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Kindergarten St. Joseph: Bald mehr Platz in Eichenried

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Über den fertigen Rohbau freuen sich (v. l.) Dominik Brunner, Christian Schiller, Pamela Kruppa und Michael Koller.
Über den fertigen Rohbau freuen sich (v. l.) Dominik Brunner, Christian Schiller, Pamela Kruppa und Michael Koller. © Michaele Heske

Eichenried – Der Kindergarten St. Joseph in Eichenried wächst um drei Gruppen. Beim Richtfest sagte Bürgermeisterin Pamela Kruppa: „Kinder sind das Wertvollste und Wichtigste, das es im Leben gibt.“

Gemeinsam mit den Zimmermännern stieß Kruppa darauf an. Klirrend fielen die Sektgläser auf den Boden und zersprangen. „Das bringt Glück“, sagte Zimmerer Michael Koller, der den Richtspruch auf dem Dachstuhl hielt. Nur wenige Bürger waren anwesend, und auch der Pfarrer komme erst zur offiziellen Einweihung des neuen Anbaus, sagte Kruppa. Stellvertretend baten die drei Zimmerer um Gottes Segen. „Das ist Tradition.“

Der Bedarf an Kita-Plätzen wächst kontinuierlich in der Gemeinde Moosinning. Früher seien lediglich ein paar Kinder auf der Warteliste gewesen, erklärte Kruppa dazu. Jetzt explodiere die Nachfrage förmlich und stehe in Relation zum Wachstum der Region. „Wir haben geburtenstärkere Jahrgänge“, so die Bürgermeisterin, „die Familien werden wieder größer“.

Außerdem gehöre der Landkreis zur Metropolregion München. Viele Zuzüge ließen sich verbuchen. Eine Herausforderung, der sich die Gemeinde stellen möchte: „Immer mehr Mütter arbeiten mittlerweile in Teilzeit, andere möchten in ihren erlernten Berufen Karriere machen“, erklärte Kruppa. Das sei angesichts des Fachkräftemangels und des gesellschaftlichen Wandels des Frauenbildes auch extrem wichtig.

Schließlich sei die Vereinbarkeit von Familie und Job nicht immer einfach. Zumal auch die Zahl der alleinerziehenden Mütter steige oder bei hohen Mieten oftmals der zusätzliche Verdienst der Frau zwingend sei. Kita-Plätze und ein besseres Betreuungsangebot hätten deshalb Priorität, betonte Kruppa.

In St. Joseph gibt es aktuell drei Kindergartengruppen. Nach der Erweiterung sind es vier, dazu kommen zwei Krippengruppen. Das AWO-Kinderhaus „Am Fehlbach“ in Moosinning war bereits im vergangenen Jahr um zwei Krippen- und eine Kindergruppe erweitert worden.

Doch der Bedarf an Betreuungsplätzen übersteige die räumlichen Kapazitäten der Kitas, räumte die Bürgermeisterin ein. Deshalb stehe der Bau eines neuen Kinderhauses an. Bis dafür ein geeignetes Grundstück gefunden, Planung und Bau abgeschlossen seien, gingen mindestens fünf bis zehn Jahre ins Land, rechnete sie vor. Dabei gehe es ihr nicht nur um den Rechtsanspruch auf Betreuung in der Gemeinde Moosinning: „Wir müssen die Frauen, die sich beruflich weiterentwickeln wollen, auch moralisch, persönlich und praktisch unterstützen. Da gibt es in der Gesellschaft noch viel zu tun.“ (Michaele Heske)

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