Gemeinderat Moosinning 

Neues Feuerwehrhaus im Gewerbegebiet?

Zieht die Moosinninger Feuerwehr ins Gewerbegebiet Am Bleichbach? Diese Alternative hat der Gemeinderat diskutiert. Auch die B 388-Ortsumfahrung war Thema.

Moosinning Die Gemeinde Moosinning braucht dringend ein neues Feuerwehr-Gerätehaus. Allerdings hat die Gemeinde noch kein Grundstück dafür gefunden. Bürgermeisterin Pamela Kruppa berichtete im Gemeinderat, dass in den nächsten Wochen möglicherweise eine Klärung in dieser Frage herbeigeführt werden könne.

Mit Rücksicht auf die Eigentümer einer ins Auge gefassten Fläche seien die Gespräche erst einmal ausgesetzt worden, deutete sie am Dienstag an. Allerdings meinte sie auch, dass die Gemeinde einen Plan B brauche. Hierzu könne die Gemeinde möglicherweise auf neulich erworbene Flächen im Gewerbegebiet Am Bleichbach zurückgreifen. „Das muss ins Auge gefasst werden“, so die Rathauschefin.

Der Gemeinderat hatte in der gleichen Sitzung nur wenige Minuten zuvor den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst und den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München mit der Durchführung des Bauleitverfahrens beauftragt. Wie berichtet, soll hierher auch der Wertstoffhof umziehen. Die Feuerwehr könnte nachkommen.

Hintergrund für die erneute Thematisierung war eine Besichtigung der Gerätehäuser in Moosinning und Eichenried durch die Kreisbrandinspektion, die eine Reihe von Mängeln zutage gefördert hatte. So müssen die Eichenrieder ihren Schlauchbestand erweitern und sich um die Belüftung der Treibstofflagerstätte kümmern. Dieses Problem wird bereits bearbeitet. Kruppa berichtete, mit Kommandant Franz Demmel bereits gesprochen zu haben.

In Moosinning besteht das selbe Problem mit dem Treibstofflager, allerdings will man dort wegen des geplanten Neubaus keine Investitionen mehr vornehmen. Kommandant und Gemeinderat Georg Humplmair bestätigte das.

Als im Gemeinderat die Flächen am Freizeitgelände angesprochen wurden, wo die Gemeinde bekanntlich auch Eigentümerin ist, musste Humplmair abwinken: „Das Gelände liegt so weit außerhalb, dass es Probleme mit der Hilfsfrist gäbe.“

Ein weiteres wichtiges Thema war die Umfahrung von Moosinning und Eichenried. Die dritte Anhörung im Rahmen der Gesamtfortschreibung des Regionalplans München bot dazu eine erneute Gelegenheit. So wurde die Forderung, den Korridor für genau diese Umfahrung offen zu halten, in die Stellungnahme aufgenommen. Parallel dazu berichtete Kruppa, dass ein Termin mit der Baubehörde zu diesem Thema anstehe.

Dass Eichenried in einem regionalen Grünzug liegt und damit in seiner Entwicklung beeinträchtigt ist, wollen die Räte ebenfalls geändert sehen. Damit ist im bisherigen Verfahren die Gemeinde nicht durchgedrungen. Statt dessen heißt es: „Eine funktionsgerechte Siedlungsentwicklung von Eichenried ist auch ohne die geforderte Grünzugrücknahme möglich.“ Was jetzt eine „funktionsgerechte Siedlungsentwicklung“ sein soll, konnte auf Nachfrage aus dem Rat nicht einmal die Bürgermeisterin auf Anhieb klären und will eine Antwort auf diese Frage nachreichen. Die B 388-Umfahrung befindet sich mit Erding, Bockhorn und Taufkirchen im Bundesverkehrswegeplan im „vordringlichen Bedarf“.

Von Klaus Kuhn

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