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Der neue Moosinninger Recyclinghof wurde am Mittwoch offiziell eröffnet. 

Offizielle Einweihung

Der neue Recyclinghof in Moosinning: Größer und gut zu erreichen

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120 Wertstoff- und 30 Recyclinghöfe gibt es im Landkreis Erding. Einer davon wurde jetzt neu eröffnet: der Recyclinghof im Moosinninger Gewerbegebiet Am Bleichbach.

Moosinning – Landrat Martin Bayerstorfer blickte dabei kurz zurück auf die Zeit, als der Müll beispielsweise in alten Kiesgruben entsorgt wurde. „Das waren Abfallbeseitigungsorte“, sagte er. Noch heute habe man deshalb vielerorts mit Altlasten zu kämpfen.

Der Moosinninger Recyclinghof war 1997 am Fehlbach in Betrieb genommen worden. 2013 habe der Landkreis die Nachricht bekommen, dass das Gelände überplant werde und ein neuer Standort gesucht werden müsse. Der sei Am Bleichbach gefunden worden.

Neuer Recyclinghof: 2100 Quadratmeter groß

Bayerstorfer erzählte, dass im Kreis Erding die Biotonne vor 28 Jahren eingeführt worden sei und kritisierte: „Es gibt heute Großstädte, die sie immer noch nicht haben – unbegreiflich.“ 1992 sei im Landkreis das Abfallwirtschaftskonzept gestartet. Seitdem habe man eineinhalb Mal so viele Bewohner, die Restmüllmenge sei dagegen um zwei Drittel zurückgegangen. Das gehe nur, „weil die Menschen mitmachen“.

2100 Quadratmeter ist der neue Moosinninger Recyclinghof groß, davon sind 1200 Quadratmeter im geschlossenen Teil. Damit habe der neue Entsorgungshof 50 Prozent mehr Fläche als der alte. „Er ist am richtigen Standort und gut anzufahren“, lobte Bayerstorfer. „Das ist ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.“

„Am Besten wäre es, gar keinen Müll zu produzieren“

Bürgermeisterin Pamela Kruppa fasste sich in ihrer Ansprache angesichts der eisigen Kälte kurz und meinte unter anderem: „Am Besten wäre es, gar keinen Müll zu produzieren.“

Pfarrerin Andrea Oechslen und Gemeindereferentin Rosemarie Huber nahmen die kirchliche Weihe vor. „Das machen wir nicht, weil es Tradition ist, sondern aus christlicher Überzeugung“, sagte der Landrat, ehe die Frauen zur Tat schritten. „Mülltrennung ist oft gar nicht so einfach“, meinte Oechslen. „Da kommt man mit dem Bügelbrett, muss den Stoff runtertun und daheim entsorgen, und das Kabel kommt wieder woanders hin.“ Sie sei dankbar, dass es freundliche Helfer im Recyclinghof gebe, die alles erklären. Und sie bedankte sich bei den Leuten, die in ihrer Freizeit Müll sammeln.

„Schöpfung braucht Schonung“, betonte Oechslen. Huber ergänzte: „Schärfen wir unsere Sinne, um die Schönheit der Schöpfung zu erhalten.“ Mit dem Segen endete der Festakt, und der Recyclinghof war offiziell seiner Bestimmung übergeben.

wk

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