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Hochstimmung in der Schulaula: Beim Testkonzert in Moosinning kamen die Songs von Schlawindl sehr gut an. Andi Starek, Matthias Friedrich und Holger Thiele (v. l.) rockten in der Aula. Nach dem Auftritt schrieben sie noch jede Menge Autogramme: Jedes Kind wollte eine Unterschrift der Musiker haben.  

Neues Projekt von Musiker Andi Starek 

Schlawindl: Bayern-Rock für Kinder

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Bisher kennt man den Eichenrieder Andi Starek (47) vor allem aus der Festzelt-Welt. Jetzt hat der Partymusiker und Songschreiber ein ganz neues Publikum für sich entdeckt.

EichenriedBisher hat Andi Starek vor allem abends für Stimmung gesorgt. Er hat in Bierzelten mit seiner Partyband Hot Sugar die Erwachsenen zum Tanzen und Singen animiert. Und er hat als Solokünstler mit seinen hintersinnigen und witzigen Texten die Zuhörer zum Nachdenken und Schmunzeln gebracht. Nun hat Starek eine ganz andere Zielgruppe für sich entdeckt: Mit seiner Rock-Band Schlawindl macht er Unterhaltungsmusik für Kinder in bayerischer Mundart.

Auf diese Idee gekommen ist Starek unter anderem über seine Arbeit bei den Orienthelfern. Für die Organisation von Kabarettist Christian Springer hält er seit einigen Jahren Vorträge an Schulen in der Region. Und weil er eben Musiker ist, hat er seine Gitarre immer mit dabei, um ein, zwei Lieder zu spielen.

„Außerdem wollte ich eine andere Art Musik für Kinder machen als die, die es schon gibt: bayerischen Rock, der auch den Älteren gefällt“, erzählt der 47-Jährige. Den Kindern solle ein authentisches Konzerterlebnis geboten werden – nur eben altersgerecht und am Nachmittag.

Dass nun aber keine Erwachsenen vor der Bühne stehen, sondern Kinder im Grundschulalter, sei zwar eine Umstellung gewesen, aber keine große Herausforderung. Immerhin ist Starek den Umgang mit Kindern von seiner Arbeit als Musiklehrer gewohnt. „Man muss einfach einen Draht zu den Leuten haben – ob Groß oder Klein. Und trotzdem ist es etwas anderes, wenn man nicht wie bisher abends bis in die frühen Morgenstunden auftritt“, gibt Starek zu.

Der Stimmung bei den Konzerten tue das jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Kinder seien meist sehr diszipliniert, passten gut auf und machten sofort mit. „Sie tanzen, springen und toben sich aus. Die Stimmung ist Weltklasse“, schwärmt der 47-Jährige, der bei Schlawindl Gitarre spielt und singt. Letzteres tun auch seine beiden Bandkollegen: Holger Thiele (49), der Bass und Akkordeon spielt, sowie Matthias Friedrich (28), der am Schlagzeug das Trio komplett macht.

Gemeinsam spielen sie coole und lässige Songs für Kinder, hauptsächlich auf Bairisch. Die Texte stammen von Starek, die Musik von der ganzen Band. „Es wird aber nicht nur gerockt, sondern auch zum Mitsingen und Tanzen animiert“, erzählt der Musiker, der 2018 seine nächste Solo-Platte veröffentlichen will.

Die Lieder sollen vor allem Spaß machen, haben oft aber auch einen ernsten und pädagogischen Ansatz. „Wir stehen nicht auf Rassismus“ zum Beispiel heißt ein Song – eine klare Absage an Fremdenhass. Für Starek, der sich bei den Orienthelfern für Flüchtlinge einsetzt und an der Schule Neustift in Freising Pate für „Schule ohne Rassismus“ ist, ist es eine Herzensangelegenheit, den Kindern auch gewisse Werte zu vermitteln. So auch in „Bester Freind“, in dem es um die ganz besondere Beziehung um allerbesten Kumpel geht.

Ein bisserl Quatsch ist aber freilich auch dabei. „Fuaßboispuin“ ist so ein Spaß-Song, ebenso „Mei Nutellabrot“, in dem Starek seine Liebe zur Nuss-Nugat-Creme besingt: „Nix schmeckt bessa, ois mei Nutellabrot. Des Zeig is hoid so narrisch guad.“ Das Lied ist schon ein paar Jahre alt und wurde nicht explizit für Schlawindl geschrieben – ebenso wie „Spinna“. Zur Zielgruppe passen diese Songs dennoch, und sie kommen auch an.

Das hat das Trio bereits in einigen Testkonzerten an Schulen ausprobiert. Schlawindl war in Freising und an einer Grundschule in Ismaning zu Gast – an der Schule, die schon Starek und Bandkollege Thiele als Kinder besucht haben. Und sie spielten gut eine Stunde lang in Stareks Heimatgemeinde Moosinning, wo die Kinder am Ende gar nicht mehr zu bändigen waren, als sie beim Bobfahrerlied auf dem Boden der Aula sitzend mitmachen durften. „Wir brauchen wohl auch noch Autogrammkarten, denn die Signierstunde im Anschluss hat fast noch länger gedauert als das Konzert“, sagt Starek lachend.

Momentan tue sich sehr viel im Schlawindl-Lager. Die erste CD wird gerade im heimischen Studio in Eichenried produziert, eine Internetseite wurde gebastelt, und neue Songs sind geschrieben. Die ersten öffentlichen Auftritte stehen auch schon fest: Am Sonntag, 25. Juni, tritt Schlawindl um 15 Uhr beim Familien-Nachmittag auf dem Isener Volksfest auf. Und am Sonntag, 23. Juli, rocken die drei Musiker um 12 Uhr die Raiffeisenbühne auf dem Sinnflut-Festival in Erding.

Auf www.schlawindl.de finden sich alle Infos zur Band. Die Seite wurde am Freitag freigeschaltet.

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