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Moosinning vergibt erstmals einen Kulturpreis

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Von: Wolfgang Krzizok

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Blumen, Urkunden und „tausend gute Wünsche“ gab es für die ersten Moosinninger Kulturpreisträger. Kulturreferent Josef Romir gratulierte Robert Weinfurtner, Renate Schraufstetter und Erwin Hupfer (v. r.).
Blumen, Urkunden und „tausend gute Wünsche“ gab es für die ersten Moosinninger Kulturpreisträger. Kulturreferent Josef Romir gratulierte Robert Weinfurtner, Renate Schraufstetter und Erwin Hupfer (v. r.). © Wolfgang Krzizok

Die Gemeinde Moosinning hat erstmals einen Kulturpreis vergeben. Preisträger sind Renate Schraufstetter und der Trachtenverein Alpenrose.

Moosinning – Jetzt hat auch die Gemeinde Moosinning einen Kulturpreis. Das verkündete Kulturreferent Josef Romir in der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Bürgersaal Eichenried. Renate Schraufstetter und der Trachtenerhaltungsverein Alpenrose sind die ersten Preisträger.

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In seiner Sitzung im September habe der Gemeinderat beschlossen, einen Kulturpreis zu vergeben, erzählte Romir und fügte schmunzelnd an: „Er ist dotiert mit tausend guten Wünschen und einem Buchpreis.“

Die Eichenriederin Schraufstetter erhielt die Auszeichnung für ihr Engagement beim Jubiläum „100 Jahre Ortsname Eichenried“, das in diesem Sommer groß gefeiert wurde (wir berichteten). Dafür habe sie unglaublich viel historisches Material zusammengetragen, einen Festabend sowie eine Ausstellung organisiert.

In ihrer Dankesrede erklärte Schraufstetter, als sie gehört habe, dass sie den Preis erhalte, habe sie im ersten Moment gedacht: „Die haben sich vertan.“ Für sie sei Kultur Musik, Malerei und Schauspielerei, das seien nicht unbedingt ihre Stärken. Sie habe sich überlegt, was sie sagen solle, und habe sich eine Oscar-Verleihung im Internet angeschaut. Dabei habe sich die Schauspielerin in einer langen Rede bei allen Leuten bedankt, „am Schluss haben nur noch der Kaminkehrer und der Postbote gefehlt“. Deshalb wolle sie es kurz machen. Sie freue sich über den Preis, den sie stellvertretend für alle Helfer, die dabei waren, entgegennehme.

Die Moosinninger Trachtler vom Verein Alpenrose „erheitern die Gemeinde seit 50 Jahren mit ihrem Theater“, sagte Romir, als er den weiteren Preis übergab.

Der vor zwei Jahren gewählte Vorsitzende Erwin Hupfer sagte, er habe extra Robert Weinfurtner mitgebracht, „quasi unsere Rampensau“. Der erklärte, dass es verschiedene Arten von Kultur gebe, wie die Alltags- oder die Gemeinschaftskultur. „Kultur bringt Leute zusammen, die an der gleichen Sache Interesse haben“, meinte Weinfurtner und fügte an: „Kultur ist keine Einbahnstraße – sie lebt vom Geben und Nehmen. Denn Gaudi verbindet.“ Und zum Abschluss seiner Dankesrede sagte Weinfurtner: „Kultur ist der Kitt unserer Gesellschaft.“

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