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Verschworene Gemeinschaft: Die Kandidaten des Bürgerblocks und ihre Gäste an der verwehten Schneebar. Kostüme waren dabei ausdrücklich erwünscht. 

Bürgerblock Moosinning: Locker in die heiße Wahlkampfphase

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Entspannt geht der Bürgerblock Moosinning in die heiße Wahlkampfphase. Die freien Wähler hoffen wieder auf vier Sitze im Gemeinderat, geben aber keine Bürgermeister-Empfehlung ab.

Moosinning Selbstbewusst und entspannt, so blickt der Bürgerblock (BB) Moosinning der heißen Wahlkampfphase entgegen. Da kann die Kandidaten auch nicht aus der Ruhe bringen, dass die Schneebar im Hof vom Daimerwirt mehr eine Sturmbar war und bei ungemütlichen äußeren Bedingungen ein eher überschaubarer Kreis den Weg dorthin gefunden hatte. „Wir wollen die Gemeindepolitik gestalten wie bisher – offen und ehrlich“, sagt Fraktionsvorsitzender Georg Humplmair und fügt grinsend hinzu: „Und wir werden auch weiterhin überall unseren Senf dazugeben.“

Ziel: Vier Sitze im Gemeinderat - „es darf auch gern einer mehr sein“

Vier Gemeinderäte stellt der BB aktuell, neben Humplmair sind dies Christian Nagler, Helmut Scharlach und Sebastian Wutz, der allerdings nicht mehr antreten wird. „Unser Ziel ist, dass wir wieder vier Mitglieder in den Gemeinderat bekommen, es darf auch gern einer mehr sein“, meint Humplmair. Stolz sei man darauf, so Nagler, „dass wir von der Anwesenheit die stärkste Fraktion sind – selten, dass bei uns mal einer fehlt“. Scharlach lobt die Bürgernähe: „Wir nehmen uns immer den Anliegen der Bürger an – ob’s immer gelingt, ist was anderes.“ Als Beweis für die Bürgernähe führen die Räte ihre offenen Fraktionssitzungen an, „immer am Sonntag vor der Gemeinderatssitzung um 18.30 Uhr beim Daimerwirt“, sagt Scharlach. Und Nagler betont: „Wir machen Politik für die ganze Gemeinde.“

Ortsumfahrung, Hochwasserschutz, Feuerwehrhaus Moosinning, Seniorenarbeit

Was die Schwerpunkte und Ziele der nächsten sechs Jahre betrifft, wie Ortsumfahrung, Hochwasserschutzkonzept, Feuerwehrhaus Moosinning oder Seniorenarbeit – „die hat jede Gruppierung auf der Liste“, gibt Humplmair zu. Ihm liegt aber besonders das Moosinninger Freizeitgelände am Herzen, „dass da was vorwärts geht“. Breitbandausbau sei für ihn das wichtigste Thema, meint Scharlach: „Wenn du in der Gemeinde an der falschen Stelle stehst, hast du keinen Handyempfang – und immer mehr Leute machen ja Homeoffice.“ Humplmair fasst zusammen: „Einfach alles, was man die letzten Jahre hat schleifen lassen, und schauen, dass was vorwärts geht. Wie zum Beispiel beim Gewerbegebiet, wo uns die Firmen davonlaufen.“

Stolz ist man beim Bürgerblock darauf, dass sich in den vergangenen sechs Jahren sehr viele neue Mitglieder der Vereinigung angeschlossen haben und dass auf der 20er-Liste für den Gemeinderat fünf Kandidaten unter 30 Jahren stehen.

Das Thema Sportplatz liegt vielen am Herzen

Einer der Jungen ist Georg Humplmair jun.: „Es interessiert mich, was in der Gemeinde passiert. Es ist gut, dass wir mit einbezogen werden und auch junge Gedanken mit reinbringen können.“ Der 21-jährige kickt beim FC Moosinning, daher ist ihm das Freizeitgelände besonders wichtig – wie seinem Vater, „denn Fußball ist das Moosinninger Aushängeschild“. Für das Thema Sportplatz will sich auch Karin Schilling einsetzen, eine von drei Frauen auf der BB-Liste. „Ich habe drei Kinder und bin viel am Sportplatz, drum bin ich da für die große Lösung“, sagt die Marketing-Assistentin, die seit 40 Jahren in Moosinning lebt und betont: „Ich möchte mich engagieren und einbringen.“

Ganz entspannt ist der Bürgerblock auch bei der Bürgermeisterfrage. „Wir haben selbst keinen Bürgermeisterkandidaten“, sagt Fraktionssprecher Humplmair und betont: „Wir verhalten uns neutral und geben keine Empfehlung.“ Und auch auf Plakate hat der Bürgerblock heuer – wie schon 2014 – verzichtet. Das Geld, das man dafür ausgegeben hätte, hat der BB ans Leserhilfswerk Licht in die Herzen der Heimatzeitung gespendet. „Das ist sinnvoller angelegt“, meint Humplmair schmunzelnd. WOLFGANG KRZIZOK

Sein Wahlprogramm

stellt der Bürgerblock Moosinning am Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr beim Daimerwirt vor.  

wk

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