Schulhaus Moosinning 

Anbau wäre die kostengünstigste Lösung

Einigkeit, ob das ausgelagerte Schulhaus in Eichenried auch in Zukunft bestehen soll, herrscht unter den Gemeinderäten von Moosinning noch immer nicht. Sie nähern sich jedoch einer Beschlussfassung.

Moosinning– Eigentlich wurde bereits darüber abgestimmt, die beiden Schulhäuser in Moosinning und Eichenried zu erhalten. Als sich im Mai überraschend herausstellte, dass eine Sanierung des alten Hauses in Eichenried deutlich teurer wird, als bisher angenommen wurde, hatten die Räte beschlossen, diese Kosten mit denen für einen Anbau an das Schulhaus Moosinning vergleichen zu lassen (wir berichteten). Diese Ergebnisse wurden nun in der Sitzung vorgestellt.

Für die bisher angedachte Sanierung des nördlichen Klassentrakts im Eichenrieder Schulhaus und eine Sanierung des alten Lehrerwohnhauses muss die Gemeinde mit Kosten von 2,02 Millionen Euro rechnen. Vermutlich werde diese Sanierung jedoch als nicht wirtschaftlich eingestuft. Daher seien dafür mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Zuschüsse zu erwarten, wie Architekt Markus Heilmaier in der Sitzung warnte.

Noch teurer komme die Alternative, den Klassentrakt zu sanieren sowie das Lehrerwohnhaus abzureißen und neu zu bauen. Rund 2,83 Millionen Euro würde diese Maßnahme kosten. Mit welchen Zuschüssen gerechnet werden kann, ist noch unklar.

Die bisher kostengünstigste Lösung wäre es, ans bestehende Schulhaus in Moosinning anzubauen und das Schulhaus in Eichenried ganz zu schließen. Zwei Millionen Euro werden hierfür erwartet. Der Anbau könnte im nördlichen Bereich des Schulhofs, gegenüber der Aula, entstehen und über eine Größe von 495 Quadratmeter auf zwei Stockwerken verfügen.

Vier Klassen auf zwei Stockwerken

Damit könne man der Dreizügigkeit, also insgesamt zwölf Klassen, die bis zum Jahr 2030 für die Moosinninger Grundschule erwartet werden, gerecht werden. Im Anbau wären vier Klassen auf zwei Stockwerken untergebracht. Die Zimmer könnten zudem so flexibel gestaltet werden, dass aus beiden Klassenräumen ein großer gemacht werden könne. Das würde gute Bedingungen für zukünftige pädagogische Konzepte schaffen, wie Georg Nagler (SPD) betonte. Eine andere Möglichkeit wäre, Räume wie die Mensa und die Bücherei im Anbau unterzubringen und den Schulbetrieb so abzukoppeln. „Wenn andere die Räume nutzen, muss nicht mehr die ganze Schule offen stehen. Das ist auch ein Sicherheitsaspekt“, erklärte Heilmaier hierzu.

Sollte der Anbau tatsächlich gebaut werden, stünden angrenzend – dort wo sich derzeit die Laufbahn befindet – Vorhalteflächen für einen weiteren Anbau zur Verfügung. Die Moosinninger Schule wäre also zweifellos zukunftstauglich, wie Heilmaier erklärte.

Die Aula müsse vorerst jedoch nicht vergrößert werden. Sie sollte einer Dreizügigkeit in ihrer aktuellen Größe standhalten. Auch die Sporthalle wäre ausreichend. Spätestens im Fall der erwarteten Dreizügigkeit wäre das Schulhaus in Eichenried hingegen zu klein. Mit Flächen, auf denen ein Anbau entstehen könnte, sieht es dort aufgrund der umliegenden Bebauung schlecht aus.

Brandschutz: Nutzlos investiert?

Vize-Bürgermeister Manfred Lex (CSU) sieht im Anbau an das Moosinninger Schulhaus „eine sichere Lösung. Wenn wir wirklich mal dreizügig sind, dann geht das Modell, dass die ersten und zweiten Klassen in Eichenried unterrichtet werden, wieder nicht auf. Man müsste dann erneut eine andere Aufteilung finden“, begründete er seinen Standpunkt.

3. Bürgermeister Werner Fleischer betonte, dass die Gemeinde dann völlig nutzlos in den Brandschutz im Schulhaus Eichenried investiert hätte. Zudem stehe die Turnhalle, die bis zu einer Siebenzügigkeit der Schule ausreichen würde, größtenteils leer, meinte der Fraktionsvorsitzende der Bürgerschaft Eichenried und starker Verfechter des dortigen Schulhauses. Sollte die Halle jedoch von Vereinen weiterhin genutzt werden, sei die Heizungsanlage sanierungsbedürftig. Man müsse also in ein Objekt investieren, das kaum mehr gebraucht werde.

Eine Entscheidung haben die Gemeinderäte nicht gefällt. Nun soll die Regierung von Oberbayern kontaktiert werden, um die zu erwarteten Zuschüsse in die Entscheidung einbeziehen zu können.

Julia Kainz

Rubriklistenbild: © Macht

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