Im Alter von 85 Jahren ist Rudolf Huber plötzlich verstorben. Unser Bild zeigt ihn im Herbst 2011 mit einem Feldkreuz samt hölzerner Christusfigur direkt an der B 388 zwischen Moosinning und Eichenried. Dieses hatte er 1999 gemeinsam mit anderen Bürgern auf eigene Kosten aufgestellt und zwölf Jahre später renoviert.
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Im Alter von 85 Jahren ist Rudolf Huber plötzlich verstorben. Unser Bild zeigt ihn im Herbst 2011 mit einem Feldkreuz samt hölzerner Christusfigur direkt an der B 388 zwischen Moosinning und Eichenried. Dieses hatte er 1999 gemeinsam mit anderen Bürgern auf eigene Kosten aufgestellt und zwölf Jahre später renoviert. 

Trauer um Moosinninger Bürgermedaillenträger

Rudolf Huber († 85): Ein Zimmerer vom alten Schlag

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Die Gemeinde Moosinning trauert um Rudolf Huber. Der Träger der Bürgermedaille ist im Alter von 85 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.

Moosinning – Der ehemalige Firmenchef der Zimmerei Huber & Kroh war insgesamt 18 Jahre lang für den Bürgerblock Moosinning im Gemeinderat aktiv, saß dabei in verschiedenen Ausschüssen und erlebte in dieser Zeit mit Rudi Bayerl sowie Georg und Rudi Ways drei Bürgermeister.

„Ich hatte einen sehr guten Kontakt zu ihm, er war immer freundlich und loyal“, erinnert sich Georg Ways, der von 1990 bis 1996 Gemeindechef war. „Er war nie destruktiv, es ging ihm immer um die Gemeinde.“ Huber habe sich meist im Hintergrund gehalten, aber in Diskussionen durchaus seine Meinung vertreten: „Er ist dabei aber nie persönlich geworden.“

„Er war ein guter Mensch und ein guter Chef“ 

Der Rat des gelernten Zimmerers sei natürlich besonders bei Bauvorhaben gefragt gewesen. 1983 hatte Huber zusammen mit Richard Kroh die Firma seines Cousins Rupert übernommen, der aufgehört und keinen Nachfolger hatte. „Wir haben uns perfekt ergänzt“, erzählt Richard Kroh. „Er war der Praktiker, ich habe mich um die anderen Sachen gekümmert.“ Huber sei keiner gewesen, der viel geredet habe, er habe lieber angepackt. „Wir hatten nie ein Problem miteinander, und wenn es mal kleinere Sachen gab, dann ist das gleich ausgeredet gewesen“, betont Richard Kroh.

Dessen Sohn Andreas, der ebenfalls in der Firma tätig ist, schwärmt von Rudolf Huber: „Er war ein guter Mensch und ein guter Chef.“ Zudem habe er sich in der Materie perfekt ausgekannt. „Er war ein Zimmerer vom alten Schlag“, sagt Andreas Kroh. „Technische Neuerungen hat er dagegen eher kritisch beäugt. Das war nicht so seins.“

„Er war nicht für Schlagzeilen geboren“

Nur Positives kann auch Rudi Ways berichten, der von 1996 bis 2008 Bürgermeister von Moosinning war. In der ersten Wahlperiode, also bis 2002, saß Huber noch im Gemeinderat, ehe er sich nicht mehr aufstellen ließ. „Er war nicht für Schlagzeilen geboren“, beschreibt ihn Rudi Ways. „Er war ein sachlicher, ruhiger Typ, sehr vernünftig, bei dem immer die Sache im Vordergrund stand. Wir mochten uns und hatten ein gutes Verhältnis.“

Was ihn besonders gefreut hat, war Hubers Herz für den FC Moosinning. „Er war langjähriges Mitglied beim FCM“, erinnert sich Rudi Ways, der auch schon FCM-Vorsitzender war. „Er hat fast kein Heimspiel verpasst.“ Auch bei Vereinsfesten sei Huber immer dabei gewesen.

„Die Arbeit war einfach sein Leben“

2002, im Alter von 68 Jahren, beendete Huber – mit Ablauf der Wahlperiode – nicht nur seine Tätigkeit im Gemeinderat, sondern er ging auch in Ruhestand. „Zehn Jahre lang hat er aber danach noch in der Firma mitgeholfen“, erzählt Andreas Kroh, und sein Vater Richard ergänzt: „Die Arbeit war einfach sein Leben.“

Ein besonderer Moment für Huber war, als ihm 2003 Rudi Ways die Bürgermedaille der Gemeinde Moosinning verlieh. „Ich habe mich auch in den folgenden Jahren immer gefreut, wenn ich ihn getroffen habe“, sagt der Alt-Bürgermeister. „Am vergangenen Freitag habe ich ihn noch beim Rasenmähen gesehen, und am Samstag ist er plötzlich gestorben“, erzählt Rudi Ways. Das habe ihn sehr erschüttert.

Rudolf Huber, der eine Frau und zwei Töchter hinterlässt, wurde am Donnerstag, 9. Juli, auf dem Friedhof in Moosinning beigesetzt. 

wk

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