+
Haben das Jubiläum ihres Vereins fest im Blick: Ursula Weinhuber, Hubert Scheckenhofer, Thomas Haßelbeck, Christian Range, Barbara Maier und Josef Maier.

110-Jähriges Bestehen

Aus den „Radlern“ wurden Wildschützen

Eichenried – Der älteste der drei Eichenrieder Schützenvereine ist der Verein der Wildschützen. Ihn gibt es seit 110 Jahren – wenn auch in den ersten Jahren noch nicht gezielt, geschossen oder getroffen wurde.

22 Bürger haben sich im November des Jahres 1906 zusammengetan, um in der Pschorrschwaige im Moosinningermoos den Radfahrverein zu gründen. Damals war noch nicht absehbar, dass er sich später zu einem Schützenverein entwickeln würde.

Doch schnell waren seine Mitglieder auf dem Moosinninger Gebiet als „die Radler“ bekannt. Neben Korsofahrten und Radrennen organisierten sie einige Jahre später regelmäßig Preisschießen, um die Vereinskasse nach dem Ersten Weltkrieg aufzubessern.

Nach einer Zwangspause, die dem Zweiten Weltkrieg geschuldet war brachten die heimgekehrten Mitglieder ihren Verein 1949 wieder auf Vordermann. Der damalige Vorsitzende August Föhringer war es, der „die Radler“ schließlich zu einem Rad- und Schützenverein machte. Eine gute Entscheidung, denn erst durch die Aufnahme des aktiven Schießbetriebs kam das Vereinsleben wieder richtig in Schwung.

Das Radfahren ist in den folgenden Jahren immer mehr in Vergessenheit geraten. 1976 wurden die Radler dann umbenannt“, erklärt der seit 19 Jahren amtierende Vorsitzende Hubert Scheckenhofer. Ab sofort war der Wildschützenverein in Eichenried im Gasthof Stangl aktiv. Bis heute beteiligen sich seine Mitglieder an unterschiedlichen Wettbewerben, seit 2012 trainieren sie im neuen Schützenheim im Eichenrieder Bürgerhaus. Dort stehen ihnen neun Schießstände und insgesamt zehn Gewehre zur Verfügung. Zwei Mannschaften kämpfen zudem in der B- und C-Klasse bei den Rundenwettkämpfen um Punkte.

Mit 100 Mitgliedern und 17 befreundeten Vereinen soll im September das Jubiläum gefeiert werden. „110 Jahre sind schon etwas Besonderes. Das schaffen nicht viele“, erklärt Scheckenhofer. Ordentlich gefeiert werden soll das am Sonntag, 25. September. Los geht’s mit einem Weißwurstfrühstück im Bürgerhaus. Im Anschluss an den Gottesdienst, der um 10.30 Uhr in der Eichenrieder Kirche gefeiert wird, ziehen die Vereine gemeinsam zum Gasthof Stangl.

Neben der Ehrung langjähriger Mitglieder werden dort am Nachmittag die Preise verteilt, die anlässlich des Gründungsfestes innerhalb der Sektion Moosinning-Notzing ausgeschossen wurden. Verliehen wird zudem die Festscheibe, die der Verein erhält, dessen Teiler am nächsten an der 110 ist.

Aktiv soll es für den Vorstand um Hubert Scheckenhofer auch nach den Feierlichkeiten weitergehen. Den Schützen steht eine schwierige Aufgabe bevor: „Wir müssen die Jugend wieder mehr für uns begeistern“, erklärt Scheckenhofer. „Das wird in der nächsten Zeit wohl eine unserer Hauptaufgaben sein.“

Julia Adam

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Starke Stimme für Kriminalitätsopfer
Raub, Überfall, sexueller Missbrauch, Mord: Verbrechen gibt es auch im Landkreis. Im Fokus stehen meist die Täter. Um die Opfer kümmert sich der Weiße Ring – nicht nur …
Starke Stimme für Kriminalitätsopfer
„Bedenkenlos genießen“
„In Erding ist die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser langfristig gesichert. Man kann es bedenkenlos genießen.“ Dies versichert Christopher Ruthner, Geschäftsführer …
„Bedenkenlos genießen“
Sportlerwahl: Über 3500 Leserhaben abgestimmt
Das Wahljahr 2017 beginnt mit der allerschönsten Abstimmung: Unsere Leserinnen und Leser haben die Sportlerin und den Sportler sowie die Mannschaft des Jahres gekürt.
Sportlerwahl: Über 3500 Leserhaben abgestimmt
So viele Mitglieder wie noch nie
Besonders stolz auf die Jugendarbeit ist die Feuerwehr Moosinning. Diese will auch der neue Vorsitzende Robert Scharlach, der das Amt bei der Jahreshauptversammlung von …
So viele Mitglieder wie noch nie

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare