Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
1 von 29
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
2 von 29
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
3 von 29
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
4 von 29
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
5 von 29
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
6 von 29
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
7 von 29
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder
8 von 29
Großübung am Moosinninger Weiher - die besten Bilder

Großübung am Moosinninger Weiher

Vermisstensuche zu Land und zu Wasser

  • schließen

Ein Jugendzeltlager am Moosinninger Weiher. Plötzlich zieht ein Unwetter auf, Blitze schlagen ein. Es gibt Verletzte, Menschen werden vermisst. Dieses Szenario hatten sich DLRG, TSC Barracuda und Rettungshundestaffel Oberbayern für eine Großübung ausgesucht.

Moosinning – Angespannt nimmt Sammy Witterung auf, rennt los, flitzt Schutt- und Geröllberge hoch und runter. Plötzlich bleibt der acht Jahre alte Labrador stehen, schnüffelt – und schlägt an. Hundeführer Gerhard Schuller weiß, dass er sich auf seinen tierischen Kollegen verlassen kann. Der ausgebildete Trümmerhund hat in den vergangenen sechs Jahren bereits 81 Einsätze absolviert.

Heute hat er auf dem Gelände der Bauschutt-Recyclingfirma von Franz Schindlbeck an der B 388 zwei Verletzte aufgespürt – einen leicht lädierten Mann und ein Mädchen mit offenem Bruch am Bein. „Hierher!“ ruft Schuller, und die Truppfrauen Petra Rieder und Betty Edel hasten zu den Verletzten, um Erste Hilfe zu leisten.

Betreuer vermisst, Kinder irren umher

Der Hundeführer ruft Sammy zurück, wäscht ihm mit einer Handvoll Wasser die Nase ab und schickt ihn wieder los, um einen zweiten Vermissten zu suchen. Kurze Zeit danach schlägt er wieder an. Der Labrador hat einen kleinen Buben mit Brandverletzungen entdeckt, der in einer Betonröhre steckt. Kurz darauf ist ein Fahrzeug der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Erding zur Stelle, das die Verletzten nach der Erstversorgung aufnimmt und zu einem Sammelpunkt bringt. Von da aus wären sie mit dem Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht worden – wenn hier nicht nur eine Übung zu erleben gewesen wäre.

„Die Großübung wurde von der DLRG Erding, dem Tauchsportclub TSC Barracuda und der Rettungshundestaffel Oberbayern gemeinsam organisiert“, erklärt Verena Schuller, Vorsitzende des TSC Barracuda. Die Rettungshundeteams kamen von den Feuerwehren Aschheim und Garching-Hochbrück. Als Katastrophenort wurde der Moosinninger Weiher gewählt.

Leichenspürhund Alex schlägt an

Das Szenario beginnt in einem erdachten Jugendzeltlager auf dem Eisstockgelände. 26 Kinder und zehn Betreuer verbringen einen ruhigen Tag, als plötzlich Sturmböen, Regen und Hagel über sie hereinbrechen. Blitze schlagen ein, es brennt. Kinder irren traumatisiert und schwer brandverletzt durch die Umgebung, es werden zwei erwachsene Brandopfer in der Nähe des Weihers gesichtet. Von drei Erwachsenen fehlt jede Spur. Erschwerend kommt hinzu, dass DLRG und Hundestaffel auf sich allein gestellt sind, da der reguläre Rettungsdienst bei einem Großbrand in Erding im Einsatz ist und Hubschrauber aufgrund der Wetterlage nicht starten können.

Sich diese Wetterlage vorzustellen, fällt am Übungstag allerdings schwer. Das Thermometer zeigt 24 Grad, die späte Aprilsonne knallt mit aller Kraft vom wolkenlosen Himmel. Erste Badegäste bevölkern den Moosinninger Weiher und schauen neugierig dem Treiben der Lebensretter zu.

