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Mit überwältigender Mehrheit hatten die Mitglieder des Torpedo-Clubs in einer außerordentlichen Sitzung für den Bau eines eigenen Vereinsheims gestimmt. Jetzt diskutierte der Gemeinderat über Zuschüsse.

Vereinsheim des Moosinninger Clubs

Kampfabstimmung über Torpedo-Zuschuss

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Für das neue Vereinsheim der Torpedos Moosinning schießt die Gemeinde 30 Prozent zu. Die Bürgerschaft Eichenried (BE) wollte  mehr.

Moosinning– In Schnabelmoos ist richtig was los. Country Gringos, Harley- und Torpedo-Club nutzen dort gemeinsam ein gemeindliches Grundstück.Die Torpedos haben zuletzt in einer außerordentlichen Sitzung den Startschuss für den Bau eines Vereinsheims gegeben. Jetzt hat der Moosinninger Gemeinderat den Überlassungsvertrag abgesegnet und außerdem einen Zuschuss gegeben. Das führte zu Diskussionen.

Der Überlassungsvertrag zur Nutzung der gemeindlichen Teilfläche durch den Torpedo-Club war am Dienstag im Gemeinderat schnell vom Tisch – und wurde einstimmig abgesegnet. Doch beim Zuschuss für den Bau des Vereinsheims schieden sich die Geister. Der Club hatte darum gebeten, einen Zuschuss zu gewähren, „der wesentlich höher ist als die üblichen 15 Prozent nach den Vereinsförderrichtlinien“.

Die Baukosten betragen nach dem vorliegenden Angebot rund 115 000 Euro. Helmut Scherzl von der Bürgerschaft Eichenried (BE) meinte, wenn die Gemeinde schon 100 Prozent für die Fußballer bezahlt und für die Tennisspieler, sollte sie auch hier die kompletten Kosten übernehmen.

SPD-Fraktionssprecher Josef Romir schlug dagegen 30 Prozent Zuschuss vor – 15 Prozent 2018 und 15 Prozent 2019. Georg Humplmair vom Bürgerblock Moosinning (BB) wollte noch wissen: „Bezieht sich der Zuschuss auf die Kostenschätzung oder die tatsächlichen Rechnungen?“ Wie es mit Eigenleistungen sei, interessierte Christian Nagler (BB). „Es geht nur nach Rechnungen“, erklärte Bürgermeisterin Pamela Kruppa (CSU). „Eigenleistungen dürfen wir gar nicht bezahlen“, ergänzte Vizebürgermeister Manfred Lex (CSU), der sich dem Romir-Vorschlag anschloss.

BE-Fraktionssprecher Werner Fleischer wiederum betonte, dass er „ein Problem mit der Gerechtigkeit“ habe. „Dem FC Moosinning zahlen wir 100 Prozent, hier nur 30.“ Lex widersprach: „Das sind zwei Paar Stiefel – im Stadion ist die Gemeinde der Bauherr, hier der Club.“ Das ließ Scherzl nicht gelten und sprach von einer Ungleichbehandlung.

„Wir geben dem Verein das Grundstück. Welcher Verein hat das schon?“, fragte Romir und ergänzte: „Das ist nicht vergleichbar mit den Baumaßnahmen am Freizeitgelände – die sind für mehrere Vereine und die Bevölkerung.“ Peter Stangl (CSU) meinte, dass der Unterschied auch die Jugendarbeit sei: „Das dürfte bei den Torpedos wohl eher nicht sein.“

Kruppa ließ zunächst über den weitergehenden Antrag abstimmen, also über 100 Prozent Kostenübernahme, der bei nur fünf Ja-Stimmen abgelehnt wurde. Bei vier Gegenstimmen wurde anschließend der Beschluss gefasst, dem Torpedo-Club 30 Prozent Zuschuss für den Bau des Vereinsheims zu gewähren – höchstens jedoch 30 Prozent von den veranschlagten Baukosten in Höhe von 115 000 Euro.

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