Der neue Moosinninger Gemeinderat um Bürgermeister Georg Nagler (M.).

Das sind die neuen Gemeinderäte

Moosinnings Gemeinderat wird jünger und weiblicher

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Neben dem nicht unbedingt erwarteten Sieg von Georg Nagler (SPD) in der Bürgermeisterwahl gegen Manfred Lex (CSU) gab es auch im Moosinninger Gemeinderat einige Überraschungen.

Moosinning – Die größte Überraschung im neuen Moosinninger Gemeinderat: Bürgerblock-Urgestein Georg Humplmair, der seit 24 Jahren im Gemeinderat sitzt, hat hat den Sprung ins Gremium um sechs Stimmen verfehlt. Bürgerblock und CSU mussten je einen Sitz abgeben – zugunsten von SPD und AfD.

„Das war eine Niederlage auf der ganzen Linie“, gibt Humplmair unumwunden zu. „Wir haben einen guten Wahlkampf gemacht und Lob von allen Seiten bekommen. Warum es nicht wieder zu vier Sitzen gereicht hat – ich weiß es nicht.“ Was sein persönliches Ergebnis betrifft, so fragt er sich: „Vielleicht war ich oft zu aggressiv in den Sitzungen?“ Auf der anderen Seite habe er immer wieder gehört: „Wenigstens einer, der sich was sagen traut.“ Dass mit dem 23-jährigen Franz Xaver Gaßner ein junger Bursche den Sprung in den Gemeinderat geschafft habe, freue ihn von Herzen.

Ihre vier Sitze gehalten hat dagegen die Bürgerschaft Eichenried, obwohl mit Helmut und Hubert Scherzl zwei altgediente Gemeinderäte nicht mehr angetreten waren. Deren Plätze nehmen nun Sabine Stangl (45) und Verena Fleischer (24) ein. „Erstmals haben wir die Konstellation Vater-Tochter“, sagt Werner Fleischer und fügt grinsend an: „Schauen wir mal, ob das hinhaut.“ Die BE sei sogar haarscharf an einem fünften Platz vorbeigeschrammt, erklärt der Fraktionssprecher. „Ich freue mich über die Gemeinderatskonstellation, denn wir haben viele Junge drin.“ Und was den neuen Bürgermeister Nagler betrifft: „Er kriegt seine Chance. Jetzt kann er zeigen, was er kann“, meint Fleischer.

Dass die SPD einen Sitz dazugewonnen hat, ist für Nagler eine „bärige Sache. Ich bin richtig stolz“. Auch er lobt die Wählerentscheidung, mit Marieluise Eder (21) und Sebastian Weinzierl (33) zwei junge Leute ins Gremium zu hieven. „Eigentlich haben wir ja sogar sechs Sitze“, merkt Nagler an. Durch seine Wahl zum Bürgermeister rückt nämlich der nächst platzierte SPD-Kandidat nach, in diesem Fall Josef Romir, der auf der Liste drei Plätze verloren hatte.

Einige Überraschungen gab es auf der CSU-Liste. Andreas Wachinger und Andreas Humplmair sind neu im Gemeinderat, Manfred Wenninger hat es dagegen nicht mehr geschafft. „Für ihn tut’s mir leid“, sagt Manfred Lex der das bescheidene Ergebnis der CSU auf die „früheren internen Querelen“ zurückführt. Dass die Spitzenkandidaten Christoph Meier und Manuela Marheineke deutlich zurückgefallen sind, erklärt Lex damit, „dass sie in der Gemeinde noch nicht so bekannt sind“.

Humplmair kündigt indes an, als Zuhörer sicher die eine oder andere Sitzung zu besuchen. Und lachend fügt er an: „Sonst müsste ich mir eine Freundin suchen, weil ich nicht weiß, was ich mit meiner Zeit anfangen soll.“

Erstmals im Gemeinderat ist die AfD eingezogen mit Otto Kellermann.

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