Gemeinderat Moosinning

Helferkreis will mehr Unterstützung

Moosinning – Klare Forderungen richteten die Mitglieder des Helferkreises Asyl Moosinning an die Gemeinderäte. Sie waren zur Sitzung geladen, um sich und ihre Tätigkeiten vorzustellen.

„Was brauchen wir?“ war ein ausführlicher Punkt in der Präsentation von Manfred Böhm, Susanne Wohlberg und Stefan Kölblin. Die Ehrenamtlichen fordern mehr Unterstützung seitens der Gemeinde. Ein Wunsch: ein regelmäßiger Informationsaustausch, um über aktuelle Probleme sprechen zu können.

Unterstützung benötigt werde auch bei der Suche nach Räumlichkeiten. „Wir brauchen beispielsweise einen Lagerraum für die Kleidung, denn dann könnten wir eine Kleiderkammer einrichten, in die durchaus auch bedürftige Moosinninger kommen können“, sagt Stefan Kölblin. Auch für die Sprachkurse werden aktuell geeignete Räume gesucht.

Ein wiederkehrendes Thema sei zudem die Job-Suche für Flüchtlinge. Die Helferkreis-Mitglieder hoffen auf Mini-Job-Angebote seitens des Bauhofs. „Mit der Nachbarschaftshilfe funktioniert das auch sehr gut. Da gehen einige Asylbewerber beispielsweise für andere Menschen zum Einkaufen.“ Eine Bitte richtet der Helferkreis Asyl zudem an die Gewerbetreibenden im Umkreis: „Wenn irgendwer ein Jobangebot hat, kommt auf uns zu“, sagt Susanne Wohlberg.

Doch nicht nur Forderungen an die Gemeinde waren Inhalt der Präsentation. Wohlberg gab einen Einblick in die alltäglichen Aufgaben, die der Helferkreis zu bewältigen habe. Das seien zum Beispiel der regelmäßige Sprachunterricht sowie eine Einkaufsbegleitung direkt nach der Ankunft. Helferkreissprecher Manfred Böhm hofft, den Gemeinderat durch die Vorstellung für das Thema sensibilisiert zu haben. „Vielleicht findet sich dann doch noch jemand, der sich als Ansprechpartner für Asylthemen zur Verfügung stellt“, richtete er das Wort an die Runde.

Konfrontiert wurden die Gemeinderäte auch mit der Tatsache, dass mittlerweile sechs Flüchtlinge anerkannt wurden. „Sie haben ihre Auszugsaufforderung bereits erhalten. Wenn sie raus müssen, werden sie sich obdachlos melden und eine Unterbringung bei der Gemeinde beantragen“, vermutet Kölblin. Susanne Wohlberg betont: „Dann kann man nicht mehr einfach sagen, das geht mich nichts an.“ Sie hofft auf die Ernennung eines Wohnungslotsen, der den Helferkreis bei der Suche unterstützen soll.

Manfred Lex, der die Gemeinderatssitzung stellvertretend für Bürgermeisterin Pamela Kruppa leitete, zeigte sich dankbar für die Präsentation: „Ich habe wirklich Respekt. Ohne den Helferkreis würde das in der Gemeinde nicht so gut funktionieren.“

Die Vorstellung des Helferkreises Asyl haben die Ratsmitglieder zur Kenntnis genommen. Abstimmung war nicht nötig.

Julia Adam

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