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Verlassen und verfallen: Das Bistro Riff ist ebenso wie die dazugehörige Terrasse zwangsweise geschlossen. 

Brandschutzmängel

Juristisches Tauziehen ums Sportcafé Riff

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Früher war es ein beliebter Treffpunkt in Moosinning. Besonders die Gäste am Badeweiher schätzten das Riff, machten hier gerne Brotzeit. Doch seit einigen Monaten ist das Lokal geschlossen, verfällt zusehends. Wann und ob es überhaupt wieder öffnet, steht in den Sternen.

Moosinning – Das Riff, das 1999 am Moosinninger Freizeitgelände eröffnet wurde, gehört der Gemeinde und war viele Jahre eine Institution. Es diente unter anderem als Vereinslokal des FCM. Auf der Rückseite befindet sich das Tennisheim, und auch die DLRG nutzt einige Räumlichkeiten. „Im Sommer schätzen die zahlreichen Badegäste die angenehme Atmosphäre auf der Terrasse ebenso wie der eine oder andere Ausflügler, der dort ebenso zu bodenständigen Preisen sein Getränk oder sein Essen einnehmen kann“, war auf der Homepage des FC Moosinning zu lesen. Jetzt aber steht das Lokal leer, und es droht ein juristisches Tauziehen.

Die ersten Jahre kümmerte sich die Riff GbR ums Bistro. Seit vergangenem Jahr nun ist die Fendt GbR, bestehend aus den Brüdern Bastian und Dominik Fendt, Pächter des Riff. Seit Dezember 2017 ist das Lokal nun geschlossen – wegen schwerer brandschutztechnischer Mängel. „Mit Schreiben der Pächter Fendt GbR vom 1. Dezember 2017 wurde das Landratsamt um Mitteilung gebeten, ob die Gaststätte brandschutztechnisch und auch statisch als einwandfrei einzustufen ist“, heißt es in einer Stellungnahme des Landratsamts. „Vom Verpächter, Gemeinde Moosinning, wurden die Pächter zuvor über Mängel in der Statik und unzureichenden Brandschutz informiert. Daraufhin erfolgte die Kontrolle durch das LRA, mit dem Ergebnis wie im angefügten Schreiben dargestellt.“

In besagtem Schreiben heißt es, dass bei der Feuerbeschau durch die Gemeinde und Baukontrolle durch das Landratsamt festgestellt worden war, dass im Riff die Brandschutzanforderungen nicht eingehalten wurden, sodass eine Gefahr für Leib und Leben bestehe. Es seien leicht entflammbare Materialien verbaut worden, diverse Rettungswege nicht vorhanden, der bestehende Wintergarten sei ohne Genehmigung gebaut worden.

Das Landratsamt teilte der Fendt GmbH daher im Dezember 2017 mit, „dass eine Nutzung der Aufenthaltsräume im Betriebsgebäude Riff künftig nicht mehr weitergeführt werden kann, da erhebliche Gefahren für Leben und Gesundheit im Brandfall bestehen“. Seitdem ist geschlossen, und die Beteiligten hüllen sich in Schweigen, wie es weitergeht. Moosinnings Bürgermeisterin Pamela Kruppa erklärte auf Anfrage, dass sie keine Auskunft geben dürfe, denn, „wie sagt man so schön: Es ist ein schwebendes Verfahren. Wir befinden uns in der anwaltlichen Klärungsphase.“ Von der Fendt GbR war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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