Sanierung am Sportgelände

Kruppa träumt von der großen Lösung

Der FC Moosinning braucht mehr Duschen und Umkleiden. Laut Bürgermeisterin Pamela Kruppa wäre ein Sportzentrum die Lösung. Doch da gab es Gegenwind.

Moosinning – Es ist ein Traum, dem Moosinnings Bürgermeisterin Pamela Kruppa nachgibt: die „ganz große Lösung“ am Sportgelände. In der Sitzung des Hauptverwaltungs- und Finanzausschusses wagte sie es, schon mal laut zu träumen, musste sich aber von Ausschussmitgliedern auf den Boden der finanziellen Tatsachen zurückholen lassen.

Drei bis fünf Millionen Euro nannte sie „nicht aus der Luft gegriffen“. Anlass war ein größerer Bedarf des FC Moosinning an Duschen und Umkleiden. So entwickelte sie vor dem Ausschuss die Idee eines zentralen Sportzentrums mit Gaststätte und der Infrastruktur für die Vereine und erinnerte: „Das Thema Schützen und Kegler kommt ja auch auf uns zu.“

Was die Kosten angeht, war der Bürgermeisterin erst einmal nicht bange: „Das sind Investitionen, die dann natürlich auch die Verschuldung erst einmal nach oben bringen werden, denn wir werden das anders nicht finanzieren können“, und kündigte an: „Das wird uns die nächsten Jahre beschäftigen.“ Das aber ist ein Zeithorizont, den der FC Moosinning nicht brauchen kann. Von ihm gibt es einen Entwurf für ein Gebäude von 22 auf zehn Meter mit einer Nutzfläche von 177 Quadratmetern für Duschen und Umkleiden. Der Plan ist, die bestehenden Anlagen dann zu sanieren, wenn der Neubau, der laut Haushaltsplan knapp 600 000 Euro kosten wird, fertig ist. Mit dieser Lösung wäre dann, machte die Bürgermeisterin deutlich, der FC Moosinning aus dem Thema draußen.

Es blieben die anderen Vereine, die sich hilfesuchend an die Gemeinde gewandt hätten, wie die Bürgermeisterin der Heimatzeitung berichtete. Sie sei froh, dass es in dem Workshop zum Freizeitgelände bereits erste Überlegungen gegeben habe, genau wie bei einer Fraktionsvorsitzendenbesprechung mit dem FC Moosinning.

Im Ausschuss bekam sie aber Gegenwind von Bürgervertretern, die der Meinung waren, dass das Zukunftsmusik sei angesichts der Investitionen bei Pflichtaufgaben wie Feuerwehr, Schule und Kinderbetreuung. Kruppa: „Das ist jetzt die Entscheidung des Gemeinderats, der das dann nach außen vertreten muss.“ Da eben auch das Feuerwehrhaus anstehe, für das man noch kein Grundstück habe, werde auch über eine Kombinationslösung wie in Eichenried nachgedacht. Grundsätzlich gelte: „Wir haben im Freizeitgelände einige Liegenschaften, wo man was machen muss. Und es ist notwendig, die Karten frühzeitig auf den Tisch zu legen.“

(Klaus Kuhn)

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