diesen Möglichkeiten, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zu erwartenden Neuverschuldung, die für Investitionen dieser Größe unvermeidlich sei.

Bewerbungsschluss für dieses Förderprogramm ist nach den Worten der ersten Bürgermeisterin bereits Ende April. Bis dahin müssen die Antragsunterlagen komplett sein. Wie berichtet hatte der Gemeinderat im November beschlossen, die Schule in Eichenried zu schließen, dafür in Moosinning anzubauen. Als diese Entscheidung fiel waren mögliche Förderungen noch unklar. Bekannt war allerdings schon damals, dass es wegen fehlender Wirtschaftlichkeit für eine Sanierung des Eichenrieder Schulhauses keinen Zuschuss des Freistaates geben würde. Die Renovierung wäre genauso teuer geworden wie die geplante Maßnahme in Moosinning.

von Klaus Kuhn

Rubriklistenbild: © dpa

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