Nach der (gedachten) Alarmierung um 13.18 Uhr und dem Eintreffen der Rettungskräfte besprechen die Einsatzleiter die Lage. Als Übungsleiter wacht Erdings DLRG-Chef Stefan Miklos über die Aktion, als Einsatzleiter ist Herbert Aiblinger von der DLRG Mühldorf zuständig. Mit Fabian Puchelt, der als Staffelleiter der BRH-Rettungshundestaffel den Einsatz der Vierbeiner koordiniert, besprechen sie das weitere Vorgehen.

Geprobt wird der Einsatz auf dem Wasser. Die Wasserretter befahren mit dem Boot den Weiher, um nach vermissten Personen zu suchen. Dann kommt Leichenspürhund Alex mit aufs Boot. Dass er tatsächlich mehrmals anschlägt, liegt daran, dass die Organisatoren vorher ein präpariertes Leichentuch im See versenkt haben: Der Hund erschnüffelt die davon aufsteigenden Gasblasen. Die Stelle, an denen er sich meldet, werden in einem GPS-Gerät markiert. Danach kommt ein zweiter Hund zum Einsatz. Mit Hilfe der elektronischen Markierungen kann so die Stelle eingegrenzt werden, an der schließlich die Taucher weitersuchen.

„Die Kommunikation war sehr gut“

Drei von ihnen – so wollte es am Samstag das Drehbuch – bekommen ebenfalls vor Erschöpfung Probleme und müssen selbst gerettet werden. Auch das klappt nahezu reibungslos, alle können an Land gebracht und medizinisch versorgt werden.

In der Zwischenzeit werden auf einem Feld ganz in der Nähe durch die Rettungshunde ein stark blutender Mann und eine Frau mit Brandverletzungen gefunden. Mit Blaulicht und Martinshorn rasen die Retter dort hin, nach der Erstversorgung werden diese Menschen ebenfalls zunächst in den Wasserwacht-Stützpunkt am Weiher gebracht. Um 16.25 Uhr sind alle Verletzten geborgen und versorgt, die Übung ist zu Ende.

Einsatzleiter Aiblinger zieht eine positive Bilanz: „Am Anfang war es ein bisschen chaotisch, aber für eine Übung lief es optimal.“ Erprobt haben die Retter auch, wie sie mit dem Combi Carrier, einer speziellen Rettungstrage, einen Verletzten am besten aus einem Schlauchboot bugsieren können. „Das war eine neue Erfahrung“, sagt Miklos, „aber dafür üben wir es ja“.

Dafür, dass die DLRG-Mannschaften aus Erding und Mühldorf in dieser Konstellation auch mit den Rettungshunden noch nie zusammengearbeitet haben, sei die Aktion sehr gut verlaufen, lobt Miklos. „Es gab keine Verzögerungen durch Unklarheiten oder Kompetenzstreitigkeiten. Die Kommunikation war sehr gut“, zeigte er sich zufrieden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

ED
Biersee auf der B 388 - Folgenreicher Unfall im Berufsverkehr
Der Sattelzug eines Getränkelogistikers hatte am Freitagmorgen kurz nach 7 Uhr auf der B 388 seine - ziemlich flüssige - Ladung verloren.
Biersee auf der B 388 - Folgenreicher Unfall im Berufsverkehr
Erding
Weiß-blaue Behaglichkeit in allen Gassen
Volksmusik in der ganzen Stadt: Drei Tage lang wurde Brauchtum in Erding gelebt – von der Grundschule über die Gasthäuser, Kirchen, Bauernhausmuseum bis zum Seniorenheim.
Weiß-blaue Behaglichkeit in allen Gassen
Erding
Gymnasium feiert Geburtstag in einer Jazz-Kneipe
Zu einer heimeligen Jazz-Kneipe wurde am Samstagabend das Anne-Frank-Gymnasium umfunktioniert. Unter dem Titel „Jazz Stories“ nahmen Ehemalige, Schüler und Lehrer der …
Gymnasium feiert Geburtstag in einer Jazz-Kneipe
„A hervorragende G’schicht“
Schwindkirchen - Besser kann ein Festwochenende kaum sein: Herrliches Wetter, volles Zelt – der Burschenverein Schwindkirchen hat zum 33-jährigen Bestehen offenbar alles …
„A hervorragende G’schicht“

Kommentare