Der Kreisvorstand der Frauen-Union (v.l.): Landesvorsitzende Ulrike Scharf, Heidi Hansen, Luitgard Folger-Hagl, Monika Pieczonka, Stefanie Winkler, Barbara Lanzinger, Karin Bauer, Marietta Burger-Braun, die neue Kreisvorsitzende Nina Hieronymus, Michaela Brandlmaier, die scheidende Kreisvorsitzende Janine Krzizok, Elisabeth Mayr, Margit Lotz, Christine Streibl, Margit Niedermaier, Melanie Westphal und Julia Manu.
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Der Kreisvorstand der Frauen-Union (v.l.): Landesvorsitzende Ulrike Scharf, Heidi Hansen, Luitgard Folger-Hagl, Monika Pieczonka, Stefanie Winkler, Barbara Lanzinger, Karin Bauer, Marietta Burger-Braun, die neue Kreisvorsitzende Nina Hieronymus, Michaela Brandlmaier, die scheidende Kreisvorsitzende Janine Krzizok, Elisabeth Mayr, Margit Lotz, Christine Streibl, Margit Niedermaier, Melanie Westphal und Julia Manu.

Nina Hieronymus neue Vorsitzende – Janine Krzizok zieht Bilanz über acht Jahre

Stabwechsel bei der Erdinger Frauen-Union

  • Wolfgang Krzizok
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Große Veränderungen beim Kreisverband der Frauen-Union (FU): Die Erdingerin Janine Krzizok stellte sich nach acht Jahren als Vorsitzende nicht mehr zur Wahl, ihre Nachfolgerin ist die Wartenbergerin Nina Hieronymus.

VON WOLFGANG KRZIZOK

Moosinning - In ihrem letzten Rechenschaftsbericht ging Krzizok im Gasthaus Oberwirt in Moosinning vor 31 Delegierten der Ortsverbände nicht so sehr auf die vergangene Amtsperiode ein, die von Corona geprägt war, sondern zog ein kurzes Fazit ihrer acht Jahre als Kreisvorsitzende. „Ich habe der Frauen-Union viel zu verdanken“, bekannte die 35-jährige Richterin. „Als ich 2013 gewählt wurde, war das ein unglaublicher Vertrauensvorschuss.“ Dank des guten FU-Listenplatzes sei sie 2014 in den Kreistag eingezogen.

Eine Vielzahl von lokalen Themen habe man in den vergangenen Jahren aufgegriffen und auch viele Diskussionen mit einflussreichen Politikern geführt. Als Beispiele führte Krzizok die Veranstaltungen mit der damaligen Ministerin Christine Haderthauer und der Europa-Abgeordneten Angelika Niebler an.

In dieser Zeit habe die Kreis-FU auch einen enormen Mitgliederzuwachs auf über 150 zu verzeichnen gehabt. 2015 habe es einen weiteren Mitgliederschub gegeben, als der Ortsverband Finsing gegründet wurde. Diverse Pflegethemen seien mit Fachleuten diskutiert worden, Bundestagsabgeordnete Silke Launert sei zu einer Veranstaltung gekommen, ebenso wie die damalige Sozialministerin Kerstin Schreyer.

2017 habe die FU Erding gemeinsam mit dem Kreisverband Ebersberg die Reihe „Lounge in the City“ ins Leben gerufen, „aus meiner Sicht die perfekte Veranstaltungsform, denn es ist ein zwangloses Format, bei dem man gut ins Gespräch kommt“, stellte Krzizok fest. Hoch interessant sei schließlich 2018 ein Zivilcourage-Kurs gewesen, „der auch körperlich herausfordernd war, und den man mal wiederholen sollte“.

Bei der jüngsten Kommunalwahl habe man es im Landkreis schon geschafft, den Frauenanteil zu erhöhen, was ihr ein großes Anliegen gewesen sei. „So, das war jetzt ein Ritt durch die letzten acht Jahre“, schloss die 35-Jährige ihre Ausführungen und fügte noch selbstkritisch an: „Manche unserer Themen hätten wir vielleicht auch noch besser präsentieren können.“ Es lohne sich, bei der Frauen-Union dabei zu sein, „denn die FU ist ein super Haufen“, betonte Krzizok: „Mir hat es sehr, sehr großen Spaß gemacht. Lasst uns weiter zusammenhalten – und dankeschön für die letzten acht Jahre.“

Ein dickes Lob gab es für die scheidende Kreisvorsitzende von der Landesvorsitzenden. „Du kannst stolz sein auf dich und deine Vorstandsdamen“, sagte Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf. „Du hast es ganz hervorragend gemacht.“ Krzizok ist vor einigen Monaten als Nachfolgerin von Max Gotz zur Vorsitzenden des CSU-Ortsverbands Erding gewählt worden. Scharf erinnerte daran, „dass wir über 2000 Ortsverbände in ganz Bayern haben und Erding einer der größten ist“.

Die langjährige Schatzmeisterin Michaela Brandlmaier legte den Kassenbericht für 2019 und 2020 vor. Es habe nur „wenige Bewegungen“ auf den Konten gegeben. „Große Sprünge mach ma ned.“ Zum 1. Januar 2019 habe der Kassenstand rund 2200 Euro betragen, zum 31. Dezember 2019 2300 Euro und zum 31. Dezember 2020 gut 3500 Euro.

Als Kandidatin für den FU-Kreisvorsitz stellte sich die 29-jährige Nina Hieronymus vor, die im Abgeordnetenbüro von Ulrike Scharf beschäftigt ist und außerdem als Seniorenreferentin im Wartenberger Marktgemeinderat sitzt. „Wir haben noch viel zu wenige Frauen in der Politik“, betonte sie. „Es muss selbstverständlich sein, dass wir uns in der Politik einbringen.“ Sehr viel Wert lege sie darauf, sich mit der älteren Generation auszutauschen, „denn generationenübergreifende Erfahrungen sind eine Bereicherung. Ich mag es überhaupt nicht, dass man Generationen gegeneinander ausspielt“.

Scharf meinte , sie sei stolz darauf, „dass wir es erstmals in der CSU-Geschichte geschafft haben, eine Liste paritätisch zu besetzen, wir haben 46 Direkt- und 46 Listenkandidaten, immer abwechselnd Mann und Frau“. Dennoch brauche man noch mehr Frauen in der Politik. „Wir brauchen starke Frauen, wir müssen sichtbarer werden“, schloss die Landesvorsitzende.

Hieronymus wurde schließlich mit 100 Prozent der Stimmen der Delegierten zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Auch sämtliche anderen Positionen wurden nahezu ohne Gegenstimmen besetzt. Zum Abschluss überreichte Hieronymus ihrer Vorgängerin einen Blumenstrauß und sagte: „Ich bin unheimlich stolz, dass du jetzt CSU-Ortsvorsitzende in Erding bist.“

Der Kreisvorstand

Vorsitzende: Nina Hieronymus, Stellvertreterinnen: Karin Bauer, Barbara Lanzinger, Margit Lotz Julia Manu, Schatzmeisterin: Michaela Brandlmaier, Schriftführerinnen: Heide Hansen, Steffi Winkler, Beisitzerinnen: Marietta Burger-Braun, Elisabeth Mayr, Monika Pieczonka (alle OV Erding), Luitgard Folger-Hagl, Christine Streibl (beide OV Dorfen), Margit Niedermaier, Nicole Schmittner (beide OV Taufkirchen), Melanie Westphal (OV Finsing), Kassenprüferinnen: Ingeborg Held und Annette Marheineke

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