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Sie standen klar im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Pfarrei Moosinning: Die Ministranten, hier vertreten durch (v. l.) Sebastian Kratzer, Sandro Priebe, Verena Bies, Timo Vieregg und Marieluise Eder.

Ein Hoch auf die Minis

Viel Lob für die Jugend beim Neujahrsempfang in Moosinning

Volles Haus und gute Laune beim Neujahrsempfang der Pfarrei in Moosinning. Dekan Michael Bayer zog dann aber die Spaßbremse: „Wir brauchen mehr Gottesdienste, mehr Gottesdienstbesucher, mehr Kommunionkinder.“

Moosinning– Volles Haus beim Neujahrsempfang der Pfarrei in Moosinning. Es dauerte eine Weile, bis die letzten von der gut besuchten Vorabendmesse in den Oberwirt gekommen waren, ihr Glas Sekt genommen und einen Platz gefunden hatten. Sebastian und Jakob Maier griffen zu ihren Akkordeons. Eine Gruppe stand beim Empfang auffällig im Zentrum: die Ministranten. Was diese hoch engagierten jungen Katholiken 2019 geleistet haben, war aber auch nach Darstellung aller Redner klar über dem Schnitt.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Georg Nagler berichtete von dem Ansinnen der jungen Leute, ein Jugendfest zu organisieren. „Das ist eine große Nummer.“ Heraus gekommen sei die Integration in das St.-Anna-Fest, das letztlich dadurch zu einem Erfolg geworden sei. Beifall kam auf, als Nagler von einer „ganz tollen Kooperation“ sprach und meinte: „Unsere Minis, das ist was ganz Tolles!“, dabei aber den eigentlichen Auftrag der Ministranten nicht vergaß und festhielt: „Unsere Minis sind liturgietauglich.“

„Wir sind eine lebendige Gemeinde“

Das St.-Anna-Fest habe 2019 zu einem sehr intensiven Jahr werden lassen, meinte Nagler und untermauerte das mit vielen Bildern. Neu sei der Prozessionsweg an Fronleichnam gewesen, der auch die Außenanlagen am Kindergarten einbezogen habe. Mesner Manfred Weiß erhielt mehrfach Sonderbeifall für seinen überdurchschnittlichen Einsatz, auch und gerade bei diesem Anlass.

„Wir sind eine lebendige Gemeinde, das zeigt sich an den vielen Aktivitäten“, freute sich der Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Es war Dekan Michael Bayer, der fast schon die Spaßbremse geben musste und zwei gegenläufige Tendenzen aufzeigte: „Wir brauchen mehr Gottesdienste, mehr Gottesdienstbesucher, mehr Kommunionkinder.“ Die Wahrheit aber sei, dass es weniger würde. Dabei hatten gerade die Ministranten das „Mehr“, das der Geistliche so vehement wünschte, vorgeführt.

„Wie kann Kirche in Zukunft aussehen?“

Die Veränderungen würden, machte Bayer klar, an den Strukturen der Kirche nicht vorbei gehen. Der Prozess sei im Gange, und er sei „interessant“. Bayer: „Alle sind eingeladen, mitzuarbeiten.“

Die sogenannte Sozialraumanalyse sei erstellt. Bayer kündigte an, dass demnächst eine Tagung der Pfarrgemeinderäte zu dem Thema stattfinden werde. „Die Pfarrgemeinderäte sollten sich Gedanken machen: Wie kann Kirche in Zukunft aussehen?“ Das alles müsse dazu dienen, „um Kirche vor Ort lebendig bleiben zu lassen, die Lebendigkeit, die da ist, nicht verkümmern zu lassen. Das muss von unten kommen.“

Da war er wieder bei den Ministranten, die die Lebendigkeit selbst darstellten, ein eigenes Lied vortrugen, in dem sie das Ministrantenjahr vorstellten einschließlich des Ausflugs nach Köln mit Dombesichtigung, Gottesdiensten und natürlich dem Pflichtbild am Rhein mit der Hohenzollernbrücke und dem Dom im Hintergrund.

Klaus Kuhn

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