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Voller Bürgersaal in Eichenried: Viele Gemeindebürger ließen sich am Mittwochabend die Ausführungen von Bürgermeisterin Pamela Kruppa und Landrat Martin Bayerstorfer (r.) nicht entgehen.

Kritik in der Bürgerversammlung

Wertstoffhof, Grundschule, Kitas: Moosinning hat viele Baustellen

In der Bürgerversammlung der Gemeinde Moosinning kommt Kritik an den Containern im neuen Wertstoffhof auf. Landrat Bayerstorfer will die Ideen aufnahmen. 

Moosinning/EichenriedDer neue Wertstoffhof im Gewerbegebiet am Bleichbach, der noch zum Jahresende seinen Betrieb aufnehmen soll, stellt nicht alle Bürger zufrieden. Im Gegenteil: Er wurde zum größten Diskussionspunkt in der Bürgerversammlung am Mittwoch in Eichenried.

Gleich mehrere Bürger bemängelten, dass die Container nicht tiefer gelegt worden seien, was das Befüllen für etliche Menschen schwieriger mache. Das gelte auch für Gartenabfälle, die wie bisher über eine Treppe hinaufbefördert werden müssen, was als ziemlich unpraktisch empfunden wird.

Probleme mit dem Grundwasserstand

Bürgermeisterin Pamela Kruppa verwies auf Probleme mit dem Grundwasserstand, und den Baugrunduntersuchungen sowie die daraus folgenden Beschlüsse des Gemeinderates über die Art der Ausgestaltung der neuen Entsorgungseinrichtung. Außerdem habe die Verwaltung Probleme mit der Sicherheit gesehen, die dann auftreten, wenn die Containerstandorte einmal nicht besetzt sein sollten. Dann nämlich müsse eine Absturzsicherung für die dann offenen Löcher für die Container installiert werden.

Aus der Bürgerschaft kam der Vorschlag, das Grüngut auf einem einfachen Platz erst einmal abzulagern, bevor es dann von einem Radlader in den Container befördert wird.

Zuständig für die Abfallentsorgung ist das Landratsamt. Landrat Martin Bayerstorfer, der in der Bürgerversammlung anwesend war, griff die Anregungen aus der Bürgerschaft auf. Er sagte zu, dass auch in dieser Phase über dieses Thema noch einmal verhandelt werden könne. Gerade die Idee, was die Entsorgung von Grüngut angeht, nannte er gegenüber der Heimatzeitung „nicht abwegig“.

Wertstoffhof: Aktuell laufen Asphaltierungsarbeiten

Grundsätzlich betonte Bayerstorfer im vollen Bürgerhaus, dass der Landkreis weit vorne liege. Das funktioniere aber nur, weil alle mitmachten. Mitmachen würden die Leute aber auch nur, wenn das einigermaßen bequem sei. „Alles, was dazu beiträgt, das besser zu machen, ist von Vorteil.“

Zuvor hatte Kruppa berichtet, dass in diesen Wochen weitere Einrichtungen für diesen Wertstoffhof installiert würden, etwa der Bürocontainer. Noch im November sollen die restlichen Tore und der Zaun fertig werden. Aktuell würden die Asphaltierungsarbeiten laufen. Auch der Stromanschluss werde gerade installiert.

Erweiterung der Grundschule ist weitere Baustelle

Eine weitere Baustelle in der Gemeinde ist die Erweiterung der Grundschule in Moosinning. „Sorgen bereitet uns aktuell die Entwässerungsproblematik, da das gesamte Grundstück und das Gelände keinerlei Versickerungsfähigkeit aufweist“, erklärte Kruppa. Das aber sei entscheidend für die Außenanlagen und die Freiflächengestaltung. Beides habe direkten Einfluss auf die Feuerwehrzufahrt und damit auf das Brandschutzkonzept.

Kruppa zeigte sich zuversichtlich, dass noch in diesem Winter die Ausschreibungen für die Erd- und Baumeisterarbeiten sowie die Haustechnik erfolgen können. „Der Zeitplan sieht vor, dass im Frühjahr, sobald die Witterung das zulässt, der Bau beginnt.“ Mit einer Fertigstellung rechne sie zum Schuljahresbeginn 2021/22.

Aktuell 30 Kinder auf der Warteliste

Angespannt ist die Lage auch bei den Kindergarten- und Krippenplätzen. Aktuell stehen 30 Kinder auf der Warteliste. Zwar seien die Bauarbeiten für den Kindergarten in Eichenried in vollem Gange, so dass im September 2020 der Betrieb begonnen werden könne. „Voraussetzung ist natürlich, dass der Träger bis dahin das erforderliche Personal gefunden hat“, sagte Kruppa. Träger ist die katholische Kirchenstiftung. Ab Januar könne wenigstens vormittags eine so genannte Notgruppe betreut werden.

Kruppa kündigte an, dass die Gemeinde ein neues Kinderhaus mit Krippe und Kindergarten bauen müsse. „Ganz entscheidend ist die Standortfrage: Welche Grundstücke stehen zur Verfügung und bieten auch platztechnisch die entsprechenden Möglichkeiten?“

Einem Informationsblatt, das auslag, war zu entnehmen, dass 186 Kinder in den drei Kindergärten in der Gemeinde betreut werden. Dazu kommen 48 Mädchen und Buben in den Krippen. Im Gespräch mit unserer Zeitung räumte die Bürgermeisterin ein, dass viele Moosinninger Kinder außerhalb der Gemeinde betreut würden. Sie wollte das allerdings nicht allein auf eine Knappheit des Angebotes an Kindergartenplätzen zurückgeführt wissen. Oftmals sei es auch das pädagogische Konzept der jeweiligen Einrichtung, das für die Eltern entscheidend gewesen sei. 

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