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Auf nach Moosinning: Kabarettist Helmut A. Binser gastiert am 20. April bei den Harmonie-Schützen. 

Interview: Musikkabarettist Helmut A. Binser 

„Bier ist ein bisserl mein Lieblingsthema“

Die Zuschauer zum Lachen zu bringen, ist für Helmut A. Binser die höchste Form der Glückseligkeit.

Moosinning – Im Interview verrät der oberpfälzische Musikkabarettist, wie er das bei seinem Publikum bei der 120-Jahr-Feier der Moosinninger Harmonie-Schützen schaffen möchte.

-Herr Binser, seit wann stehen Sie auf der Bühne?

Helmut A. Binser: Seit 2009. Das hat sich ziemlich zufällig ergeben. Jemand ist ausgefallen, und ich bin eingesprungen. Es waren nur zehn Minuten, aber das ist so gut gelaufen, dass ich auf einmal ganze Abende gestalten sollte.

-War das ein Kindheitstraum?

Binser: Für mich ist auf jeden Fall ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich kann das machen, was mir gefällt. Ich fahre zum Auftrittsort, und wenn die Zuschauer so viel gelacht haben, dass ihnen der Bauch weh tut, fahre ich wieder heim. Das gibt es nicht in vielen Berufen.

-Sie kombinieren Kabarett mit Musik. Wann haben Sie ihr musikalisches Talent entdeckt?

Binser: Zum Leidwesen meiner Eltern schon als Kind. Weil ich wohl ein Autoritätsproblem habe und nicht auf meine Lehrer höre, wie sich in der Schulzeit bereits gezeigt hat, habe ich mir alles selbst beigebracht. Mit 15 habe ich meine erste Gitarre gekauft. Es hat doch jeder den Traum, als Rockmusiker durchzustarten. Mich hat aber auch die bayerische Musik schon immer interessiert, also habe ich sie in mein Programm eingebaut. Das lockert es noch mal auf.

-Am 20. April spielen Sie in Moosinning ihr Programm „Wie im Himmel“. Worum geht’s?

Binser: Um die bayerische Lebenswirklichkeit, das Leben auf dem Land und Ausflüge in die Stadt. Es geht auch viel um Glück und Pech. Und ums Bier natürlich auch, das ist ein bisserl mein Lieblingsthema. Das passt in Moosinning ja ganz gut, das findet ja im Bierzelt statt. Mein Ziel ist es, einen Lachanfall bei den Leuten auszulösen. Ich war schon früher eher der Klassenkasperl, vor allem in der Jugend, wenn man den Damen imponieren wollte.

-Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Binser: Natürlich ist viel aus dem privaten Umfeld dabei. Ich beobachte einfach, setze mich etwa mit an den Stammtisch und höre zu, was da so erzählt wird. Außerdem bin ich viel unterwegs. Wenn ich mich nach meinem Programm noch mit dem Publikum unterhalte, wird auch viel erzählt. Ich zücke dann immer das Handy und schreibe mit. Jeder hat lustige Momente, aber keiner schreibt sie auf. Das wäre aber meine Empfehlung, denn dann sieht man einmal, wie reichhaltig das Leben ist.

- „Wieder Dahoam“ ist der Titel Ihres Buchs, das Sie kürzlich veröffentlicht haben. Wie kam es dazu?

Binser: Ich wollte einfach ausprobieren, ob ich das kann, und wollte aufschreiben, was vor dem Kabarett war. Was ich vorher erlebt habe, war schließlich nicht weniger interessant. Ich erzähle, warum ich wieder zurück in meine Heimat gezogen bin. Außerdem ist das Buch eine Befürwortung für das Leben auf dem Land, dort ist alles ein bisschen entschleunigt.

-Können sich Ihre Fans auf weitere Bücher freuen?

Binser: Ja, auf jeden Fall. Ich habe schon ein paar Ideen. Zum Beispiel würde ich gerne mal über Kreisligafußball schreiben, da habe ich ja jahrelang selbst als sogenannter Vorstopper die Gegner umgehauen. Jetzt schreibe ich erst an meinem neuen Programm, und danach werde ich mich vielleicht mit einem Buch beschäftigen. So etwas dauert ja länger, ungefähr so wie eine Schwangerschaft.

-Die Moosinninger Schützen feiern 120-jähriges Bestehen. Sind Sie selbst in Vereinen engagiert?

Binser: Bei den Schützen zwar nicht, aber unter anderem bei den Burgfreunden, im Tennisverein, im Sportverein und bei der Feuerwehr. Solche Vereine bringen sich ins Dorfleben und in die Gesellschaft ein. So kommunizieren die Menschen miteinander und sitzen nicht nur vorm Fernseher. Das ist sehr wichtig.

-Was wünschen Sie dem Verein für die Zukunft?

Binser: Natürlich, dass nur noch Zehner geschossen werden. Und dass sie weitere 120 Jahre bestehen. Wenn sie das schaffen, verspreche ich, dass ich da gerne wieder spiele, sofern es die Medizin zulässt. 120 Jahre sind ja eine lange Zeit.

Das Gespräch führte Julia Adam.

Karten

gibt’s für 17,50 Euro online auf www.harmonie-moosinning.de, auf www.helmut-a-binser.de und für 19 Euro an der Abendkasse . Einlass am Donnerstag, 20. April, ist ab 18 Uhr, Beginn um 20 Uhr.

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