Der Moosinninger Badeweiher im Sommer 2019
+
Bei der Gestaltung des Moosinninger Badeweihers will die Gemeinde aktiv werden. Die CSU hatte jetzt für die Liegefläche rund um den Nichtschwimmerbereich ganz konkrete Ideen – mehr Mülleimer und eine bessere Befestigung des Rundwegs zum Beispiel (Archivfoto)

CSU beantragt Maßnahmen für den Moosinninger Badeweiher – Kritik am Vorpreschen

Liegefläche soll aufgehübscht werden

Die Gemeinde Moosinning will bei der Gestaltung des Badeweihers am Freizeitgelände aktiv werden. Da waren sich alle Gemeinderäte in der Sitzung einig. Was bei einigen aber nicht so gut ankam, war das Vorpreschen der CSU bei der Gestaltung der Liegefläche rund um den Nichtschwimmerbereich.

Die CSU-Fraktion hatte im Januar diesbezüglich einen Antrag gestellt und auch gleich einen Ortstermin gemacht – mit Mitarbeitern von Bauhof und Bauamt. Unter anderem ging es um das Entfernen beziehungsweise Versetzen einer Sitzbank, das Aufstellen von zusätzlichen Mülleimern sowie eine Angleichung und bessere Befestigung des Rundwegs. Auch ein Tor zwischen dem bestehenden Zaun und dem DLRG-Gebäude sollte errichtet werden – wegen der Feuerwehrzufahrt und zur Sicherheit der Kinder. Nicht zuletzt stand auch die Entfernung von zwei kleinen Bäumen zur Debatte – was auch schon erfolgt ist.

„Warum mussten die Bäume weg? Jeder sucht doch Schatten“, kritisierte Anneliese Ways (SPD, parteifrei). Es gehe darum, den Grünstreifen zu verbreitern, erklärte Andreas Humplmair (CSU): „Die zwei Bäume, die rausgekommen sind, sind nämlich nicht schattenspendend.“ Das bestätigte Christian Weigand von der Bauverwaltung. „Sie standen neben zwei großen Bäumen, hatten kein Licht und spenden auch keinen Schatten“, erläuterte er. „Es geht auch nur um erste Korrekturen“, beschwichtige Humplmair.

Werner Fleischer (BE) fand den Antrag „sehr gut“ und regte an, eventuell zwei oder drei zusätzliche Bänke aufzustellen. Sebastian Weinzierl (SPD, parteifrei) machte sich für E-Bike-Ladesäulen stark. „Wir haben doch schon alles mal in einem Workshop behandelt und wollten das in einem Gesamtpaket abhandeln“, stellte Christian Nagler (BB) fest. „Wir sollten keine einzelnen Anträge stellen – sonst kommt dann in vier Wochen der nächste.“

Seit Jahren mache der Gemeinderat Workshops und habe Ideen, „aber nichts passiert“, kritisierte Andreas Eschbaumer (CSU) und stellte fest: „Wir fangen jetzt einfach mal an, den Nichtschwimmerbereich aufzuhübschen.“

Richard Döllel (SPD) fand das zwar „grundsätzlich gut“, gab aber letztlich Christian Nagler Recht: „Es sollte vorher im Gemeinderat behandelt, diskutiert und besprochen werden.“

Manfred Lex (CSU) erinnerte daran, dass man bereits vor vier Jahren einen Workshop zum Gemeindepark abgehalten habe, „aber nichts ist passiert“. Und Ways ergänzte: „Die letzten sechs Jahre waren Stillstand, das müssen wir erst aufarbeiten.“ Sie regte an, „dass wir alte Protokolle und Workshop-Unterlagen rausholen und noch mal anschauen“.

Zum Abschluss der Diskussion zeigte sich Humplmair selbstkritisch und meinte: „Vielleicht war das mein Fehler. Ich bin angerufen worden und habe mir das dann gleich angeschaut.“

Letztlich wurde bei zwei Gegenstimmen der Antrag der CSU zur Kenntnis genommen und den vorgeschlagenen Maßnahmen zugestimmt. Weitere Anregungen will man im Rahmen der Überlegungen zur langfristigen Gestaltung des Freizeitgeländes behandeln.

Wolfgang Krzizok

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare