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Auf LED umrüsten will der  SV Eichenried sein Flutlicht - wie hier die Anlage des TSV Allershausen. 

30 Prozent für Country Gringos und SV Eichenried

Moosinning genehmigt Ausnahmen von der Zuschussregelung

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Ausnahmen von der Zuschussregelung Gemeinde bewilligt je 30 Prozent für Country Gringos und SV Eichenried

Moosinning – Rund 200 000 Euro muss die Gemeinde Moosinning einsparen. Das hat Barbara Ulrich, Leiterin der Kämmerei, bei den Haushaltsberatungen in der Hauptausschusssitzung dargelegt. Das ist den Mitgliedern gelungen.

„Für eine rechtmäßige Zuführung an den Vermögenshaushalt fehlen 188 400 Euro“, sagte Ulrich. Die Beratungen gingen recht zügig über die Bühne, Diskussionen gab es kaum. Andreas Eschbaumer (CSU) störte sich an den hohen Zuschüssen für die Kirche. „Wieso geben wir da so viel Geld, die Kirche ist doch ein Milliardenunternehmen“, meinte er, worauf Ulrich entgegnete: „Weil das der Gemeinderat schon 2017 genehmigt hat.“

Andreas Eschbaumer (CSU): „Hier geht’s ums Grundsätzliche“

Länger diskutiert wurde bei beantragten Zuwendungen der Country Gringos für den Aufbau einer Westernstadt und des SV Eichenried für die Umrüstung des Flutlichts auf LED. Beide hatten 30 Prozent beantragt. Der Gemeinderat hatte aber vergangenes Jahr beschlossen, ab 2020 Vereine nicht mehr mit 30, sondern nur noch mit höchstens 15 Prozent zu unterstützen.

Bürgermeisterin Pamela Kruppa (CSU) führte aus, dass der Bau der Country Gringos schon länger geplant war, aber nicht durchgeführt werden konnte, weil ein Teil des ursprünglichen Grundstücks an die Torpedos abgetreten worden war. „Der Umbau war von allen gewollt – auch von der Gemeinde“, sagte sie. Vergangenes Jahr sei man mit Zuschüssen sehr großzügig gewesen. „So gesehen hatten die Country Gringos einfach Pech“, meinte Kruppa. „Aber ich bin sicher, sie hätten auch die 30 Prozent wie die Torpedos gekriegt.“

Marietta Burger-Braun (CSU) sagte: „Volle Zustimmung. Die sind kein fauler, sondern immer ein lebendiger Verein.“ Georg Nagler (SPD) sah es genauso, doch Eschbaumer war gegen die 30 Prozent. „Die hätten ja schon vor den Torpedos bauen können“, stellte er fest. „Hier geht’s ums Grundsätzliche. Wir beschließen was, und dann schmeißen wir alles wieder über den Haufen.“ Sebastian Wutz (BB) erinnerte: „Ohne die Unterstützung der Country Gringos hätten die beiden anderen Vereine nie bauen können.“ Und so wurde – bei Eschbaumers Gegenstimme – beschlossen, dass die Gringos 30 Prozent Zuschuss erhalten.

Auch der SV Eichenried bekommt 30 Prozent

Bei der Zuwendung für den SV Eichenried forderte Eschbaumer: „Die sollten auch 30 Prozent bekommen, denn sonst bestrafen wir einen Verein, der auch viel in Eigenleistung gemacht hat und auch viel Jugendarbeit macht.“ Georg Nagler sah es hier anders: „Die Country Gringos waren eine Ausnahme“, doch Leo Brenninger (BE) warf ein, dass der Antrag eigentlich schon vergangenes Jahr hätte eingereicht werden sollen.

Das bestätigte Kämmerin Ulrich. „Er war letztes Jahr schon da, wurde aber nicht behandelt, weil Unterlagen gefehlt haben“, erklärte sie. „Und dann war der Vorstandswechsel.“ Daraufhin sagte Kruppa, dass das dann was anderes sei: „Dann wäre der Antrag ja auch unter die 30 Prozent gefallen.“ So stimmten alle Ausschussmitglieder auch in diesem Fall für einen 30-prozentigen Zuschuss für den SV Eichenried und folgten dabei Ulrichs Empfehlung, den Betrag auf 9000 Euro zu deckeln. Die Kostenschätzung lag bei knapp 30 000 Euro.

Ausgaben werden um rund 200 000 Euro reduziert

Was die Einsparungen betrifft, werden verschiedene Straßensanierungen vorerst noch geschoben, wie etwa die Strecke nach Riexing. So sollen die Ausgaben um rund 200 000 Euro reduziert werden, damit mehr Geld dem Vermögenshaushalt zugeführt werden kann. Ansonsten gab es keine Diskussionen, und der Haushaltsentwurf wurde einstimmig abgesegnet. 

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