Gemeinde Moosinning

Helferkreis darf berichten

Moosinning – Aktuelle Infos in jeder öffentlichen Sitzung

Um die Ernennung eines Asylbeauftragten im Gemeinderat hat der Helferkreis Asyl bereits mehrmals gebeten – bislang ohne Erfolg (wir berichteten). Jetzt hat er eine Alternative erarbeitet und damit für Dissonanzen zwischen Verwaltung und Gemeinderat gesorgt, am Ende aber Zustimmung bekommen.

Die Moosinninger Helferkreis-Mitglieder sind sich sicher: Eine enge Kommunikation zwischen Kommune und Helferkreis ist unerlässlich. Deshalb bieten die Ehrenamtlichen an, den Gemeinderat zu Beginn jeder öffentlichen Sitzung in einem fünfminütigen Bericht über den Stand der Flüchtlingsarbeit in Moosinning zu informieren. Man will unter anderem berichten, wie viele Personen sich aktuell in den Unterkünften am Auweg und an der Lindenstraße aufhalten. Auch der Aufenthaltsstatus der Asylbewerber, geplante Aktivitäten zur Integration sowie Probleme, die den Frieden innerhalb der Gemeinde betreffen, könnten hier thematisiert werden.

Der Gemeinderat hatte nichts gegen das Angebot, regelmäßig informiert zu werden. Die Verwaltung schränkte jedoch in ihrer Stellungnahme ein: „Dazu ist es aber nicht erforderlich, in den Sitzungen des Gemeinderats einen eigenen festen Tagesordnungspunkt einzurichten.“ Diese Meinung sorgte für fassungsloses Kopfschütteln bei den anwesenden Mitgliedern des Helferkreises.

Ein weiteres Argument gegen die regelmäßigen Berichte fand Bürgermeisterin Pamela Kruppa (CSU): „Es gibt sehr viele Vereine, die auch oft neue Entwicklungen haben.“ Diese hätten in den Sitzungen auch kein Rederecht. Mit ihrer Ablehnung fand Kruppa allerdings keine Mehrheit. Zahlreiche Gemeinderäte bezogen Stellung für den Helferkreis.

„Wir müssen uns enger mit denen verbinden. Sie übernehmen eine ganz wichtige Aufgabe“, sagte Vize-Bürgermeister Manfred Lex (CSU). Er schlug vor, eine dreimonatige Probezeit einzuführen. Seine Fraktionskollegin Katrin Hennig stärkte ihm den Rücken: „Wir können froh sein, dass wir sie hier haben.“

Werner Fleischer, 3. Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender der Bürgerschaft Eichenried, betonte, man solle den Asylhelferkreis keinesfalls auf eine Stufe mit den Vereinen stellen. Er bezeichnete den Helferkreis als Gemeindeorgan auf freiwilliger Basis: „Die sind außerordentlich wichtig für uns.“ Richard Döllel (SPD) sagte, der Helferkreis könne für Klargeit sorgen. „Man hört ja oft die wildesten Gerüchte. Die könnten ganz leicht in fünf Minuten geklärt werden.“

Am Ende beschloss der Gemeinderat, die Berichte des Helferkreises zuzulassen.  

ja

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bei diesen Leistungen platzt der Schulleiter vor Stolz
„Wer friert uns diesen Moment ein? Besser kann es nicht sein!“ Mit Andreas Bouranis Nummer-eins-Hit „Auf uns“ begannen die Absolventen der Herzog-Tassilo-Realschule …
Bei diesen Leistungen platzt der Schulleiter vor Stolz
ZDF dreht dritten Fall der Krimireihe „Schwarzach 23“ in Finsing
Derzeit wird in München und Umgebung der dritte Film der ZDF-Krimireihe „Schwarzach 23“ gedreht. Das Filmteam ist auch in der Gemeinde Finsing unterwegs.
ZDF dreht dritten Fall der Krimireihe „Schwarzach 23“ in Finsing
Bahnunfall bei Dorfen: Mann schwebt in Lebensgefahr
Auf der Bahnstrecke München - Mühldorf hat sich in der Nacht auf Samstag ein schwerer Bahnunfall ereignet. Ein Mann wurde kurz vor 1 Uhr auf Höhe des Bahnübergangs …
Bahnunfall bei Dorfen: Mann schwebt in Lebensgefahr
Metzgerei Wintermayr schließt
Nach fast 40-jähriger Geschäftstätigkeit in Forstern schließt die Metzgerei Wintermayr zum Monatsende. Immer weniger Kunden, immer mehr Bürokratie und keine Nachfolger: …
Metzgerei Wintermayr schließt

Kommentare