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Auf gutes Gelingen: Dekan Michael Bayer weihte den Schießstand beim Daimerwirt.

„Die Falken“ Moosinning 

„Schießende Jugend hat bessere Schulnoten“

„Die Motivation, Ziele zu verfolgen, kann nicht ausschließlich auf einen Schießstand reduziert werden.“ Daran erinnerte Dekan Michael Bayer bei der Weihe der neuen, elektronischen Schießeinrichtung der Schützengesellschaft (SG) „Die Falken“ Moosinning beim Daimerwirt.

Moosinning – Der Geistliche weihte die neueste Errungenschaft ein, und er versuchte sich auch selbst am Gewehr. SG-Schützenmeister Josef Höllbauer war sichtlich erleichtert über die Leistung seines Vereins. „Endlich ist es geschafft“, freute er sich bei der offiziellen Eröffnungsfeier, „denn unser alter Schießstand war nicht mehr zeitgerecht. Heutzutage braucht es eine elektronische Anlage mit digitaler Technik – nur so können wir uns in Wettbewerben mit anderen Vereinen professionell messen.“

Da war es nur logisch, dass der Patenverein „Harmonie“, ebenfalls aus Moosinning, zur Feier des Tages eine Schützenscheibe stiftete. Der besondere Dank des SG-Chefs ging aber vor allem an die Wirtsleute, die nicht nur dem Verein die Räumlichkeiten mietfrei überlassen. Sie hatten auch in der Umbauphase immer ein Auge zugedrückt, wenn es zu laut wurde. Und sie haben, neben vielen anderen Sponsoren, etwas Geld gestiftet.

Auch Landrat Martin Bayerstorfer, selbst Mitglied in fünf Schützenvereinen, hatte über den Landkreis einen Teil der rund 30 000 Euro teuren Anlage bezuschussen lassen, und auch er brachte als Geschenk eine Schützenscheibe mit. „Im Landkreis haben wir rund 14 000 Schützen, das sind immerhin zehn Prozent der Bevölkerung. Sie sind ein prägendes Element unserer Gesellschaft, ihre soziale Funktion ist sehr wichtig, denn die Leute sind damit etwas geerdet.“

Dass vor allem jugendliche Schützen im Leben von ihrem Hobby profitieren können, erwähnte Stefan Fersch. Der stellvertretende Bezirksschützenmeister Oberbayerns aus Feldafing zitierte eine Studie der Universität Ulm, in welcher der schießenden Jugend „eine höhere Konzentrationsfähigkeit und letztlich bessere Schulnoten bescheinigt werden“. Er stiftete der SG einen Bierkrug. „Die Entscheidung für den neuen Schießstand war richtig“, meinte Vize-Bürgermeister Manfred Lex in seinem Grußwort.

Den Reigen der Festredner schloss Gauschützenmeister Klaus Waldherr aus Neufinsing. „Vor allem muss ich die Jugendarbeit loben, die hier geleistet wird“, sagte er. „Ich schenke euch ein Stiefel-Glas: Die Älteren wissen, wie daraus zu trinken ist, und die Jungen werden es ebenfalls lernen.“

Dass der Nachwuchs der Moosinninger Schützen schon gut mit Gewehren umgehen kann, war dann am neuen Schießstand zu sehen. Denn nach der Weihe durch Dekan Michael Bayer durfte, wer einen Schuss probieren wollte, selbst an die Waffe. Und dann ging es wieder darum, Ziele nicht nur zu verfolgen, sondern sie letztlich auch zu treffen.

Friedbert Holz

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