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Hautnah-Festival der Country Gringos: 2200 Euro für den Helferkreis Anton

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Von: Markus Ostermaier

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Old Stable Gamblers heißt die eigene Band der Moosinninger Country Gringos. Sie war eine der 13 Musikgruppen, die beim Hautnah-Festival im Festzelt auftraten.
Old Stable Gamblers heißt die eigene Band der Moosinninger Country Gringos. Sie war eine der 13 Musikgruppen, die beim Hautnah-Festival im Festzelt auftraten. © Markus Ostermaier

Das Hautnah-Festival der Country Gringos Moosinning mit 13 Bands an zwei Tagen hat 2200 Euro für den Helferkreis Anton gebracht.

Schnabelmoos – Allerlei Rock-, Blues- und Countrymusik in besonderem Ambiente war am Wochenende in Moosinning geboten. 13 Bands waren beim Hautnah-Festival der Country Gringos in deren Westernstadt in Schnabelmoos zu Gast. Die zweitägige Veranstaltung stand unter einem guten Zweck: 2200 Euro wurden für den Helferkreis Anton gesammelt.

Die Country Gingros bestehen seit 1989, ihre ganz eigene Westernstadt haben sie jedoch erst seit dem Vorjahr. Vor drei Jahren starteten die Bauarbeiten, 2021 wurde die Gringo City in Eigenleistung fertiggestellt. Salon, Steakhaus und Co. existieren nun dauerhaft im Moosinninger Außenbereich Schnabelmoos (wir berichteten). Nun gab es das erste größere Veranstaltungswochenende ohne Pandemie-Auflagen, das erneut einem guten Zweck diente. Denn die Country Gringos zeichnet schon seit ihrer Vereinsgründung ein soziales Engagement aus, wie Manfred Böhm (65) – seit 16 Jahren Vorsitzender – im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte.

Country Gringos engagieren sich schon immer für den guten Zweck

In der Vergangenheit wurde beispielsweise für leukämieerkrankte Kinder aus der Region oder für ein Waisenhaus in Indien nach einem Tsunami gesammelt. Zum Hautnah-Festival bewegte den Verein das Schicksal des Moosinninger Jugendlichen Anton, der bei einem tragischen Unfall im Vorjahr beide Hände verlor (wir berichteten).

„Ich kenne Anton und seine Familie persönlich. Mein Sohn hat schon mit ihm Fußball gespielt“, erzählte Böhm. Für die Gringos stand sofort fest, dass sie heuer den Helferkreis Anton finanziell unterstützen wollen. Drei beziehungsweise fünf Euro kostete der Eintritt an den zwei Festivaltagen. Für den geringen Preis war viel geboten. Jeweils 300 Gäste, einige mit passender Country-Kleidung und Hüten, schlenderten am Freitag und Samstag neugierig durch die liebevoll gestaltete Westerngasse.

Musikalische Unterhaltung gab es im extra aufgebauten Festzelt. Alle 13 Bands berechneten nur eine geringe Gage. Am Freitag standen die Gruppen Bird Attack, Clayton, RockWord und Soulman auf der Bühne. Neun Gruppen waren es am Folgetag, darunter die Erdinger Band BNO, Puls, Floyd Roses, Melody Brothers und Last Exist am Nachmittag.


In der Westernstadt in Schnabelmoos herrschte am Wochenende reges Treiben
In der Westernstadt in Schnabelmoos herrschte am Wochenende reges Treiben. Die Gäste fühlten sich in der besonderen Atmosphäre der Gringo City sichtlich wohl. © Markus Ostermaier

Den Abend läuteten schließlich die Country Gringos selbst ein. Ihre eigene Band, die Old Stable Gamblers, besteht seit etwa 25 Jahren und gründete sich aus dem kostenlosen Vereinsgitarrenunterricht von Manfred Böhm. Die aktuelle Besetzung mit ihm sowie Richard Lerch an der Akustikgitarre, Sängerin Brigitte Kettenstock, Sologitarrist Peter Schneider, Christian Buchner am Bass und Schlagzeuger Rudolf Dengler besteht seit vier Jahren. Auch wenn am Samstagabend im Zelt Platz für noch mehr Besucher gewesen wäre, genossen die anwesenden Gäste die Live-Musik sichtlich.

Nach einem überzeugenden Auftakt mit „Wild West Show“ zeigten die Old Stable Gamblers einen 45-minütigen Ausschnitt ihres Repertoires, das einige aktuelle Lieder enthält wie Bon Jovis-Lockdown-Nummer „Do what you can“ oder Songs von Brooks & Dunn und Miranda Lambert. Die Erfahrung und die Freude der Band an der Musik waren stets zu spüren.

2200 Euro für den Helferkreis Anton

Wie gut und harmonisch die Old Stable Gamblers vierstimmig klingen, zeigten sie am Ende mit ihrer Live-Premiere von „Hole in the world“ – eine ernste Hymne der Eagles gegen Gewalt und Krieg. Ein schöner, besonderer Moment, der viele Gäste zum Mitklatschen motivierte, aber auch nachdenklich stimmte.

Anfangs wagten sich nur drei Linedancerinnen aufs Mittelgang-Tanzparkett, mit dem weiteren Verlauf des Abends wurde aber auch das restliche Publikum lockerer. Viel mitgesungen und getanzt wurde im Anschluss bei den Auftritten von Nicks Noise, RoxBoxx und Dust my Roof. Gelungene Coverversionen von AC/DC, Johnny Cash, Linkin Park, Joe Cocker und Robbie Williams sorgten für ordentlich Stimmung.

Die Country Gringos sind mit beiden Festivaltagen zufrieden. „Es war wie immer friedlich und eine super Stimmung. Nur am Samstag wurde es mit fünf bis sechs Grad sehr kalt, und die Bands hätten noch mehr Zuhörer verdient gehabt“, bilanziert Böhm. Aus Benefiz-Sicht hat es sich aber definitiv gelohnt. 2027 Euro kamen für den Helferkreis durch den Eintritt und weitere Spenden zusammen. Diesen Betrag stocken die Mitglieder der Gringos noch auf 2200 Euro auf, kündigt der Vorsitzende an. Die nächste Veranstaltung in der Gringo City ist das Country-Fest am 16. Juli – erneut zugunsten des Helferkreises.

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