Brand nahe Allianz Arena schreckt Fans auf

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Mittendrin in der Fangemeinde: Der Musiker Andi Starek alias Andisan (hinten, M.) umringt von seinen Fans in Japan. Mit dabei sind auch die Bandmitglieder der Tokio S pitzbuam: Adi (Ado Kihara, Klarinette), Ritchi (Ryo Yamashina, Bariton), Charlie (Kazunori Kuwata, Trompete), Hansi (Hajime Anzai, Akkordeon) und Michi (Matsusita Mikio, Gitarre). 

Musiker Andi Starek aus Eichenried 

Andisan und die Tokio Spitzbuam

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Der Eichenrieder Andi Starek ist Liedermacher, Kopf der Party-Band Hot Sugar, Gründer der Kinder-Rockgruppe Schlawindl – und jetzt auch im asiatischen Raum unterwegs. Als Andisan macht der 47-Jährige mit den Tokio Spitzbuam die Bühnen Japans unsicher.

Eichenried– Oberkrainermusik trifft Rock und fernöstliche Klänge: Was sich auf den ersten Moment ein bisschen schräg anhört, ist gerade in Japan extrem angesagt. Einer, der diese Stilmix-Musik macht, ist Andi Starek aus Eichenried. Als Andisan ist der 47-Jährige mit den Tokio Spitzbuam – einer Crossover-Band in typischer Oberkrainer-Besetzung – auf den Bühnen Japans unterwegs. Sie sind ein bisschen wie die Cubaboarischen – nur eben nicht mit bayerisch-südamerikanischen Klängen, sondern mit einem musikalischen Mix aus Japan und Bayern.

Die ersten gemeinsamen Auftritte haben Andisan und die Tokio Spitzbuam bereits erfolgreich absolviert. Im November etwa waren sie beim Deutschen Fest im Aoyama Park in Tokio zu Gast und scharten eine Menge Fans um sich, die freilich in – mehr oder weniger traditioneller – bayerischer Tracht gekommen waren. Lederhosen, Hemden und die passenden Westen sind auch für die Musiker bei ihren Konzerten ein Muss.

Für die kommenden Osterferien ist eine erste kleine Tournee in Japan geplant, im Herbst soll es eine Konzertreise durch Bayern geben. Auf Tour in Japan möchte eine Filmproduktionsfirma aus München Starek begleiten. „Außerdem nehmen wir eine gemeinsame CD auf“, erzählt er. Tonaufnahmen über eine Distanz von 9000 Kilometern? „Die Songs werden in zwei Studios arrangiert – in meinem in Eichenried und in einem in Tokio. Über das Internet geht das ganz gut“, erklärt Starek die Technik.

Entstehen werden dafür ganz neue Songs. Aber auch bereits vorhandene aus Stareks Repertoire kommen zum Einsatz. „Liebe meines Lebens“ oder „Schleich di bloß“ zum Beispiel von seiner 2013er Solo-Platte „Des hob doch i ned gwusst“. „Das kann man als Polka super spielen“, sagt Starek. Beim Partyhit „Konnichiwa“ sind Teile ohnehin schon auf Japanisch, und „Spinna“ gibt’s auch im Oberkrainer-Style mit japanischem Gesang. „Da flippen die Leute aus, das glaubt man gar nicht“, erzählt Starek lachend und gibt zu: „Das ist schon eine schräge Kombination: Oberkrainer, Rock, Jazz, traditionelle japanische Klänge – ganz schön abgedreht.“

Dass die fremden Worte Starek nicht schwer fallen, liegt an seiner Vergangenheit. Rund ein Dutzend Mal war schon in Japan – teilweise geschäftlich, teilweise privat, weil er zu diesem Land eine ganz besondere Beziehung hat, die bis in seine Jugend zurückreicht. Bereits mit 14 Jahren war Starek ein erfolgreicher Ringer: Er wurde erstmals Bayerischer Meister im Ringen. Durch Zufall kam er mit Anfang 20 zum Sumoringen und wurde bei seiner ersten deutschen Meisterschaft gleich Sieger im Leichtgewicht, was ihm einen Startplatz bei den Weltmeisterschaften in Tokio sicherte. So war er vier Jahre lang Mitglied der deutschen Nationalmannschaft der Sumo-Amateure und konnte in dieser Zeit viele nationale und internationale Titel erringen.

Neben dem Andisan-Projekt treibt Starek auch seine Kinderrock-Band Schlawindl voran. Nach den ersten öffentlichen Auftritten diesen Sommer unter anderem beim Sinnflut in Erding steht ab Februar eine große Schultour an. Auf dem Tourplan stehen auch einige Schulen in Erding. „Außerdem läuft gerade die Produktion für die erste Platte“, verrät Starek. Sie soll ebenfalls im Frühjahr erscheinen, die zehn Songs darauf stehen schon fest.

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