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Moosinning wartet auf Genehmigungen

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Von: Wolfgang Krzizok

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Auf dieser Grafik  ist zu sehen, wie der Bleichbach verläuft und wo die großen Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz vorgenommen werden, nämlich in den Bereichen Schloßloh, Lohfeld und Birkenallee/Feldstrecke (rot markiert).
Auf dieser Grafik ist zu sehen, wie der Bleichbach verläuft und wo die großen Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz vorgenommen werden, nämlich in den Bereichen Schloßloh, Lohfeld und Birkenallee/Feldstrecke (rot markiert). © Grafik: Wipflerplan

Die Gemeinde Moosinning will beim Hochwasserschutz vorankommen. Doch die Genehmigungen dauern länger als erwartet. Trotzdem könnten die Arbeiten im Sommer 2022 beginnen.

Moosinning – Im Gemeinderat brachte Verena Munz vom Büro Wipflerplan die Räte auf den neuesten Stand beim Hochwasserschutz. Sie blickte zurück auf die Sempt-Hochwasser 2010 und 2013 sowie auf das kleine Hochwasser am Bleichbach im vergangenen August. Schutzziel sei ein hundertjährliches Hochwasser, stellte sie fest und berichtete, dass die Genehmigungsplanung seit 2020 beim Landratsamt Erding liege. Drei Bauabschnitte seien vorgesehen: Schloßloh, Lohfeld und Birkenallee (wir berichteten). Ein Problem bei der Birkenallee sei eine Feldüberfahrt. „Ein neues Bauwerk dort wird sehr teuer“, meinte Munz und sagte: „Ein privater Anleger hat dort ein Abflusshindernis erstellt. Das darf er nicht.“ Wenn er ein neues erstellen wolle, könne er das tun, aber dann müsste es nach den Hochwasserrichtlinien gebaut werden.

Sobald die Genehmigungen vorliegen, folgen Förderantrag, Baubeginnantrag, Ausschreibung, Vergabe und schließlich Umsetzung, erläuterte Munz. Wie hoch die Kosten seien, wollte Andreas Eschbaumer (CSU) wissen. „670 000 Euro ohne die Feldüberfahrt – die wäre mit 160 000 Euro veranschlagt“, entgegnete Munz.

Ein Problem sei, dass sich im Abschnitt Birkenallee ein einzelnes Anwesen befinde, das aber nicht separat geschützt werden könne. Hier müsse der Anlieger selbst für Hochwasserschutz sorgen. Der Bleichbach mündet dort in die Dorfen. Deutlich mehr Wasser in die Dorfen schicken könne man nicht, weil sich sonst das Problem einfach nur örtlich verlagere und die Bedingungen für Unterlieger nicht verschlechtert werden dürften. „Vielleicht kann man den Durchlauf zur Dorfen etwas vergrößern, um wenigstens ein bisschen Schutz für das Anwesen zu haben“, meinte Manfred Lex (CSU), der noch anfügte: „Was mich ärgert, ist, dass es so lange dauert.“ Das große Hochwasser im Landkreis sei 2013 gewesen. „Wann rechnen Sie mit dem Abschluss?“, fragte er Munz. Die entgegnete: „Das kann ich nicht sagen, es war nicht vorauszusehen, dass die Genehmigungen so lange dauern.“

Wenn sie optimistisch rechne, könne man im Sommer 2022 anfangen, das Ziel sei spätestens 2024. „Aber das hängt ganz stark von den Genehmigungen ab“, betonte sie noch einmal. „Hoffen wir, dass wir die im Frühjahr 2022 haben“, sagte Bürgermeister Georg Nagler (SPD). „Dann können wir im Sommer beginnen.“

wk

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